Veranstaltungen

Frühere Veranstaltungen

 

 

 

Herbst 2014:

 

Mittwoch, 22. Oktober 2014: Gedenken an die Deportation vor 74 Jahren

  • 19.00 Uhr: Gedenken am Mahnmal am Münsterberg
  • 20.00 Uhr: Gruppe Sound Espace: „Niemalsland“ in der Spitalkirche Lyrische Texte von Häftlingen aus Konzentrationslagern und Lyrik nach Auschwitz, verknüpft mit Musik in einem Hörstück

 


 

Samstag, 08. November 2014: Studienfahrt zum Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

  • 8:30 Uhr: Abfahrt in Breisach
  • 11.00 Uhr: Ankunft im Dokumentationszentrum und Begrüßung durch den Vorstand Romani Rose und/ oder Dr. Silvio Peritore sowie Vorstellung der Arbeitsschwerpunkte des Zentralrats und des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma
  • 12.30 Uhr: Führung durch die ständige Ausstellung zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma und weitere Besichtigung des Hauses
  • 14.30 Uhr: Diskussion
  • 15.30 Uhr: Ende  
  • 18.00 Uhr: Rückfahrt

    Ca. 20.00 Uhr bis 20.30 Uhr Ankunft in Breisach

Fahrtkosten stehen noch nicht fest; sie hängen von der Teilnehmerzahl ab

 


 

Montag, 10. November 2014: Und es sind die finstern Zeiten..“ - Liederabend

Alexander Vassiliev, Bass, Franziska Weiß, Sopran und Miri Yampolski, Piano
Werke von Alexander Zemlinsky, Erich Wolfgang Korngold, Hanns Eisler u. Franz Schreker Eintritt: 15 €/ 8 € ermäßigt

Ort: Ehemalige Spitalkirche in Breisach

 


 

 

Sonntag, 14. September 2014: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur- Frauen im Judentum

In Breisach: Babette Reiss und Ida Frank - zwei geehrte Frauen der jüdischen Gemeinde Breisach

  • 11.30 Uhr: Ausstellungseröffnung im Blauen Haus
  • 16.00 Uhr: Jüdischer Friedhof Isenberg: Führung u.a. zum Grab von Babette Reiss
  • Das Haus ist geöffnet von 11 bis 17 Uhr
Die kleine Ausstellung entstand auf Anregung und in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Breisach und begibt sich auf Spurensuche nach zwei Frauen der jüdischen Gemeinde Breisachs, die im 19. bzw. 20. Jahrhundert lebten:

Auf einem Portraitgemälde von Babette Reiss (1818 – 1890), der Frau des langjährigen Bezirksrabbiners Moses Reiss, ist eine Auszeichnung zu sehen, die Babette Reiss für ihre Tätigkeit als Krankenschwester im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 verliehen bekam. Was können wir heute über sie, ihre Herkunft und ihre Verdienste in Erfahrung bringen?

Ida Frank lebte von 1889 bis 1988, von fast 100 Lebensjahren fast fünfzig Jahre in Breisach. Vor einigen Jahren wurde nach ihr eine Straße benannt, da sie die erste Frau war, die 1919-1922 als Stadträtin für die Sozialdemokratische Partei im Gemeindeparlament saß. In einem Mosaik wird ihr Leben nachgezeichnet und aus ihrer Korrespondenz von verschiedenen Fluchtpunkten, aus Mailand und Havanna/Cuba gelesen.

 


 

Mittwoch, 22. Oktober 2014: Erinnerung an die Deportation
  • 19 Uhr: Gedenken an die Deportation vor 74 Jahren am Mahnmal am Münsterberg
  • 20 Uhr: Spitalkirche: Gruppe Sound Espace: „Niemalsland“
    Lyrische Texte von Häftlingen aus Konzentrationslagern und Lyrik nach Auschwitz, verknüpft mit Musik in einem Hörstück

 


 

Montag, 10. November 2014: „Und es sind die finstern Zeiten..“ - Liederabend

Alexander Vassiliev, Baß, Franziska Weiß, Sopran und Miri Yampolski, Piano
Werke von Alexander Zemlinsky, Erich Wolfgang Korngold, Hanns Eisler u. Franz Schreker

Ort: Spitalkirche Breisach
Zeit: 20 Uhr

Eintritt: 15 €/ 8 € ermäßigt

 


 

Sommer 2014:

 

Mittwoch, 16. Juli 2014: Jahres-Mitgliederversammlung im Blauen Haus in Breisach, Rheintorstr. 3

Auf Bitten einiger Mitglieder, die beim diesjährigen Fest 850 Jahre Patrozinium aktiv sind, haben wir die angekündigte Jahresmitgliederversammlung auf den o.g. Termin verschoben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

19.30 Uhr: Filmcollage: 10 Jahre Blaues Haus - Eindrücke der Enthüllung der Skulptur von Heide Endemann und Tanzimprovisationen Battery Dance Company, New York

ab 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung

 

Tagesordnung:
  • TOP 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  • TOP 2: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 16. April 2013
  • TOP 2: Rechenschaftsberichte d. Vorstands für Förderverein und Stiftung Blaues Haus
  • TOP 3: Kassenberichte von Förderverein und Stiftung
  • TOP 4: Bericht der Kassenprüfer
  • TOP 5: Diskussion der Berichte
  • TOP 6: Entlastung des Vorstands
  • TOP 7: Planungen für 2014 und 2015
  • TOP 8: Umstellung auf das neue Lastschriftverfahren (SEPA)
  • TOP 9: Verschiedenes - Bitte Vorschläge bis zum 10. Juli 2014 beim Vorstand einreichen

Die Badische Zeitung berichtet am 22. Juli darüber

 


 

Samstag, 19. Juli 2014: Studienfahrt zum Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Bremeneckgasse 2, 69117 Heidelberg

Muss leider auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden

  • 8:30 Uhr: Abfahrt in Breisach
  • 11.00 Uhr: Ankunft im Dokumentationszentrum und Begrüßung durch den Vorstand Romani Rose und/ oder Dr. Silvio Peritore sowie Vorstellung der Arbeitsschwerpunkte des Zentralrats und des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma
  • 12.30 Uhr: Führung durch die ständige Ausstellung zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma und weitere Besichtigung des Hauses
  • 14.30 Uhr: Diskussion
  • 15.30 Uhr: Ende  
  • 18.00 Uhr: Rückfahrt

    Ca. 20.00 Uhr bis 20.30 Uhr Ankunft in Breisach

Fahrtkosten stehen noch nicht fest; sie hängen von der Teilnehmerzahl ab

 


 

Montag, 2. Juni 2014
  • 11:30 Uhr: "Süß und ehrenvoll" - Vorstellung seines ersten Romans durch Prof. Avi Primor im Blauen Haus Breisach
    Dazu ein Bericht in der Badischen Zeitung vom 04.06.2014
  • 17 Uhr: „Ohne Erinnerung keine Zukunft“ - Vortrag von Prof Dr. Avi Primo in der Kath. Hochschule in Freiburg
    Ort: Kath. Hochschule Freiburg, Karlstr. 63, Aula 1100 (Gebäude 1)
    Eintritt frei - Veranstalter: "Für die Zukunft lernen" - Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau e.V.


Avi Primor

Prof. Dr. Avi Primor war von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Bonn. Er gründete das Zentrum für Europäische Studien an der Universität Tel Aviv / Israel und gehört seit zwei Jahren dem Beirat des Vereins „Für die Zukunft lernen - Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau e.V.“ an.

 

 


 

 

 

Frühjahr 2014:

 

Mittwoch, 21. Mai 2014, 19 Uhr: „Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma und der heutige Rassismus“
Vortrag von Dr. Silvio Peritore, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Rom, Heidelberg


Deportation von Sinti in Asperg im Mai 1940

Nach Schätzungen fielen im nationalsozialistisch besetzten Europa 500.000 Sinti und Roma dem Holocaust zum Opfer. Dr. Silvio Peritore wird einen kurzen Überblick über die Verfolgung und Vernichtung der Minderheit geben, dann die Nachkriegszeit und die Defizite in der Erinnerungskultur beleuchten und schließlich auch den gegenwärtigen Rassismus gegen Sinti und Roma thematisieren. Im Anschluss an diese drei großen Themenkomplexe soll konkreten Fragen an den Refereten und der Diskussion breiten Raum gewährt werden. Bericht in der Badischen Zeitung vom 05.07.2014

 

Ort: Blaues Haus, Rheintorstr. 3 (ehemals Judengasse), Breisach
Zeit: Donnerstag, 21. Mai 2014, 19 Uhr

 

 


 

 

Sonntag, 23. März 2014, 17 Uhr: Magische Welt der Klänge und Rhythmen
Ariana Burstein & Roberto Legnani
Musikalische Kapriolen - Cello & Gitarre

Am Sonntag, 23. März 2014, 17 Uhr sind Ariana Burstein (Cello) & Roberto Legnani (Gitarre) in Breisach am Rhein im Blauen Haus, Rheintorstraße 3, zu Gast. Eintrittskarten gibt es an der Konzertkasse ab 16.30 Uhr. Weitere Informationen und Ticketreservierung: www.tourneebuero-cunningham.com und Tel. 07852-93 30 34.

 

 

Ariana Burstein & Roberto Legnani präsentieren auf der Tournee 2014 klassisch-kreativ inspirierte Musik für Cello und Gitarre, die das Publikum in eine magische Welt der Kl&aulm;nge und Rhythmen führt. Die ethnologischen Einflüsse und die verschiedenen Genres lassen diese neuartigen Arrangements zu einem abwechslungsreichen Programm verschmelzen, zu einem besonderen Konzerterlebnis, zu einem harmonischen Miteinander der Musikkulturen.

Auf dem Programm stehen Eigenkompositionen & Arrangements aus Klassik, Celtic,Swing, Jazz, Tango Nuevo, Weltmusik: u. a.„Madiba“, eine Hommage an Nelson Mandela, „Legnani’s O’Carolan Concerto“, „Queen of the Sea“, „Tango-Nächte in Buenos Aires“. Zur Aufführung kommen auch weltbekannte Kompositionen, wie z. B. Asturias von Isaac Albéniz oder das Adagio von Tomaso Albinoni.

Die beiden charismatischen Künstler lassen ihre hochwertigen Instrumente sprechen, ihre Musik berührt, beruhigt und beglückt zugleich. Robert o Legnani & Ariana Burstein öffnen den Zuhörern eine Pforte zur faszinierenden Klangwelt: zwei Virtuosen mit Elan und einer Intensität, die in ihrem Temperament von imponierender Perfektion sind. Die beiden Künstler sind ein brillantes Duo mit überraschender instrumentaler Rollenverteilung. Roberto Legnanis präzises und brillantes Spiel ist von höchster eleganter Meisterschaft, während Ariana Bursteins bemerkenswert geschmeidiger Bogenstrich ein Gefühl der feurigen Hingabe vermittelt. [Auszug aus der Pressemitteilung des Konzertbüros]

 

Ort: Blaues Haus, Rheintorstr. 3 (ehemals Judengasse), Breisach
Zeit: Sonntag, 23. März 2014, 17 Uhr

 

 


 

 

 

 

Sonntag, 23. Februar 2014, 17 Uhr: „Ich will keine Blaubeertorte, ich will nur raus – eine Mutterliebe“

ABSENDER: MARIE WINTER - BERLIN-WILMERSDORF Die 200 Briefe einer jüdischen Mutter an die Tochter im Exil.

 

 

Gabriel Heim liest aus seinem kürzlich erschienen Buch

Gabriel Heims Mutter, Ilse Victoria Winter, hat Berlin 1934 für immer verlassen. Sie war Jüdin, Kommunistin, Schauspielerin. Kurz vor Toresschluss gelangt sie nach Basel. Ihre Mutter Marie Winter, Jahrgang 1879, bleibt in Berlin. Im Herbst 1941 setzen die Deportationen ein. Eine schließlich doch geplante, abenteuerliche Flucht in die Schweiz misslingt, als die Rettung schon in greifbarer Nähe ist.

Die mehr als 200 Briefe und Postkarten von Marie Winter an ihre Tochter erzählen minutiös von ihrem Leben im NS-Alltag der Hauptstadt. Die Briefe machen erfahrbar, wie die systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung Berlins auch das Leben der Marie Winter zerstörte.

 

Ort: Blaues Haus, Rheintorstr. 3 (ehemals Judengasse), Breisach
Zeit: Sonntag, 23. Februar 2014, 17 Uhr

 

Dazu ein Bericht in der Badischen Zeitung vom 01.03.2014

 

 


 

 

 

Sonntag, 26. Januar 2014, 17 Uhr: Die Kinder von La Hille – eine Kinderrepublik

eine Aufführung des Musiktheaters Tabun und des Vereins für Interkulturelles Theater Freiburg e.V.

as Stück handelt von einer whren Geschichte der Flucht und Rettung der Mehrheit einer Gruppe von 100 jüdischen Kindern aus Deutschland und Österreich in Südfrankreich in den Jahren 1943 bis 1945.„Am Fuß der französischen Pyrenäen konnten viele jüdische Kinder unter dramatischen Umständen vor der Deportation in die Vernichtungslager gerettet werden. Ein Lehrer aus Baselland im Dienst des Roten Kreuzes und einige weitere Helfer gründeten eine Kinderrepublik, wo die älteren Kinder die kleineren unterrichteten und den Alltag organisierten. Nach einem Jahr konnte die Kolonie in das verfallene Schloss La Hille am Rande der Pyrenäen umziehen. Theaterspielen, Musik und Literatur wurden zu Rettungsankern. „Wir wussten nicht, was mit unseren Eltern war – doch wir hatten die Bücher.“

Das Musiktheater ist im engen Kontakt mit den Überlebenden von La Hille entstanden, die Lieder von damals wurden aufgenommen und eigene Lieder entstanden neu.

Aufführungsort: Hugo-Höfler-Realschule, Zum Kaiserstuhl 1, Breisach
Eintritt: 10 Euro, ermäßgt 4 Euro

 

Dazu ein Bericht in der Badischen Zeitung vom 29.01.2014

 

 

 

2013: Jahr der Erinnerung, der Partnerschaft, der Zukunftsgestaltung

 

 

Sonntag, 10. November: Abschlussveranstaltung

 

  • 11:30 Uhr im Martin-Schongauer-Gymnasium in Breisach

    Musikalischer Beitrag

    Begrüßung: Winfried Wagner, Schulleiter des Martin-Schongauer-Gymnasiums

    Begrüßung: Oliver Rein, Bürgermeister Europastadt Breisach am Rhein

    Grußwort: Schirmherr Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann,
    vertreten durch den Europaminister des Landes Baden-Württemberg Peter Friedrich

    Musikalischer Beitrag

    Für die Zukunft lernen: Jugendliche des Christophorus-Jugendwerk Oberrimsingen und Studierende der Katholischen Hochschule stellen das diesjährige Projekt "Für die Zukunft lernen vor" vor.

    Freundeskreis Oswiecim: Eine Studienreise im Jahr 2013 des Freundeskreises Oswiecim - Dieter Turbon

    Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach: Sie nannten es "Reichskristallnacht" - Dr. Christiane Walesch-Schneller

    Musikalischer Beitrag

    Dazu ein Bericht in der Badischen Zeitung
    vom 12.11.2013

     

  • 13:30 Uhr: Gedenken am Synagogenplatz

    anlässlich 75 Jahre Novemberpogrom unter Mitwirkung von Bürgermeister Oliver Rein, Pfarrer Ulirch Henze, Diakon Harald Wochner und Schülerinnen und Schüler des Martin-Schongauer-Gymnasiums

    Zum Ausklang der Veranstaltung treffen wir uns ab 14:00 Uhr im Blauen Haus.

     

    Musikalische Beiträge:
    Jugendmusikschule, Schülerinnen und Schüler des Martin-Schongauer-Gymnasiums unter Leitung von Gottfried Schrägle, Dorothea Rieger (Sopran) und Bogdan Fedchysthyn (Akkordeon)

     


     

    Sonntag, 20. Oktober: Gedenken an die 73. Wiederkehr der Deportation der Breisacher Juden

    • 11:30 Uhr: Treffen am Denkmal für die Deportierten unterhalb des Münsters

    • 17 Uhr: Lesung und Gespräch mit Hilde Schramm im Blauen Haus, Rheintorstr. 3 (ehemals Judengasse)
      Eintritt: 5 Euro

      Hilde Schramm: Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux

      Hilde Schramm berichtet von ihrer Spurensuche über das Leben ihrer ehemaligen Geschichtslehrerin Dora Lux (1882 – 1959). Darin zeichnet sie die Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Frau nach, die trotz größter Schwierigkeiten eigenständig ihren Weg zu gehen versuchte, im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, während des Nationalsozialismus und in der jungen Bundesrepublik.

      Dora Lux wurde 1882 als Dora Bieber in eine jüdische Familie geboren, die Eltern ließen sich und ihre Kinder 1887 evangelisch taufen. Als eine der ersten 50 Frauen in Deutschland machte Dora Lux 1901 das Abitur. Sie studierte und promovierte, bevor Frauen in allen deutschen Staaten gleichberechtigt zu den Universitäten zugelassen wurden. 1909 war sie eine der ersten akademisch voll ausgebildeten Lehrerinnen Preußens und blieb in der Weimarer Republik auch nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer zwei Kinder weiterhin als Studienrätin tätig.

      Wie Dora Lux die Nazizeit überlebte beschreibt Hilde Schramm in ihrem 2012 erschienenen Buch.

      Nach Ende des Krieges begann Dora Lux wieder zu unterrichten. In den Jahren 1953 bis 1955 gehörte die Autorin Hilde Schramm zu ihren Schülerinnen. Als Tochter von Albert Speer begann Hilde Schramm schon früh, sich mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

      Hilde Schramm, geboren 1936 in Berlin, studierte Germanistik, Latein, Erziehungswissenschaften und Soziologie. Sie setzt sich u.a. aktiv für die Interessen der Opfer des Nationalsozialismus ein und ist Mitbegründerin der "Stiftung Zurückgeben". 2004 erhielt sie den Moses-Mendelssohn-Preis der Stadt Berlin für ihr Lebenswerk.


      © Thorsten Wulff

     


     

    Sonntag, 29. September: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

    Bürgermeister Jean-Claude Spielmann lädt ein zum Judengarten in Mackenheim/Elsass.
    Um 10.30 Uhr werden drei Bäume gepflanzt in Erinnerung an Günter und Karola Boll und Jean-Claude Rousselle. Um 11 und 14 Uhr erklärt der Botaniker Michel Martin den Wald am Judengarten, und es findet eine Führung auf diesem ersten Begräbnisort der Breisacher Juden statt.

     


     

    Woche der Begegnung 23. Juni bis 26. Juni 2013 in Breisach

    [Bericht und Bilder von Wolfgang Dästner]

     

    Samstag, 22. Juni: Anreise
    • 18:30 Uhr: Begrüßung und Empfang im Blauen Haus, Imbiss

    Sonntag, 23. Juni

    • Vormittags: Begrüßung auf dem Marktplatz während des Patroziniums (Die Prozession verlässt ca. 9.30 das Münster)
    • 16 Uhr: Jonathan Hollander und Battery Dance Company, New York: Tanzen im Blauen Haus, Musik: Thomas Wenk Improvisation - Prepared Piano
      Enthüllung der Skulptur von Heike Endemann, Reden, Kaffe und Kuchen im Garten
    • 19 Uhr: Past - Present - Future: Battery Dance Company in der Breisgauhalle

    Montag, 24. Juni:

    • 10 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr: Storytelling - Gesprächsrunde im Blauen Haus
      Wer sind wir, woher kommen wir und was bedeutet uns das Blaue Haus?
      Mittagspause in der Galerie Goldammer, Radbrunnenallee 18

    Dienstag, 25. Juni:

    • 9:15 Uhr: Exkursion zum CERD Europäisches Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers im ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler – Struthof/ Elsass über Mackenheim “Judengarten“ (ältester Friedhof der Juden von Breisach), Friedhof Rosenwiller und Haus Rosheim, Mittagsimbiß en route
      (25 €)
      Abfahrt am Blauen Haus

    Mittwoch, 26. Juni:

    • 9 - 12 Uhr: Begegnung mit Schülern und Schülerinnen des Martin-Schongauer-Gymnasiums und der Hugo-Höfler-Realschule
    • 15 Uhr: Buchvorstellung des Hartung Gorre Verlages mit dem Autor Gabriel Groszman: Semi Uffenheimer. Jüdische Familiengeschichten aus Breisach, Bühl, Lörrach und Graben in Baden und in Argentinien
    • Kaffee im Garten des Blauen Hauses, Abend: Abschiedsessen / Fare-well-dinner

     

     


     

     

     

    Der Vortrag wird auf einen späteren Termin verschoben “Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma und der Antiziganismus heute“.
    Vortrag von Dr. Silvio Peritore (der endgültige Termin wird sobald als möglich bekanntgegeben)

    Silvio Peritore, geboren 1961 in Karlsruhe. Studium der Politik, Geschichte, Wirtschaftswissenschaften und des Internationalen Managements (MBA). Promotion zum Dr. Phil. zum Thema “Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma in der deutschen Erinnerungsarbeit“. Vorstandsmitglied und Leiter des Bereichs Dokumentation im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Mitglied in diversen politischen und wissenschaftlichen Gremien von Stiftungen und Gedenkstätten. Verfasser mehrerer Beiträge zum Genozid an den Sinti und Roma, zur Erinnerungspolitik, zur Gedenkstätten- und Ausstellungspädagogik, zum Antiziganismus und zur Minderheitenpolitik.

    Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg

     

     


     

     

    2013: Jahr des Erinnerns, der Partnerschaft, der Zukunftgestaltung

     

    "Im Jahr 2013 begehen gleich drei Breisacher Vereine ein besonderes Jubiläum: Der Verein “Für die Zukunft lernen - Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau e.V.” kann auf 20 Jahre seines Bestehens zurückblicken, der “Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.” feiert 10 Jahre Abschluss der Restaurierung des “Blauen Hauses” und der “Freundeskreis Oswiecim e.V.” wird 5 Jahre alt..." [Oliver Rein, Bürgermeister von Breisach]

    Das ganze Jahr über finden an verschiedenen Orten Veranstaltungen statt, die unter dem gewählten Motto stehen. Die Vereine haben zusammen mit der Stadt ein Faltblatt herausgegeben, auf dem die wichtigsten Termine verzeichnet sind. (Vorderseite des Faltblattes / (Rückseite des Faltblattes)

    Am 24. Januar erschien dazu in der Badischen Zeitung ein Beitrag von Wolfram Wette
    und am 28., bzw. 29. Januar ein Bericht in der Online, bzw. gedruckten Ausgabe der BZ

     

    Die Eröffnungsveranstaltung dieses Jubiläumsjahres findet am

    Sonntag, den 27.01.2013 in der Aula der Hugo-Höfler-Realschule Breisach statt
    Beginn 11.30 Uhr

     

    Programm:

     

    Musikalischer Beitrag

    • Begrüßung Dr. Christoph Wolk, Rektor der Hugo-Höfler-Realschule Breisach

    • Begrüßung Oliver Rein, Bürgermeister Europastadt Breisach am Rhein

    • Vortrag: Erinnern für die Zukunft
      Prof. Dr. Wolfram Wette, Historisches Seminar der Universität Freiburg

     

    Musikalischer Beitrag

    • Co nas laczy - Was uns verbindet: Schüler berichten über den Schüleraustausch der Hugo-Höfler-Realschule mit Oswiecim

    • Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - Das ehemalige jüdische Gemeindehaus wird zum Blauen Haus. Eine Filmcollage mit Charlotte Büchner

    • Judentum und Blaues Haus im Bewusstsein der Breisacher Bevölkerung - Ergebnisse einer Umfrage. Schüler der Hugo-Höfler-Realschule

    • Was bedeutet uns der 27. Januar? Schüler des Martin-Schongauer-Gymnasiums

     

    Musikalischer Beitrag

     

    Schülerinnen und Schüler der Hugo-Höfler-Realschule bieten im Anschluß an die Veranstaltung polnische Spezialitäten an.

     

    Musikalische Beiträge:

    Münsterchor Breisach unter der Leitung von Frau Nicola Heckner
    Felicitas-Niegisch-Ensemble.

     

    ------------------------------------------------------------------------------------------------

     

    Anfahrt zur Hugo-Höfler-Realschule, Zum Kaiserstuhl 1, Breisach:

    Von Ihringen:

    • von Ihringen kommend am Winkler Berg nach rechts auf die K4928 Richtung Achkarren
    • nach 300 Metern nach links abbiegen, am Badischen Winzerkeller vorbei und geradeaus über die Umgehungsstraße
    • sofort nach der Umgehungsstraße liegt rechts die Hugo-Höfler-Realschule mit einer Einfahrt auf den Parkplatz

    Von der Autobahn, bzw. von Frankreich:

    • bei der Einfahrt Süd (Nähe Rheinbrücke) zunächst Richtung Stadtmitte
    • nach 100 Metern (beim 2. Kreisverkehr) scharf rechts in die Bahnhofstraße einbiegen
    • ca. 500 Metern geradeaus bis zum Badenova-Gebäude
    • unmittelbar vor der Badenova nach links in die Kandelstraße einbiegen dann und bis zum Kreisverkehr (rechts ist Lidl)
    • im Kreisel nach rechts fahren und dann gleich nach links auf den Parkplatz der Hugo-Höfler-Realschule

       

       

 

Herbst 2012:

 

 

JOSEL VON ROSHEIM FEHLT ... - 6. November bis 9. Dezember 2012
Museum für Stadtgeschichte im Rheintor
und Blaues Haus in Breisach a.Rh.

Programm

  • Dienstag, 6.11.2012, 19 Uhr: Austellungseröffnung und Vorträge
    Museum für Stadtgeschichte

    Prof. Freddy Raphael, Strasbourg
    Die Bedeutung von Josel von Rosheim in seiner Zeit und für uns heute

    Monique Epstein, Brüssel
    Josel von Rosheim - Grenzgänger zwischen Rationalität und Mystik

  • Sonntag, 11.11.2012, 14-18 Uhr: "Die unschuldigen Kindlein von Endingen"
    Der Kult mit einer Ritualmordlegende 1470-1967
    Über die Wurzeln unseres einheimischen Antisemitismus
    Seminar und Exkursion mit dem Autor Walter Mossmann
    Walter Mossmann hat 1991 in der Badischen Zeitung einen Essay veröffentlicht ("Ein Pfahl im Löss"), in dem u.a. auch der Endinger Kult behandelt wird. Für Teilnehmer am Seminar steht dieser Text auch im Voraus zur Verfügung, abzuholen im Museum für Stadtgeschichte und im Blauen Haus.

    14 Uhr Seminar im Blauen Haus, Rheintorstr. 3 (ehemals Judengasse) - [hier der Text des Seminarvortrags]
    16 Uhr Führung in Endingen am Kaiserstuhl, Treffpunkt Hauserplatz
    17 Uhr Führung in St. Peter in Endingen mit Pfarrer E. Baumgartner

  • Sonntag, 9.12.2012, 11:30 Uhr: Josels Biographin
    Die deutsch-jüdische Historikerin Selma Stern aus Kippenheim (1890-1981)
    Dr. Marina Sassenburg, Duisburg
    Blaues Haus

 

 


 

 

Sonntag, 18. November 2012, 10 Uhr: Treffen der Akteure des Sommerlagers

Präsentation der Aktionen:

  • Restaurierung von Denkmälern
  • Inventory des Friedhofs
  • Mapping ...
mit: J-Cl. Rousselle (Steinmetz), Prof. Gil Hüttenmeister (Prof. emer. für hebräische Literatur), Marc Svec (Kartenzeichner)

Um Mittag, verre de l'amité à l'ancienne synagogue

Wir freuen uns über die Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFREC) unter dem Motto "Der Oberrhein wächst zusammen mit jedem Projekt" (Interreg IV-A Oberrhein) und danken dem Landratsamt Freiburg für die Unterstützung.

 

 

 

 

Sommer 2012:

 

 

 

Mittwoch, 20.06.2012: “Auf der Suche nach Spuren jüdischen Schicksals“ - Filmabend und Diskussion

zwei Filme von Bodo Kaiser

 


Kurt Judas aus Ihringen 1945 in Lyon

 

Nach der schweren Verwüstung des Jüdischen Friedhofs von Ihringen durch vier junge rechtsradikale Kaiserstühler im August 2007 gab die Gemeinde Ihringen das Projekt “Spurensuche“ in Auftrag. Jugendliche aus dem Dorf im Alter zwischen 16 und 18 Jahren machen sich auf den Weg, mit Unterstützung des Freiburger Filmemachers Bodo Kaiser die Geschichte der Ihringer Juden zu erforschen.

Der Filmemacher begleitete die Arbeit der Jugendlichen und zeigt, wie sie sich auf Interviews mit Zeitzeugen aus ihrer Gemeinde und die Begegnung mit Holocaust-Überlebenden, die aus Ihringen stammen, vorbereiten und wie sie sich mit der Geschichte der Juden ihrer Gemeinde auseinandersetzen.

19.00 Uhr: Teil 1 Ihringer Bürger kommen zu Wort (Laufzeit 60 Min.)
20.30 Uhr: Teil 2 Interviews mit jüdischen Gästen (Laufzeit 74 Min)

 

Ort: Blaues Haus (ehemaliges jüdisches Gemeindehaus), Rheintorstraße 3 (Breisach)
Zeit: 19 Uhr

 

 


 

 

Dienstag, 15.05.2012: "Reemtsma auf der Krim - (Krieg, Zigaretten und die Zwangsarbeit Nichtdeportierter)

mit Karl Heinz Roth, Historiker und Autor
Gernot Erler, Osteuropahistoriker und MdB
Walter Moßmann, Autor
Moderation: Christiane Walesch-Schneller

Die Eroberung der Krim durch Hitlers Soldaten im November 1941 eröffnete Möglichkeiten. Der Hamburger Reemtsma-Konzern nutzte sie gewinnbringend. Unter dem Schutz der Wehrmacht wurden die Tabakfelder okkupiert und die überwiegend tatarischen Tabakbauern zur Zwangsarbeit herangezogen. (Unter dem Vorwand der Kollaboration wird Stalin die Krimtataren später rücksichtslos bestrafen). Aber als nicht deportierte Zwangsarbeiter gingen die Betroffenen leer aus bei den deutschen Entschädigungsprogrammen: eine der „vergessenen Opfergruppen“.

 

Ort: Blaues Haus (ehemaliges jüdisches Gemeindehaus), Rheintorstraße 3 (Breisach)
Zeit: 20 Uhr

 

 


 

 

Freitag, 27.04.2012: Sarahs Schlüssel
und

Mittwoch, 02.05.2012

Inhalt

Paris im Juli 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird mit ihren Eltern mitten in der Nacht von der französischen Polizei aus ihrer Wohnung geholt. Verzweifelt schließt sie ihren kleinen Bruder in ihrem Geheimversteck hinter der Tapetentür im Schlafzimmer ein und verspricht, ganz schnell wieder bei ihm zu sein. Den Schlüssel nimmt sie mit, nicht ahnend, welche Katastrophe ihrer Familie und fast 20.000 weiteren verschleppten Pariser Juden bevorsteht.

Siebenundsechzig Jahre später verwebt sich Sarahs Geschichte mit der von Julia Jarmond (Kristin Scott Thomas), einer amerikanischen Journalistin, die für einen Artikel die damalige Razzia und ihre furchtbaren Folgen recherchiert. Bei dieser Arbeit stößt sie auf das Schicksal einer jüdischen Familie, die aus der Wohnung vertrieben wurde, die seit Jahrzehnten der Familie ihres zukünftigen Mannes gehört und in die sie nach ihrer Hochzeit einziehen wollte.

Je mehr Wahrheit Julia ans Licht befördert, um so mehr erfährt sie über Bertrands Familie, über Frankreich und schließlich über sich selbst.

“Leidenschaftlich, bewegend und voller Wahrheit“ nannte Le Figaro Gilles Paquet-Brenners Film nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Tatiana de Rosnay. Mit „Sarahs Schlüssel“ ist dem Regisseur ein intensiver und sehenswerter Film gelungen, der die Schicksale der Charaktere äußerst feinfühlig erzählt. In der Hauptrolle begeistert Kristin Scott Thomas („Der englische Patient“) in einer ihrer besten Rollen.

 

Ort: Engel Lichtspiele, Rheinstraße (Breisach)
Zeit: 20:15 Uhr

 

 

 

 

Frühjahr 2012:

 

 

 

Freitag, 30.03.2012: Return of the Tüdelband - Gebrüder Wolf Story

Ort: Engel Lichtspiele, Rheinstraße (Breisach)
Zeit: 20 Uhr

Ein Film von Jens Huckeriede, anschließend Diskussion mit Jens Huckeriede.

Der musikalische Dokumentarfilm handelt von der Lebensgeschichte der einstmals international berühmten Volksmusiker, den „Gebrüdern Wolf“. Neben einem historischen Rückblick zeigt der Film die ungewöhnliche Geschichte der Hamburger „HYMNE“ „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“ das 1911 von Ludwig Wolf geschrieben wurde und noch heute gegenwärtig ist. Der Film spannt einen musikalischen Bogen, der 1895 bei den Wolfs beginnt und beim Hip-Hop unserer Zeit endet.

18 Uhr Blaues Haus: Jens Huckeriede, Hamburg, stellt sich und seine Arbeit vor

 

 


 

 

Sonntag, 11.03.2012: TSCHERNOBYL25 – das dorf, das shtetl und atomograd

Walter Moßmann führt in die Entstehungsgeschichte des Projektes über Tschernobyl25 und der Ausstellung „Tschernobyl – Expeditionen in ein verlorenes Land“ ein.

Ort: Augustinermuseum in Freiburg
Zeit: 13 Uhr

 

 


 

 

Sonntag, 18.03.2012: Ausstellungseröffnung "TSCHERNOBYL25 – das dorf, das shtetl und atomograd" ; Teil: "Die Straße der Enthusiasten"

Ort: Blaues Haus, Breisach
Zeit: 18 Uhr

Mit dem Namen Tschernobyl verbinden wir trostlose Bilder: Den sogenannten Sarkophag, unter dem die immer noch strahlenden Trümmer eines Atomkraftwerks notdürftig weggeschlossen wurden, und die verstrahlte Sperrzone um das AKW herum mit menschenleeren Dörfern und Städten. Das Projekt Tschernobyl25 – expeditionen wollte zum 25sten Jahrestag der Katastrophe in einer Ausstellung zeigen, was an diesem heute trostlosen Ort vor dem 26. April 1986 einmal existiert hat, welche Lebenswelt: die uralte, geschichtsträchtige Dorfkultur der Polissja, das jüdische Shtetl Tschernobyl und die geschichtslose sowjetische Atomstadt Prypjat.

Aus diesem Projekt sind dann letztendlich zwei getrennte Ausstellungen hervorgegangen: Die Wanderausstellung «Die Straße der Enthusiasten» über Prypjat im Freiburger Morat-Institut (18.9.2011 – 29.10.2011, zuvor seit April 2011 in Berlin, Kiew, Warschau, Brüssel und Gartow) und «TSCHERNOBYL. Expeditionen in ein verlorenes Land» über die Dorfkultur der Polissja und das Shtetl Tschernobyl im Freiburger Augustinermuseum (17.12.2011 – 18.3.2012).

Das Augustinermuseum zeigt seine Ausstellung bis zum 18.März, und exakt zu diesem Termin eröffnet das Blaue Haus in Breisach noch einmal «Die Straße der Enthusiasten». Das Publikum in unserer Region hat also in diesen Wochen Gelegenheit, alle drei Elemente des Projektes anzuschauen: das ukrainische Dorf und das jüdische Shtetl in Freiburg und die sowjetische Atomstadt («atomograd») in Breisach.

Die beiden Kuratoren, Eva Morat und Walter Mossmann, werden in die Ausstellung einführen.

öffnungszeiten: Mittwochs 14 bis 17 Uhr
und nach Vereinbarung info@juedisches-leben-in-breisach.de
Voraussichtliches Ausstellungsende 30. April 2012


Die Liedermacher Walter Moßmann (rechts) und Roland „Buki“ Burkhart
kamen zur Ausstellungseröffnung isn Blaue Haus. Foto: Kai Kricheldorff (BZ)

sieh auch Bericht in der Badischen Zeitung vom 29. März 2012

 

 


 

 

Herbst 2011:

 

 

 

Sonntag, 23.10.2011: 71. Jahrestag der Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden nach Gurs
  • 11.30 Uhr: Gedenken am Mahnmal für die Deportierten an der Münsterbergstraße
  • 12.00 Uhr: Vortrag von Wilhelm Weinbrenner, Obergünzburg, im Blauen Haus, Rheintorstr. 3 (ehem. Judengasse), Breisach: „Erfahrungsaustausch zur Erinnerungskultur und der Rekonstruktion lokaler Geschichte“. Einführung durch Dr. Bernard Reuter, Basel

    Anhand von konkreten Beispielen „lebendiger“ Rekonstruktion lokaler Zeitgeschichte von 1933 bis 1945 berichtet Wilhelm Weinbrenner über die Erinnerungsarbeit in der kleinen Marktgemeinde Obergünzburg. Dabei kommen auch Aspekte von Freude und Motivation zur Sprache.

 

 


 

 

Donnerstag, 10.11.2011: Jahrestag des Novemberpogroms 1938
  • 19:30 Uhr: Gedenken am Synagogenplatz
  • 20:00 Uhr: Konzert im Blauen Haus, Rheintorstr. 3, Breisach
    Musik der Synagoge, Psalmen und Jerusalem - Dorothea Rieger, Sopran und Bogdan Fedchyshyn, Akkordeon

    Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

 


 

 

Dienstag, 22.11.2011, 19.30 Uhr: Jahresmitgliederversammlung, Diskussion und Abstimmung zur Errichtung einer Stiftung Blaues Haus

 

 


 

 

Sonntag, 11.12.2011, 14.00 Uhr: Lena Gorelik - Europäische Ost-West-Passage. Jüdisch, russisch, deutsch – und auch noch Schriftstellerin!
Vortrag von Dr. Ursula Hellerich, Freiburg

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

 


 

 

Sonntag, 04.09.2011: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2011
Sonntag, 11.09.2011: Tag des Offenen Denkmals 2011

Außerdem an den Sonntagen, 18. und 25. September von 15 bis 18 Uhr,
sowie Mittwoch, 14., 21. und 28. September von 15 bis 18 Uhr.

.... ....

 

Ausstellung und Filme: Was blieb - Zeignisse jüdischen Lebens in Breisach

 

Filmvorführungen:
  • 15 Uhr: Judengasse – Der Faden ist gerissen
    von Bodo Kaiser 2001
    40 min.
  • 16 Uhr: Das Elternhaus – Ralph Eisemann und das
    ehemalige jüdische Gemeindehaus Breisach
    von Bodo Kaiser 2004 – 35 min.
  • 17 Uhr: Tanzspuren am Blauen Haus von Bodo Kaiser 206

 

 

 

Sommer 2011:

 

 

 

Donnerstag, 28.7.2011: Merasim Percussion Trio Percussion-Musik aus Persien und der Türkei

 

  • Mohsen Taherzadeh daf, tambur (persische Laute), Gesang
  • Maryam Hatef daf, Gesang
  • Murat Coskun Rahmentrommeln, Hang, Percussion, Gesang

 

Merasim (dt. Feier, Zeremonie, Ritus) ist das neue Percussion-Projekt des Perkussionisten Murat Coskun gemeinsam mit dem virtuosen Meister-Trommler aus Isfahan Mohsen Taherzadeh und Maryam Hatef. Die drei MusikerInnen, die sich im Rahmen des Tamburi Mundi Festivals in der Türkei kennen gelernt haben, laden die Zuschauer ein zu Ihrer eigenen musikalischen „Feier“. Meisterhaft, voller Energie und mit Witz schaffen sie es, ihren Instrumenten und ihrer Musik eine lebendige Seele zu geben. Dabei bewegen sie sich nicht nur in ihren türkischen oder persischen Musiktraditionen. Ihre Musik lässt eine feinsinnig-spirituelle Tiefe entstehen, die fernab von „einer sich zu ernst nehmenden Spiritualität“ steht und stets zwischen purer Lebensenergie und konzentrierter Ernsthaftigkeit mit Humor und Ironie hin und her schwingt.

Ort: Ehemalige Spitalkirche am Marktplatz in Breisach !! (wegen schlechten Wetters)
Zeit: 19: 30 Uhr

 

Eintritt: 15.- Euro
Studenten 10.- Euro
Kinder bis 8 Jahre: frei

(Vorverkauf bei der Breisach Touristik, Tel. 07667-94 01 55)

 

 


 

Samstag, 2. Juli 2011, 10 Uhr

Helga Weissová: Zeichne was Du siehst - Ausstellungseröffnung im Münster um 10 Uhr. Täglich bis Ende Juli geöffnet von 9 - 18 Uhr außer während Gottesdiensten

 

 

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen von Helga Weissová, die sie während ihrer Gefangenschaft in Theresienstadt angefertigt hat. Die Bilder werden bis Ende Juli im Münster zu sehen sein.

Anschließend wird in der Nähe des Radbrunnens eine Tafel eingeweiht, die an die Jüdische Gemeinde erinnert, die hier im 14. Jahrhundert lebte

 

 


 

 

Montag, 4. Juli 2011, 19:30 Uhr

Inge Auerbacher, New York: Mein Leben vor, in und nach Theresienstadt

 

 

Inge Auerbacher war 10 Jahre alt als sie 1945 von den Soldaten der Roten Armee im Konzentrationslager Theresienstadt befreit wurde. Geboren in Kippenheim in der Ortenau waren sie und ihre Eltern drei Jahre lang dort Gefangene.

Ihr Buch „Ich bin ein Stern“ liegt seit mehr als 20 Jahren und in vielen Sprachen vor und wendet sich vor allem auch an Kinder. Sie kommt immer wieder in ihre frühere Heimat in Südbaden, um als Zeitzeugin mit Kindern und Erwachsenen zu sprechen. Anlässlich der Aufführungen der Kinderoper BRUNIDIBÁR in Breisach ist Inge Auerbacher zu Gast und erzählt ihre Lebensgeschichte.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

 


 

 

 

Freitag, 8. Juli 2011, 19 Uhr und Sonntag, 10. Juli 2011, 18 Uhr:

 

.....

 

Kinderoper Brundibar - Kinderoper in zwei Akten von Hans Krása - Stadthalle Breisach

Kinder- und Jugendchor St. Stephan und Chor der Hugo-Höfler Realschule Breisach
Musikalische Leitung: Nicola Heckner
Regie: Steffie Bürger

Eintritt 5 bzw. 8 Euro

Kartenvorverkauf bei Breisach-Touristik
Marktplatz 16
Tel. 07667 - 940 155

 


Szene aus der Aufführung mit Leierkastenmann Brundibár in der Mitte - Foto: Kai Kricheldorff

 

Siehe Berichte in der Badischen Zeitung vom

 


 

 

Montag, 16. Mai 2011, 19:30 Uhr: Alexandra Senfft: Fremder Feind, so nah. Frieden in Nahost – mehr als eine Utopie? Begegnungen mit Palestinensern und Israelis
Lesung und Diskussion im Blauen Haus. Moderation: Dr. Helmut Wetzel, Müllheim

„Frieden zwischen Palästinensern und Israelis ist keine Utopie“, sagt die Nahostexpertin Alexandra Senfft und belegt mit zahlreichen Beispielen, dass Verständigung möglich ist. Auf ihrer sehr persönlichen Reise durch Israel und die palästinensischen Gebiete hat sie Menschen getroffen, die über innere und äußere Grenzen hinweg, einen konstruktiven und gleichberechtigten Dialog führen.

Alexandra Senfft benennt auch ihren Standort als Autorin, deren Großvater Hanns Ludin aus Freiburg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Hitlers Gesandter in der Slowakei war und dort 1047 als Kriegsverbrecher hingerichtet wurde.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

 


 

 

Frühjahr 2011:

 

 

 

Donnerstag, 17. Februar 2011, 19:30 Uhr: Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok

Der hessische Staatsanwalt Fritz Bauer, der Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse war, steht im Zentrum von Ilona Zioks spannendem Dokumentarfilm. Der Film wirft auch die Frage nach dem angeblichen Freitod Bauers neu auf.

Ilona Zioks Dokumentarfilm beginnt in einer gemütlichen Talkshowkulisse. Als sich diese Sendeform im deutschen Nachkriegsfernsehen etablierte, gab es lange Zeit dafür nur ein Ambiente: den gemütlichen Stammtisch. Was weniger alltäglich gewesen sein dürfte: Man redet an diesem Abend des Jahres 1964 über Auschwitz. Im satten Schwarzweiß sind die Röhrenkameras auf einen freundlichen älteren Herrn gerichtet, der sich von der leutseligen Bier- und Apfelweinatmosphäre gänzlich unbeeindruckt zeigt.

Es ist Fritz Bauer, der profilierteste Staatsanwalt seiner Zeit und Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse. Sein zerklüftetes Gesicht hinter der massiven Hornbrille lässt ihn älter erscheinen als seine einundsechzig Jahre. Dennoch wirkt er jung in seiner Diktion und positiven Energie. Klar und mit druckreifer Präzision beantwortet er Fragen von Studenten: „Wir haben ja einiges getan, als wir die Bundesrepublik schufen. Im Grundgesetz haben wir eine Demokratie (…). Aber was Sie brauchen, sind die richtigen Menschen, die diese Dinge leben.“

Diese Menschen sah Fritz Bauer im Nachkriegsdeutschland zunächst kaum in der Mehrheit, also beschloss er etwas dagegen zu tun. Das Ziel dieses Juristen, so jedenfalls porträtiert ihn der Film „Fritz Bauer – Tod auf Raten“, erschöpfte sich nicht mit der Verfolgung von Straftaten. Er verfolgte die Verdrängung.

Aus: Frankfurter Rundschau, Online-Ausgabe vom 22.11.2010

Näheres unter www.fritz-bauer-film.de

Der Film wird vom SPD-Ortsverein in den Engel-Lichtspielen, Breisach gezeigt

 

 


 

Sonntag, 16.1.2011: Murat Coskun (Freiburg) - "Rhythmystic Silence"

 

Murat Coskun schöpft aus seiner eigenen Tradition, der türkisch-orientalischen Musik und nutzt gleichzeitig seine Erfahrungen mit Elementen aus der modernen Musik des Okzidents. Was dabei heraus kommt, ist eine Musik, die gerade diese Begriffe wie „Tradition“ oder „Moderne“ hinter sich lässt, über Definitionen wie „Okzident“ und „Orient“ schmunzelt und ihnen ein trommelndes Augenzwinkern entgegnet.

 

Murat Coskuns Soloprogramm ist eine ganz eigenwillige Liebeserklärung an die Rahmentrommeln. Dabei geht er den spielerischen Ausdrucksmöglichkeiten, der Ästhetik und den Wohl-Klängen seiner verschiedenartigen Perkussions-Instrumente nach und lässt sich von ihnen inspirieren. Auch durch den Einsatz der Stimme entsteht eine innige Zwiesprache mit seinen Instrumenten seine Ideen fließen durch die Trommeln hindurch - das alles mit einer Leichtigkeit und frischen Freude an akustischer und „handgemachter“ Musik.

Die Zuhörer werden in fremde Welten, in andere Zeiten entführt, doch Murat Coskun erschafft stets Klangbilder, die im Hier und Jetzt erlebbar sind, die man hören und vor dem inneren Auge sehen kann. Die Musik bekommt eine ganz besondere Identität, die dem Musiker zu Eigen wird. Seine Musik zeigt die Verbundenheit des Menschen mit dem Rhythmus, aber auch seine stetige Suche nach neuen Ausdrucksweisen in Klang und Bewegung. Sie ist zugleich inspirierend, wohlklingend, spannungsgeladen, improvisiert, auskomponiert, anspruchsvoll und äußerst unterhaltsam.

 

 

Datum: 16. Januar 2011
Ort: Blaues Haus, Breisach, Rheintorstr. 3
Zeit: 18 Uhr

 


 

Zur vorhergehenden Seite Zum Beginn der Seite Nächste Seite