Veranstaltungen

Frühere Veranstaltungen

 

 

 

2013: Jahr der Erinnerung, der Partnerschaft, der Zukunftsgestaltung

 

 

Woche der Begegnung 23. Juni bis 26. Juni 2013 in Breisach

 

Samstag, 22. Juni: Anreise - ca. 18 Uhr: Begrüßung im Blauen Haus, Abendessen

Sonntag, 23. Juni

  • Vormittags: Begrüßung auf dem Marktplatz während des Patroziniums
  • 16 Uhr: Enthüllung der Skulptur “Knoten” von Heike Endemann
    Jonathan Hollander und Battery Dance Company, New York Tanzen im und um das Blaue Haus - Musik: Thomas Wenk Improvisation - Prepared Piano
  • 19 Uhr: Past - Present - Future: Battery Dance Company in der Breisgauhalle

Montag, 24. Juni:

  • 10 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr: Storytelling - Gesprächsrunde im Blauen Haus
    Wer sind wir, woher kommen wir und was bedeutet uns das Blaue Haus?

Dienstag, 25. Juni:

  • Exkursion zum CERD Europäisches Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers im ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler – Struthof/ Elsass über Mackenheim “Judengarten” (ältester Friedhof der Juden von Breisach) und Rosheim
  • Alternative: Exkursion nach Séléstat/Schlettstadt und Rosheim

Mittwoch, 26. Juni:

  • 9 - 12 Uhr: Begegnung mit Schülern und Schülerinnen des Martin-Schongauer-Gymnasiums und der Hugo-Höfler-Realschule
  • Nachmittag: Buchvorstellung des Hartung Gorre Verlages mit dem Autor Gabriel Groszman: Semi Uffenheimer. Jüdische Familiengeschichten aus Breisach, Bühl, Lörrach und Graben in Baden und in Argentinien
  • Kaffee im Garten des Blauen Hauses, Abend: Abschiedsessen / Fare-well-dinner

 

 


 

 

 

Der Vortrag wird auf einen späteren Termin verschoben “Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma und der Antiziganismus heute“.
Vortrag von Dr. Silvio Peritore (der endgültige Termin wird sobald als möglich bekanntgegeben)

Silvio Peritore, geboren 1961 in Karlsruhe. Studium der Politik, Geschichte, Wirtschaftswissenschaften und des Internationalen Managements (MBA). Promotion zum Dr. Phil. zum Thema “Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma in der deutschen Erinnerungsarbeit“. Vorstandsmitglied und Leiter des Bereichs Dokumentation im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Mitglied in diversen politischen und wissenschaftlichen Gremien von Stiftungen und Gedenkstätten. Verfasser mehrerer Beiträge zum Genozid an den Sinti und Roma, zur Erinnerungspolitik, zur Gedenkstätten- und Ausstellungspädagogik, zum Antiziganismus und zur Minderheitenpolitik.

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg

 

 


 

 

2013: Jahr des Erinnerns, der Partnerschaft, der Zukunftgestaltung

 

"Im Jahr 2013 begehen gleich drei Breisacher Vereine ein besonderes Jubiläum: Der Verein “Für die Zukunft lernen - Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau e.V.” kann auf 20 Jahre seines Bestehens zurückblicken, der “Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.” feiert 10 Jahre Abschluss der Restaurierung des “Blauen Hauses” und der “Freundeskreis Oswiecim e.V.” wird 5 Jahre alt..." [Oliver Rein, Bürgermeister von Breisach]

Das ganze Jahr über finden an verschiedenen Orten Veranstaltungen statt, die unter dem gewählten Motto stehen. Die Vereine haben zusammen mit der Stadt ein Faltblatt herausgegeben, auf dem die wichtigsten Termine verzeichnet sind. (Vorderseite des Faltblattes / (Rückseite des Faltblattes)

Am 24. Januar erschien dazu in der Badischen Zeitung ein Beitrag von Wolfram Wette
und am 28., bzw. 29. Januar ein Bericht in der Online, bzw. gedruckten Ausgabe der BZ

 

Die Eröffnungsveranstaltung dieses Jubiläumsjahres findet am

Sonntag, den 27.01.2013 in der Aula der Hugo-Höfler-Realschule Breisach statt
Beginn 11.30 Uhr

 

Programm:

 

Musikalischer Beitrag

  • Begrüßung Dr. Christoph Wolk, Rektor der Hugo-Höfler-Realschule Breisach

  • Begrüßung Oliver Rein, Bürgermeister Europastadt Breisach am Rhein

  • Vortrag: Erinnern für die Zukunft
    Prof. Dr. Wolfram Wette, Historisches Seminar der Universität Freiburg

 

Musikalischer Beitrag

  • Co nas laczy - Was uns verbindet: Schüler berichten über den Schüleraustausch der Hugo-Höfler-Realschule mit Oswiecim

  • Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - Das ehemalige jüdische Gemeindehaus wird zum Blauen Haus. Eine Filmcollage mit Charlotte Büchner

  • Judentum und Blaues Haus im Bewusstsein der Breisacher Bevölkerung - Ergebnisse einer Umfrage. Schüler der Hugo-Höfler-Realschule

  • Was bedeutet uns der 27. Januar? Schüler des Martin-Schongauer-Gymnasiums

 

Musikalischer Beitrag

 

Schülerinnen und Schüler der Hugo-Höfler-Realschule bieten im Anschluß an die Veranstaltung polnische Spezialitäten an.

 

Musikalische Beiträge:

Münsterchor Breisach unter der Leitung von Frau Nicola Heckner
Felicitas-Niegisch-Ensemble.

 

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Anfahrt zur Hugo-Höfler-Realschule, Zum Kaiserstuhl 1, Breisach:

Von Ihringen:

  • von Ihringen kommend am Winkler Berg nach rechts auf die K4928 Richtung Achkarren
  • nach 300 Metern nach links abbiegen, am Badischen Winzerkeller vorbei und geradeaus über die Umgehungsstraße
  • sofort nach der Umgehungsstraße liegt rechts die Hugo-Höfler-Realschule mit einer Einfahrt auf den Parkplatz

Von der Autobahn, bzw. von Frankreich:

  • bei der Einfahrt Süd (Nähe Rheinbrücke) zunächst Richtung Stadtmitte
  • nach 100 Metern (beim 2. Kreisverkehr) scharf rechts in die Bahnhofstraße einbiegen
  • ca. 500 Metern geradeaus bis zum Badenova-Gebäude
  • unmittelbar vor der Badenova nach links in die Kandelstraße einbiegen dann und bis zum Kreisverkehr (rechts ist Lidl)
  • im Kreisel nach rechts fahren und dann gleich nach links auf den Parkplatz der Hugo-Höfler-Realschule

     

     

 

Herbst 2012:

 

 

JOSEL VON ROSHEIM FEHLT ... - 6. November bis 9. Dezember 2012
Museum für Stadtgeschichte im Rheintor
und Blaues Haus in Breisach a.Rh.

Programm

  • Dienstag, 6.11.2012, 19 Uhr: Austellungseröffnung und Vorträge
    Museum für Stadtgeschichte

    Prof. Freddy Raphael, Strasbourg
    Die Bedeutung von Josel von Rosheim in seiner Zeit und für uns heute

    Monique Epstein, Brüssel
    Josel von Rosheim - Grenzgänger zwischen Rationalität und Mystik

  • Sonntag, 11.11.2012, 14-18 Uhr: "Die unschuldigen Kindlein von Endingen"
    Der Kult mit einer Ritualmordlegende 1470-1967
    Über die Wurzeln unseres einheimischen Antisemitismus
    Seminar und Exkursion mit dem Autor Walter Mossmann
    Walter Mossmann hat 1991 in der Badischen Zeitung einen Essay veröffentlicht ("Ein Pfahl im Löss"), in dem u.a. auch der Endinger Kult behandelt wird. Für Teilnehmer am Seminar steht dieser Text auch im Voraus zur Verfügung, abzuholen im Museum für Stadtgeschichte und im Blauen Haus.

    14 Uhr Seminar im Blauen Haus, Rheintorstr. 3 (ehemals Judengasse) - [hier der Text des Seminarvortrags]
    16 Uhr Führung in Endingen am Kaiserstuhl, Treffpunkt Hauserplatz
    17 Uhr Führung in St. Peter in Endingen mit Pfarrer E. Baumgartner

  • Sonntag, 9.12.2012, 11:30 Uhr: Josels Biographin
    Die deutsch-jüdische Historikerin Selma Stern aus Kippenheim (1890-1981)
    Dr. Marina Sassenburg, Duisburg
    Blaues Haus

 

 


 

 

Sonntag, 18. November 2012, 10 Uhr: Treffen der Akteure des Sommerlagers

Präsentation der Aktionen:

  • Restaurierung von Denkmälern
  • Inventory des Friedhofs
  • Mapping ...
mit: J-Cl. Rousselle (Steinmetz), Prof. Gil Hüttenmeister (Prof. emer. für hebräische Literatur), Marc Svec (Kartenzeichner)

Um Mittag, verre de l'amité à l'ancienne synagogue

Wir freuen uns über die Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFREC) unter dem Motto "Der Oberrhein wächst zusammen mit jedem Projekt" (Interreg IV-A Oberrhein) und danken dem Landratsamt Freiburg für die Unterstützung.

 

 

 

 

Sommer 2012:

 

 

 

Mittwoch, 20.06.2012: “Auf der Suche nach Spuren jüdischen Schicksals“ - Filmabend und Diskussion

zwei Filme von Bodo Kaiser

 


Kurt Judas aus Ihringen 1945 in Lyon

 

Nach der schweren Verwüstung des Jüdischen Friedhofs von Ihringen durch vier junge rechtsradikale Kaiserstühler im August 2007 gab die Gemeinde Ihringen das Projekt “Spurensuche“ in Auftrag. Jugendliche aus dem Dorf im Alter zwischen 16 und 18 Jahren machen sich auf den Weg, mit Unterstützung des Freiburger Filmemachers Bodo Kaiser die Geschichte der Ihringer Juden zu erforschen.

Der Filmemacher begleitete die Arbeit der Jugendlichen und zeigt, wie sie sich auf Interviews mit Zeitzeugen aus ihrer Gemeinde und die Begegnung mit Holocaust-Überlebenden, die aus Ihringen stammen, vorbereiten und wie sie sich mit der Geschichte der Juden ihrer Gemeinde auseinandersetzen.

19.00 Uhr: Teil 1 Ihringer Bürger kommen zu Wort (Laufzeit 60 Min.)
20.30 Uhr: Teil 2 Interviews mit jüdischen Gästen (Laufzeit 74 Min)

 

Ort: Blaues Haus (ehemaliges jüdisches Gemeindehaus), Rheintorstraße 3 (Breisach)
Zeit: 19 Uhr

 

 


 

 

Dienstag, 15.05.2012: "Reemtsma auf der Krim - (Krieg, Zigaretten und die Zwangsarbeit Nichtdeportierter)

mit Karl Heinz Roth, Historiker und Autor
Gernot Erler, Osteuropahistoriker und MdB
Walter Moßmann, Autor
Moderation: Christiane Walesch-Schneller

Die Eroberung der Krim durch Hitlers Soldaten im November 1941 eröffnete Möglichkeiten. Der Hamburger Reemtsma-Konzern nutzte sie gewinnbringend. Unter dem Schutz der Wehrmacht wurden die Tabakfelder okkupiert und die überwiegend tatarischen Tabakbauern zur Zwangsarbeit herangezogen. (Unter dem Vorwand der Kollaboration wird Stalin die Krimtataren später rücksichtslos bestrafen). Aber als nicht deportierte Zwangsarbeiter gingen die Betroffenen leer aus bei den deutschen Entschädigungsprogrammen: eine der „vergessenen Opfergruppen“.

 

Ort: Blaues Haus (ehemaliges jüdisches Gemeindehaus), Rheintorstraße 3 (Breisach)
Zeit: 20 Uhr

 

 


 

 

Freitag, 27.04.2012: Sarahs Schlüssel
und

Mittwoch, 02.05.2012

Inhalt

Paris im Juli 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird mit ihren Eltern mitten in der Nacht von der französischen Polizei aus ihrer Wohnung geholt. Verzweifelt schließt sie ihren kleinen Bruder in ihrem Geheimversteck hinter der Tapetentür im Schlafzimmer ein und verspricht, ganz schnell wieder bei ihm zu sein. Den Schlüssel nimmt sie mit, nicht ahnend, welche Katastrophe ihrer Familie und fast 20.000 weiteren verschleppten Pariser Juden bevorsteht.

Siebenundsechzig Jahre später verwebt sich Sarahs Geschichte mit der von Julia Jarmond (Kristin Scott Thomas), einer amerikanischen Journalistin, die für einen Artikel die damalige Razzia und ihre furchtbaren Folgen recherchiert. Bei dieser Arbeit stößt sie auf das Schicksal einer jüdischen Familie, die aus der Wohnung vertrieben wurde, die seit Jahrzehnten der Familie ihres zukünftigen Mannes gehört und in die sie nach ihrer Hochzeit einziehen wollte.

Je mehr Wahrheit Julia ans Licht befördert, um so mehr erfährt sie über Bertrands Familie, über Frankreich und schließlich über sich selbst.

“Leidenschaftlich, bewegend und voller Wahrheit“ nannte Le Figaro Gilles Paquet-Brenners Film nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Tatiana de Rosnay. Mit „Sarahs Schlüssel“ ist dem Regisseur ein intensiver und sehenswerter Film gelungen, der die Schicksale der Charaktere äußerst feinfühlig erzählt. In der Hauptrolle begeistert Kristin Scott Thomas („Der englische Patient“) in einer ihrer besten Rollen.

 

Ort: Engel Lichtspiele, Rheinstraße (Breisach)
Zeit: 20:15 Uhr

 

 

 

 

Frühjahr 2012:

 

 

 

Freitag, 30.03.2012: Return of the Tüdelband - Gebrüder Wolf Story

Ort: Engel Lichtspiele, Rheinstraße (Breisach)
Zeit: 20 Uhr

Ein Film von Jens Huckeriede, anschließend Diskussion mit Jens Huckeriede.

Der musikalische Dokumentarfilm handelt von der Lebensgeschichte der einstmals international berühmten Volksmusiker, den „Gebrüdern Wolf“. Neben einem historischen Rückblick zeigt der Film die ungewöhnliche Geschichte der Hamburger „HYMNE“ „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“ das 1911 von Ludwig Wolf geschrieben wurde und noch heute gegenwärtig ist. Der Film spannt einen musikalischen Bogen, der 1895 bei den Wolfs beginnt und beim Hip-Hop unserer Zeit endet.

18 Uhr Blaues Haus: Jens Huckeriede, Hamburg, stellt sich und seine Arbeit vor

 

 


 

 

Sonntag, 11.03.2012: TSCHERNOBYL25 – das dorf, das shtetl und atomograd

Walter Moßmann führt in die Entstehungsgeschichte des Projektes über Tschernobyl25 und der Ausstellung „Tschernobyl – Expeditionen in ein verlorenes Land“ ein.

Ort: Augustinermuseum in Freiburg
Zeit: 13 Uhr

 

 


 

 

Sonntag, 18.03.2012: Ausstellungseröffnung "TSCHERNOBYL25 – das dorf, das shtetl und atomograd" ; Teil: "Die Straße der Enthusiasten"

Ort: Blaues Haus, Breisach
Zeit: 18 Uhr

Mit dem Namen Tschernobyl verbinden wir trostlose Bilder: Den sogenannten Sarkophag, unter dem die immer noch strahlenden Trümmer eines Atomkraftwerks notdürftig weggeschlossen wurden, und die verstrahlte Sperrzone um das AKW herum mit menschenleeren Dörfern und Städten. Das Projekt Tschernobyl25 – expeditionen wollte zum 25sten Jahrestag der Katastrophe in einer Ausstellung zeigen, was an diesem heute trostlosen Ort vor dem 26. April 1986 einmal existiert hat, welche Lebenswelt: die uralte, geschichtsträchtige Dorfkultur der Polissja, das jüdische Shtetl Tschernobyl und die geschichtslose sowjetische Atomstadt Prypjat.

Aus diesem Projekt sind dann letztendlich zwei getrennte Ausstellungen hervorgegangen: Die Wanderausstellung «Die Straße der Enthusiasten» über Prypjat im Freiburger Morat-Institut (18.9.2011 – 29.10.2011, zuvor seit April 2011 in Berlin, Kiew, Warschau, Brüssel und Gartow) und «TSCHERNOBYL. Expeditionen in ein verlorenes Land» über die Dorfkultur der Polissja und das Shtetl Tschernobyl im Freiburger Augustinermuseum (17.12.2011 – 18.3.2012).

Das Augustinermuseum zeigt seine Ausstellung bis zum 18.März, und exakt zu diesem Termin eröffnet das Blaue Haus in Breisach noch einmal «Die Straße der Enthusiasten». Das Publikum in unserer Region hat also in diesen Wochen Gelegenheit, alle drei Elemente des Projektes anzuschauen: das ukrainische Dorf und das jüdische Shtetl in Freiburg und die sowjetische Atomstadt («atomograd») in Breisach.

Die beiden Kuratoren, Eva Morat und Walter Mossmann, werden in die Ausstellung einführen.

Öffnungszeiten: Mittwochs 14 bis 17 Uhr
und nach Vereinbarung info@juedisches-leben-in-breisach.de
Voraussichtliches Ausstellungsende 30. April 2012


Die Liedermacher Walter Moßmann (rechts) und Roland „Buki“ Burkhart
kamen zur Ausstellungseröffnung isn Blaue Haus. Foto: Kai Kricheldorff (BZ)

sieh auch Bericht in der Badischen Zeitung vom 29. März 2012

 

 


 

 

Herbst 2011:

 

 

 

Sonntag, 23.10.2011: 71. Jahrestag der Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden nach Gurs
  • 11.30 Uhr: Gedenken am Mahnmal für die Deportierten an der Münsterbergstraße
  • 12.00 Uhr: Vortrag von Wilhelm Weinbrenner, Obergünzburg, im Blauen Haus, Rheintorstr. 3 (ehem. Judengasse), Breisach: „Erfahrungsaustausch zur Erinnerungskultur und der Rekonstruktion lokaler Geschichte“. Einführung durch Dr. Bernard Reuter, Basel

    Anhand von konkreten Beispielen „lebendiger“ Rekonstruktion lokaler Zeitgeschichte von 1933 bis 1945 berichtet Wilhelm Weinbrenner über die Erinnerungsarbeit in der kleinen Marktgemeinde Obergünzburg. Dabei kommen auch Aspekte von Freude und Motivation zur Sprache.

 

 


 

 

Donnerstag, 10.11.2011: Jahrestag des Novemberpogroms 1938
  • 19:30 Uhr: Gedenken am Synagogenplatz
  • 20:00 Uhr: Konzert im Blauen Haus, Rheintorstr. 3, Breisach
    Musik der Synagoge, Psalmen und Jerusalem - Dorothea Rieger, Sopran und Bogdan Fedchyshyn, Akkordeon

    Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

 


 

 

Dienstag, 22.11.2011, 19.30 Uhr: Jahresmitgliederversammlung, Diskussion und Abstimmung zur Errichtung einer Stiftung Blaues Haus

 

 


 

 

Sonntag, 11.12.2011, 14.00 Uhr: Lena Gorelik - Europäische Ost-West-Passage. Jüdisch, russisch, deutsch – und auch noch Schriftstellerin!
Vortrag von Dr. Ursula Hellerich, Freiburg

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

 


 

 

Sonntag, 04.09.2011: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2011
Sonntag, 11.09.2011: Tag des Offenen Denkmals 2011

Außerdem an den Sonntagen, 18. und 25. September von 15 bis 18 Uhr,
sowie Mittwoch, 14., 21. und 28. September von 15 bis 18 Uhr.

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Ausstellung und Filme: Was blieb - Zeignisse jüdischen Lebens in Breisach

 

Filmvorführungen:
  • 15 Uhr: Judengasse – Der Faden ist gerissen
    von Bodo Kaiser 2001
    40 min.
  • 16 Uhr: Das Elternhaus – Ralph Eisemann und das
    ehemalige jüdische Gemeindehaus Breisach
    von Bodo Kaiser 2004 – 35 min.
  • 17 Uhr: Tanzspuren am Blauen Haus von Bodo Kaiser 206

 

 

 

Sommer 2011:

 

 

 

Donnerstag, 28.7.2011: Merasim Percussion Trio Percussion-Musik aus Persien und der Türkei

 

  • Mohsen Taherzadeh daf, tambur (persische Laute), Gesang
  • Maryam Hatef daf, Gesang
  • Murat Coskun Rahmentrommeln, Hang, Percussion, Gesang

 

Merasim (dt. Feier, Zeremonie, Ritus) ist das neue Percussion-Projekt des Perkussionisten Murat Coskun gemeinsam mit dem virtuosen Meister-Trommler aus Isfahan Mohsen Taherzadeh und Maryam Hatef. Die drei MusikerInnen, die sich im Rahmen des Tamburi Mundi Festivals in der Türkei kennen gelernt haben, laden die Zuschauer ein zu Ihrer eigenen musikalischen „Feier“. Meisterhaft, voller Energie und mit Witz schaffen sie es, ihren Instrumenten und ihrer Musik eine lebendige Seele zu geben. Dabei bewegen sie sich nicht nur in ihren türkischen oder persischen Musiktraditionen. Ihre Musik lässt eine feinsinnig-spirituelle Tiefe entstehen, die fernab von „einer sich zu ernst nehmenden Spiritualität“ steht und stets zwischen purer Lebensenergie und konzentrierter Ernsthaftigkeit mit Humor und Ironie hin und her schwingt.

Ort: Ehemalige Spitalkirche am Marktplatz in Breisach !! (wegen schlechten Wetters)
Zeit: 19: 30 Uhr

 

Eintritt: 15.- Euro
Studenten 10.- Euro
Kinder bis 8 Jahre: frei

(Vorverkauf bei der Breisach Touristik, Tel. 07667-94 01 55)

 

 


 

Samstag, 2. Juli 2011, 10 Uhr

Helga Weissová: Zeichne was Du siehst - Ausstellungseröffnung im Münster um 10 Uhr. Täglich bis Ende Juli geöffnet von 9 - 18 Uhr außer während Gottesdiensten

 

 

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen von Helga Weissová, die sie während ihrer Gefangenschaft in Theresienstadt angefertigt hat. Die Bilder werden bis Ende Juli im Münster zu sehen sein.

Anschließend wird in der Nähe des Radbrunnens eine Tafel eingeweiht, die an die Jüdische Gemeinde erinnert, die hier im 14. Jahrhundert lebte

 

 


 

 

Montag, 4. Juli 2011, 19:30 Uhr

Inge Auerbacher, New York: Mein Leben vor, in und nach Theresienstadt

 

 

Inge Auerbacher war 10 Jahre alt als sie 1945 von den Soldaten der Roten Armee im Konzentrationslager Theresienstadt befreit wurde. Geboren in Kippenheim in der Ortenau waren sie und ihre Eltern drei Jahre lang dort Gefangene.

Ihr Buch „Ich bin ein Stern“ liegt seit mehr als 20 Jahren und in vielen Sprachen vor und wendet sich vor allem auch an Kinder. Sie kommt immer wieder in ihre frühere Heimat in Südbaden, um als Zeitzeugin mit Kindern und Erwachsenen zu sprechen. Anlässlich der Aufführungen der Kinderoper BRUNIDIBÁR in Breisach ist Inge Auerbacher zu Gast und erzählt ihre Lebensgeschichte.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

 


 

 

 

Freitag, 8. Juli 2011, 19 Uhr und Sonntag, 10. Juli 2011, 18 Uhr:

 

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Kinderoper Brundibar - Kinderoper in zwei Akten von Hans Krása - Stadthalle Breisach

Kinder- und Jugendchor St. Stephan und Chor der Hugo-Höfler Realschule Breisach
Musikalische Leitung: Nicola Heckner
Regie: Steffie Bürger

Eintritt 5 bzw. 8 Euro

Kartenvorverkauf bei Breisach-Touristik
Marktplatz 16
Tel. 07667 - 940 155

 


Szene aus der Aufführung mit Leierkastenmann Brundibár in der Mitte - Foto: Kai Kricheldorff

 

Siehe Berichte in der Badischen Zeitung vom

 


 

 

Montag, 16. Mai 2011, 19:30 Uhr: Alexandra Senfft: Fremder Feind, so nah. Frieden in Nahost – mehr als eine Utopie? Begegnungen mit Palestinensern und Israelis
Lesung und Diskussion im Blauen Haus. Moderation: Dr. Helmut Wetzel, Müllheim

„Frieden zwischen Palästinensern und Israelis ist keine Utopie“, sagt die Nahostexpertin Alexandra Senfft und belegt mit zahlreichen Beispielen, dass Verständigung möglich ist. Auf ihrer sehr persönlichen Reise durch Israel und die palästinensischen Gebiete hat sie Menschen getroffen, die über innere und äußere Grenzen hinweg, einen konstruktiven und gleichberechtigten Dialog führen.

Alexandra Senfft benennt auch ihren Standort als Autorin, deren Großvater Hanns Ludin aus Freiburg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Hitlers Gesandter in der Slowakei war und dort 1047 als Kriegsverbrecher hingerichtet wurde.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

 


 

 

Frühjahr 2011:

 

 

 

Donnerstag, 17. Februar 2011, 19:30 Uhr: Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok

Der hessische Staatsanwalt Fritz Bauer, der Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse war, steht im Zentrum von Ilona Zioks spannendem Dokumentarfilm. Der Film wirft auch die Frage nach dem angeblichen Freitod Bauers neu auf.

Ilona Zioks Dokumentarfilm beginnt in einer gemütlichen Talkshowkulisse. Als sich diese Sendeform im deutschen Nachkriegsfernsehen etablierte, gab es lange Zeit dafür nur ein Ambiente: den gemütlichen Stammtisch. Was weniger alltäglich gewesen sein dürfte: Man redet an diesem Abend des Jahres 1964 über Auschwitz. Im satten Schwarzweiß sind die Röhrenkameras auf einen freundlichen älteren Herrn gerichtet, der sich von der leutseligen Bier- und Apfelweinatmosphäre gänzlich unbeeindruckt zeigt.

Es ist Fritz Bauer, der profilierteste Staatsanwalt seiner Zeit und Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse. Sein zerklüftetes Gesicht hinter der massiven Hornbrille lässt ihn älter erscheinen als seine einundsechzig Jahre. Dennoch wirkt er jung in seiner Diktion und positiven Energie. Klar und mit druckreifer Präzision beantwortet er Fragen von Studenten: „Wir haben ja einiges getan, als wir die Bundesrepublik schufen. Im Grundgesetz haben wir eine Demokratie (…). Aber was Sie brauchen, sind die richtigen Menschen, die diese Dinge leben.“

Diese Menschen sah Fritz Bauer im Nachkriegsdeutschland zunächst kaum in der Mehrheit, also beschloss er etwas dagegen zu tun. Das Ziel dieses Juristen, so jedenfalls porträtiert ihn der Film „Fritz Bauer – Tod auf Raten“, erschöpfte sich nicht mit der Verfolgung von Straftaten. Er verfolgte die Verdrängung.

Aus: Frankfurter Rundschau, Online-Ausgabe vom 22.11.2010

Näheres unter www.fritz-bauer-film.de

Der Film wird vom SPD-Ortsverein in den Engel-Lichtspielen, Breisach gezeigt

 

 


 

Sonntag, 16.1.2011: Murat Coskun (Freiburg) - "Rhythmystic Silence"

 

Murat Coskun schöpft aus seiner eigenen Tradition, der türkisch-orientalischen Musik und nutzt gleichzeitig seine Erfahrungen mit Elementen aus der modernen Musik des Okzidents. Was dabei heraus kommt, ist eine Musik, die gerade diese Begriffe wie „Tradition“ oder „Moderne“ hinter sich lässt, über Definitionen wie „Okzident“ und „Orient“ schmunzelt und ihnen ein trommelndes Augenzwinkern entgegnet.

 

Murat Coskuns Soloprogramm ist eine ganz eigenwillige Liebeserklärung an die Rahmentrommeln. Dabei geht er den spielerischen Ausdrucksmöglichkeiten, der Ästhetik und den Wohl-Klängen seiner verschiedenartigen Perkussions-Instrumente nach und lässt sich von ihnen inspirieren. Auch durch den Einsatz der Stimme entsteht eine innige Zwiesprache mit seinen Instrumenten seine Ideen fließen durch die Trommeln hindurch - das alles mit einer Leichtigkeit und frischen Freude an akustischer und „handgemachter“ Musik.

Die Zuhörer werden in fremde Welten, in andere Zeiten entführt, doch Murat Coskun erschafft stets Klangbilder, die im Hier und Jetzt erlebbar sind, die man hören und vor dem inneren Auge sehen kann. Die Musik bekommt eine ganz besondere Identität, die dem Musiker zu Eigen wird. Seine Musik zeigt die Verbundenheit des Menschen mit dem Rhythmus, aber auch seine stetige Suche nach neuen Ausdrucksweisen in Klang und Bewegung. Sie ist zugleich inspirierend, wohlklingend, spannungsgeladen, improvisiert, auskomponiert, anspruchsvoll und äußerst unterhaltsam.

 

 

Datum: 16. Januar 2011
Ort: Blaues Haus, Breisach, Rheintorstr. 3
Zeit: 18 Uhr

 


 

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