Der kritische Zeitpunkt an Hitlers Seite in den Krieg zu ziehen, kam doch. Hitler wandte sich im März 1941 dem Balkan zu, um endlich auch dort Ordnung zu schaffen. Hitler machte Druck auf die ung. Regierung Truppentransporte zu erlauben, und wegen der Teilnahme am Feldzug. Horthy befürwortete das Anliegen Hitlers, er versprach sich weitere ung. Gebiete anzueignen, Regierungschef Graf Teleki hingegen lehnte diese Absicht (das Königreich Jugoslawien anzugreifen) ab. Der Staatschef unterschätzte das damit verbundene Risiko.
Als Graf Teleki einsah, dass er die Mitschuld am kommenden Kriegsbeteiligung nicht verhindern konnte, beging Selbstmord. In der Hektik hinterließ er nur ein handgeschriebenes Stück Papier auf dem stand: "er kann sich nicht an die Seite von Gangstern schlagen und die Ehre der Nation den Interessen der Deutschen opfern [...] ich konnte dich nicht zurückhalten, deswegen habe ich eine große Schuld auf mich geladen". So schrieb ein ung. Ministerpräsident im April 1941, als nichts mehr zu verhindern war. Dieser Selbstmord schwebte wie ein Damokles-Schwert über die ganze Zeit des Krieges und noch darüber hinaus. Graf Teleki schied aus dem Leben, weil er die Dimension der Folgen erkannte. Er wollte nicht die Schuld für die eine Million Toten - davon mehr als die Hälfte Juden - mittragen.
Nach dem Erfolg auf dem Balkan sah sich Hitler genötigt Europa gegen den Bolschewismus zu verteidigen, und fing im Osten den folgenschwersten Krieg unserer Zeit an. Ungarn zögerte wieder, daraufhin ließ Hitler mit unbekannten Flugzeugen Kaschau (heute Košice) an einem Sonntag Morgen bombardieren. Die mörderische Tat wurde den Sowjets angelastet. Keiner durfte daran zweifeln, Ministerpräsident Bárdossy erklärte nach Rücksprache mit dem Staatschef den Sowjets den Kriegszustand, ohne das Parlament vorher zu befragen. Doch das Parlament protestierte nicht, dies war der Kriegshysterie jener Zeit zu verdanken.
Ungarn nahm mit einer motorisierten Brigade und einigen Besatzungseinheiten teil, und hoffte, dass es damit seine Pflicht für die geleistete Territorialgeschenke abgegolten hatte. Erst als Ungarn in den Krieg eingestiegen war, fühlten wir Juden uns in einem ungewissen Zustand. Zwar versuchte Horthy allerhand Hitler zuliebe zu tun, um die Souveränität des Landes zu bewahren, auch die Judengesetze gehörten dazu. Hitler verlangte aber mehr: Die Herausgabe der Juden, was ihm aber stets verweigert wurde.
Nach dem Judengesetz durften Juden keine Waffen tragen, so erfand man den Hilfsdienst in militärischer Formation, im Falle eines Krieges auch außerhalb der Grenzen. Für die ersten Arbeitsbataillone gab es noch eine Art schlichte Arbeitsuniform, später als der Umfang auf die Zehntausende wuchs, trug man seine Privatkleidung mit einer Militärkappe und einer breiten gelben Armbinde. Unterwäsche, Schuhe stammten vom Militär. Anfänglich sah es so aus, als wäre es ein Beitrag zu Judenvernichtung, bei peinigenden Arbeiten und Schikanen, wurden junge Juden hin und wieder einem antisemitisch gesinnten Kontrollpersonal ausgesetzt. Der Verteidigungsminister ordnete jedoch 1943 an, dass Offiziere und Unteroffiziere die Dienstordnung auch für die jüdischen Bataillone strickt und human einzuhalten haben.
Wie der Feldzug in Russland verlaufen ist, ist uns allen bekannt. Nach dem Scheitern vor Moskau, bereitete Hitler seine Frühlingsoffensive vor, um den Krieg für sich zu entscheiden. Dafür erpresste er seine Verbündeten vom Dreimächteabkommen, Soldaten zur Hilfe der deutschen Armee zur Verfügung zu stellen. Das aufs doppelte gewachsene Ungarn stellte seine 2. Armee zur Verfügung: 200.000 Mann einschließlich 25.000 Juden in Arbeitsbataillonen. Es nahm die Versprechung der Wehrmacht für bare Münze, dass die Truppen an der Ostfront rechtzeitig mit modernen Waffen und Bekleidung ausgerüstet würden.
In der letzten Phase der Stalingrader Kämpfe, zogen die Deutschen ihre Reservetruppen aus dem ung. Frontabschnitt ab. Die ung. Truppen konnten die überlegene russische
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