Veranstaltungen der letzen Jahre

Veranstaltungen 2011

 

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2010

 

 

Krankenmord im Nationalsozialismus - Grafeneck 1940

 

Am 18. Januar 1940 kam der erste der grauen Busse von der Heilanstalt München-Haar nach Grafeneck bei Münsingen. Die 25 Männer, die zu dieser Reise gezwungen wurden, wurden noch am selben Tag in der Gaskammer auf dem Gelände des Schlosses Grafeneck ermordet. Ein eigens dort eingerichtetes Standesamt stellte Sterbeurkunden mit falschen Diagnosen und falschem Datum des Todes aus. Die Angehörigen wurden nach dem Tod des Patienten benachrichtigt; ihnen wurde vorgespielt, dass der Verwandte an einer Krankheit gestorben sei. Allein in Grafeneck wurden im Jahr 1940 mehr als 10 000 Menschen ermordet, die meisten stammten aus dem heutigen Baden-Württemberg.

Die Ermordung von Menschen, die in sich Heil- und Pflegeanstalten befanden, wurde von den Nationalsozialisten ab 1933 heimlich vorbereitet und mit Kriegsbeginn zunächst im besetzten Polen umgesetzt. Die Täter bezeichneten die Fortsetzung der Mordwelle in Reichsdeutschland, die zuerst Kinder traf, als „Aktion T 4“, benannt nach dem Sitz der zentralen Planungsbehörde in der Tiergartenstraße 4 in Berlin. Zwei Vordenker dieser Vernichtungsstrategien waren die Freiburger Professoren Hoche und Binding, die den Begriff des „Lebensunwerten Lebens“ entwickelten, dessen sich die Nationalsozialisten zur Legitimierung ihrer Tötungspläne bedienten. Die Täter von Grafeneck, der ersten von sechs Tötungsanstalten in Deutschland, ließen sich später in den Vernichtungslagern im besetzten Polen bei der systematischen Ermordung der Juden einsetzen.

Bis heute wissen wir von fünf Breisacher Bürgern, deren Leben in den Jahren 1940 und 1941 gewaltsam im Rahmen der „Aktion T 4“ beendet wurde, drei von ihnen wurden in Grafeneck getötet. Das Stadtmuseum und der Förderverein möchten mit einer kleinen Ausstellung an diese Menschen erinnern.

 

27. Januar 2010, 19 Uhr: „Die Fahrt ins Graue(n)“- Die Euthanasiemorde in unserer Region
Ausstellungseröffnung und Vortrag von Dr. Gabriel Richter, Emmendingen

Ort: Stadtmuseum Breisach

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 28. Januar 2010

 


 

09. Februar 2010, 19 Uhr: Die Kreispflegeanstalt Freiburg 1877 – 1940
Vortrag von Dr. med. Gerlind Leininger, Breisach

Ort: Stadtmuseum Breisach

 


 

03. März 2010, 19 Uhr: NS- Euthanasieverbrechen in Südwestdeutschland
Vortrag von Dr. Thomas Stöckle, Grafeneck

Ort: Stadtmuseum Breisach

 


 

18. Mai 2010, 20 Uhr: Mitgliedertreffen

Ort: Blaues Haus, Rheintorstr. 3, Breisach

Wir möchten in das Blaue Haus einladen. Sie werden sich mit uns über den frühlingshaft erwachten Garten freuen, der den langen Winter gut überstanden hat und von Monika Schade gepflegt wird. Anlass für unsere Einladung ist der Wunsch, Sie über den Planungsstand und die Vorbereitungen für die Begegnungswoche vom 27. Juni bis zum 01. Juli zu informieren und um kräftige Unterstützung zu bitten. Wir möchten die Tradition der Begegnungen in den Jahren 2000 und 2003 aufnehmen und neue Akzente setzen. Es haben sich bis jetzt 26 Gäste aus verschiedenen Ländern angemeldet.

 


 

04./5. Juni 2010, jeweils ab 10 Uhr: Arbeits-, Reparatur- und Reinigungswochenende mit Ralf Hojenski

Damit unser Haus immer im Schuss bleibt und für uns und unsere Besucher eine Freude, brauchen wir Ihre tatkräftige Hilfe. Wie jedes Jahr haben wir deshalb ein Wochenende angesetzt, um gründlich zu putzen und alle notwendigen kleinen Reparaturen zu erledigen. Bitte kommen Sie und machen Sie mit! Besonders im vergangenen Jahr war eine große, kompetente und auch deshalb gut gelaunte Gruppe zusammen. Wir hoffen auf Ihre Hilfe für eine ähnlich positive Erfahrung! Bitte rufen Sie an oder schreiben Sie monika.thormaehlen@t-online.de oder info@juedisches-leben-in-breisach.de

 

 

 


 

 

Gemeinsame Erinnerung an 300 Jahre jüdisches Leben in Breisach: 1640 – 1940

Sonntag, 27. Juni 2010 bis Donnerstag, 1. Juli:

Unter der Schirmherrschaft des Regierungspräsidenten Freiburg Julian Würtenberger

 

 

Programm

(Stand 16. Juni 2010)

 

Samstag, 26. Juni: Ankunft

 

Sonntag, 27. Juni: „Pour crever“ „Um zu krepieren“ (Hannah Arendt)

  • 11:30 Uhr (Münsterberg am Radbrunnen):
    Begrüßung der Überlebenden und Nachkommen der Breisacher Juden
    durch Bürgermeister Oliver Rein
    und
    Gedenken an die Deportation der Breisacher Juden vor 70 Jahren

    TRIMPIN (Efringen-Kirchen/Seattle) stellt seine Installation
    „Pour Crever - ...um zu krepieren“ (Hannah Arendt) vor,
    einen Teil seines Gurs Zyklus.

  • 14:15 Uhr (Blaues Haus):
    Begrüßung und Vortrag im Blauen Haus, Rheintorstr. 3

    Eva Wiebel, Konstanz: Jüdische Familien in Breisach im späten 17ten und frühen 18. Jahrhundert
    Führung durch die ehemalige Judengasse, Synagogenplatz und zum alten jüdischen Friedhof

  • ca. 17 Uhr (Neuer jüdischer Friedhof):
    Gedenken auf dem neuen Jüdischen Friedhof Isenbergstraße
    Führung: Zur Rekonstruktion von fehlenden Namen auf Grabsteinen

  • ca. 19 Uhr (Radbrunnen):
    Für geladene Gäste Abendessen am Radbrunnen

    siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 28. Juni 2010
    siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 1. Juli 2010

 

Montag, 28. Juni:

  • 10 Uhr (Blaues Haus):
    Gegenseitiges Kennenlernen - Storytelling

  • ca. 11:30
    Dances for the Blue House and Dancing to Connect
    Artistic Director Jonathan Hollander, Battery Dance Company, New York,
    reflects on the role of remembrance, friendship, serendipity and
    community spirit in building an internationally acclaimed dance project

  • Mittagsimbiss im Kaiserstuhlsaal des "Kapuzinergartens" !

  • 14.30 Uhr (Blaues Haus):
    Eva Wiebel, Konstanz: Fragen und Diskussion des Vortrags

    Günter Boll: Bad Krozingen: Ein jüdischer Haushalt im Judenhof von Grussenheim 1779 von Salomon Picard

  • 17 Uhr: Begegnung mit Anna Nedlin, St. Petersburg – Frankfurt – Freiburg

  • 19 Uhr: Abendessen im "Kapuzinergarten"

 

Dienstag, 29. Juni:

  • ca. 10 – 13 Uhr (Blaues Haus) - (siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 16. Juli 2010):
    Schüler der Edith-Stein-Schule Freiburg und
    des Martin-Schongauer-Gymnasiums Breisach
    treffen Joan Schwab, Gerald Schwab und Werner Frank

  • Mittagessen im "Kapuzinergarten" - später: Fahrt mit Bus nach Freiburg

  • ca. 15 Uhr: Besuch des Jüdischen Friedhofs in Freiburg
    (Grabstellen der Familien Model, Rosenberger, Eisemann u.a.)

  • ca. 16.30 Uhr: Besuch und Gedenken: Stolpersteine in Freiburg
    der Familie Model

  • 20 Uhr: Katholische Akademie Freiburg: „Aus erster Hand: Erlebtes und Erzähltes 1933 – 1945”
    Gerald and Joan Schwab Moderation: Christiane Walesch-Schneller

 

Mittwoch, 30. Juni:

  • 10 Uhr: TRIMPIN, Efringen-Kirchen/Seattle and Victor Rosenberg: Vortrag und Diskussion
    "Pour Crever" Gurs Zyklus

  • 11.30: Besuch im Atelier von Ari Nahor, Zeppelinstraße

  • Mittagessen im "Kapuzinergarten"

  • Nachmittags:
    Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste : 2002 – 2006
    Fünf Jahre Unterstützung der Renovierung und Erhaltung des Blauen Hauses und
    des alten jüdischen Friedhofs in Mackenheim durch junge Freiwillige aus
    verschiedenen europäischen Ländern und den USA
    (mit Sharyn Jackson und Mitgliedern der Freiwilligen aus Freiburg)

  • 18:30 Uhr: Gedenken am Mahnmal für die Deportierten unterhalb des Münsters

  • 19 Uhr:
    Einladung in das Breisacher Münster
    „Gemeinsames Gotteslob zum Gedenken an die Opfer“ Kirchenchor der Martin-Bucer-Gemeinde und Münsterchor der Pfarrgemeinde St. Stephan

    Danach:
    Einladung zum Abendessen in Breisacher Familien

 

Donnerstag, 1. Juli:

  • 9:45 (Rathaus): Besuch im Stadtarchiv - Uwe Fahrer

  • 11 Uhr:
    Ehrung von Hans David Blum im Rathaus von Breisach
    Es sprechen u.a. Werner L. Frank und Elaine Wolff

  • Mittagsimbiß in der Galerie Goldammer, Radbrunnenallee 18

  • 19 Uhr: Abschiedsessen im "Kapuzinergarten"

 

Weiteres Programm:
  • Treffen mit Werner L. Frank : Fragen zur Genealogie

 

Das Blaue Haus zeigt seine Sammlung, Bibliothek und eine Ausstellung
über die Geschichte des Fördervereins, die zukünftige Arbeit und seine Visionen

Schüler aus Breisach, Freiburg, Basel und Colmar werden während der Tagung
anwesend sein mit dem Ziel, die jüdischen Gäste, die Überlebenden und die zweite Generation
zu verstehen und ihre Geschichten aufzuschreiben.

Von ihren Lehrern angeleitet bemühen sich diese Schüler um ein tieferes Verständnis
von Geschichte und ihrer Auswirkung auf die Leben der Familien und deren Erzählungen.
Sie werden an verschiedenen Teilen des Programms teilnehmen und einen Besuch der Gäste
in ihren Klassen vorbereiten. Eine Veröffentlichung wird vorbereitet,
die ein Austauschstudent aus Minnesota unterstützt.

 


 

 

Sonntag, 05.09.2010: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

Das Blaue Haus ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet
11.30 Uhr und 16.00 Uhr Führung: "Auf den Spuren der Jüdischen Geschichte“
Treffpunkt Hauptportal des Münsters St. Stephan

siehe Bericht der Regionalia Breisach vom 8. September 2010

 


 

Sonntag, 12.09.2010: Tag des offenen Denkmals

Das Blaue Haus ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet

 


 

Mittwoch, 06.10.2010: Gofenberg & Chor (Berlin)

Konzert in Emmendingen in der ev. Stadtkirche (Kirchstr. 1) um 18 Uhr - Das Konzert in Colmar fällt aus !!
Veranstalter: Jüdische Gemeinde Emmendingen und Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Jossif Gofenberg wurde 1949 in Czernowitz/Ukraine geboren, seit 1990 lebt er in Berlin. Er hat sich als Musiker dem Bewahren der jiddischen Lieder aus dem Schtetl Osteuropas verschrieben. Aus seinem Unterricht an der Jüdischen Volkshochschule ist der Chor hervorgegangen, der inzwischen international auftritt.

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

 


 

Donnerstag, 07.10.2010: Gofenberg & Chor (Berlin)

Konzert in der Spitalkirche am Marktplatz in Breisach um 18 Uhr

Jossif Gofenberg wurde 1949 in Czernowitz/Ukraine geboren, seit 1990 lebt er in Berlin. Er hat sich als Musiker dem Bewahren der jiddischen Lieder aus dem Schtetl Osteuropas verschrieben. Aus seinem Unterricht an der Jüdischen Volkshochschule ist der Chor hervorgegangen, der inzwischen international auftritt.

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

 


 

Sonntag, 17.10.2010:

     

  • Frühstück im Regency: Theater „K“ in der Spitalkirche Breisach, 18 Uhr
    Regie: Christine Kallfaß
    Ein Theaterstück des amerikanischen Autors und Psychotherapeuten Milton
    Matz über das berührende Schicksal einer Ihringer Jüdin

    Eintritt: 10 € ermäßigt 5 €

     

  • Die Briefe der Familie Rosenberg: Goethe Institut, Wilhelmstr. 17, Freiburg, 17 Uhr
    Lesung und Musik zum 70. Jahrestag der Deportation nach Gurs

    Die Familie Rosenberg, eine alteingesessene Breisacher Familie, hat sich in der Zeit der härtesten antisemitischen Verfolgung und während der Deportation nach Gurs über Briefe verständigt. Davon sind 110 Briefe und Postkarten erhalten geblieben. Sie ermöglichen es uns heute, die Verfolgung aus der Perspektive der Verfolgten wahrnehmen zu können. Der Empfänger dieser Briefe, Alfred Rosenberg, bis 1935 Kantor in Efringen-Kirchen, bewahrte sie in den USA auf. Sein Sohn Victor brachte sie 2005, nach dem Tod des Vaters nach Efringen Kirchen, um sie entziffern zu lassen.

    In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V., dem Goethe-Institut, der Katholischen Akademie Freiburg und der Buchhandlung Jos Fritz

 


 

Sonntag, 24.10.2010: Buchvorstellung

Matinee im Blauen Haus 11.30 Uhr
Ludwig Dreyfuss’ Lebenserinnerungen 1933 – 1945. - Untergetaucht und überlebt – aus Breisach am Rhein mit der Fremdenlegion in Nordafrika und nach traurigem Wiedersehen in Gurs als Kleinbauer in Frankreich überlebt und nach Breisach zurückgekehrt (Hartung-Gorre Verlag Konstanz )

 


 

Montag, 25.10.2010: Jüdische Feiertage - Vortrag von Rivka Hollaender um 19.30 Uhr in St. Hildegard, Breisach

Die Kolpingsfamilie Breisach beschäftigt sich in einer Themenreihe"Judentum zum Kennenlernen und Anfassen" mit dem jüdischen Glauben. Die Abende werden von Rivka Hollaender aus Emmendingen gestaltet, Lehrbeauftragte für Judentum und hebräische Sprache an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg. Anfang 2011 folgen zwei weitere Abende: „Die Stufen im jüdischen Leben - von der Geburt bis zum Tod" - und ein Synagogenbesuch in Freiburg mit Teilnahme am Sabbatgottesdienst und am gemeinsamen Mahl (Kiddusch).

 


 

Sonntag, 28.11.2010: Der Rechtshistoriker Guido Kisch (1889.1985). Prag – Königsberg – Halle – New York – Basel: ein jüdisches Gelehrtenschicksal im 20. Jahrhundert.

Vortrag und Buchvorstellung von Dr. Wilhelm Güde, Freiburg. Moderation: Dr. Ulrich Sartorius

Guido Kisch entstammte der kleinen Gruppe deutschsprachiger jüdischer Prager, von der bis in die Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts erstaunlich starke Impulse für den deutschen Kulturraum ausgingen. Ein hübsches Bonmot von Karl Kraus lautet in Anlehnung an die Namen der Schriftsteller Franz Werfel, Max Brod Franz Kafka und Egon Erwin Kisch, dass es in Prag „werfelt und brodelt und kafkat und kischt“. Ein Vetter des „rasenden Reporters“ Egon Erwin Kisch, war der Rabbinersohn Guido Kisch. Er wurde Rechtshistoriker und war bis 1933 an mehreren deutschen Universitäten tätig. Zuletzt hatte er den Lehrstuhl für deutsche Rechtsgeschichte in Halle an der Saale inne. Von dort aus emigrierte im Jahr 1935 in die USA und lehrte dann seit 1952 an der Universität Basel. Dort war Wilhelm Güde von 1966 -1969 sein Assistent und er stand seither bis zu Guido Kischs Tod im Jahre 1985 mit ihm in Verbindung; diese Verbindung besteht bis heute mit seinem Nachkommen fort.

Der Vortrag ist so gehalten, dass das Juristische nicht im Vordergrund steht. Er handelt breit vom deutsch-jüdischen Kulturbiotop in Prag, beschreibt Leben, Werk und Verfolgtenschicksal von Guido Kisch; er berichtet auch über das kurze Leben seiner Schwester Mizzi Kisch, die ebenfalls Juristin war und dem mörderischen Naziwahnsinn zum Opfer fiel. Der Vortrag enthält auch Bezüge zu unserer Gegend so z.B. einen Bericht über die von Guido Kisch literarisch behandelte spektakuläre Taufe eines jüdischen Jungen im Freiburger Münster im Jahr 1503, über deren Zulässigkeit der damals berühmte Freiburger Jurist Ulrich Zasius ein Rechtsgutachten erstattet hat.

Ort: Blaues Haus, Breisach, Rheintorstr. 3
Zeit: 19 Uhr

 


 

Donnerstag, 9.12.2010: Der weite Weg zum Überleben - Geschichte einer Stadt, einer Familie und eines Überlebenden

Buchvorstellung und Gespräch von und mit Dr. Josef Hidasi, Freiburg

Josef Hidasi stammt aus einer assimilierten ungarischsprachigen jüdischen Familie aus Lucenec (Losoncz) in der Südslowakei. Im Alter von 14 Jahren wird er aus seiner Familie und ihren Traditionen herausgerissen und überlebt den Holocaust in Budapest in einem der Schutzhäuser von Giogio Perlasca. Er hat seine Erinnerungen an eine „gnadenlose Vergangenheit“ gesammelt und in einem Buch zusammengefügt, das jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt.

Ort: Blaues Haus, Breisach, Rheintorstr. 3
Zeit: 19 Uhr

 

 

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2009

 

 

Donnerstag, 2. Juli 2009, ab 19 Uhr:
Jahres-Mitgliederversammlung im Blauen Haus in Breisach, Rheintorstr. 3

Zunächst ab 19 Uhr: Vortrag von Dr. Bernard Reuter "Deutsche und deutsch-jüdische Tagebücher in Krieg und Wiederstand - was können wir daraus für unsere Arbeit lernen?

Danach: Besichtigung des Gartens und der Mauern des Blauen Hauses und Erklärungen zur neuen Gestaltung

ab 20 Uhr Mitgliederversammlung mit

Tagesordnung:

TOP 1: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 17. Juli 2008
TOP 2: Bericht des Vorstands, Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
TOP 3: Aussprach und Entlastung des Vorstands
TOP 4: Wahl zum Beirat: Dr. Bernard Reuter
TOP 5: Planungen für 2009 und 2010: u.a. Begegnungswoche anlässlich der 70. Wiederkehr der Deportation
TOP 6: Verschiedenes

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 13. Juli 2009

 

 


 

Sonntag, 6. September 2009: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

 

  • 11 bis 18 Uhr: Das Blaue Haus (ehemaliges jüdisches Gemeindehaus in der Rheintorstr. 3 in Breisach) ist geöffnet.
  • 14 Uhr: Führung durch das ehemalige jüdische Viertel Breisachs, ausgehend vom Blauen Haus
  • 18 Uhr: Victor Klemperer - ein deusches Schicksal von 1906 bis 1960. Vortrag von Dr. Bernard Reuter, Colmar

    siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 9. September 2009

     

    Bürgermeister Jean-Claude Spielmann und der Präsident des Consistoire Israélite de Bas-Rhin Francis Levy laden zur Einweihung des Gedenksteins für die Deportierten Juden von Marckolsheim und Mackenheim um 10.30 Uhr auf den Jüdischen Friedhof von Mackenheim ein.

 


 

Sonntag, 13. September 2009: Tag des offenen Denkmals

 

  • 11 bis 16 Uhr: Das Blaue Haus (ehemaliges jüdisches Gemeindehaus in der Rheintorstr. 3 in Breisach) ist für Besichtigungen geöffnet.
  • 16 Uhr: Farstummt nit doss jiddische loschen - Jiddische Lieder, Dichter, Komponisten. Konzert des Felicitas-Niegisch-Ensembles mit Hanno Botsch (Geige und Piano), Andreas Buchholz (Kontrabass) und Felicitas Niegisch (Gesang)

     

 

 


 

Sonntag, 18. Oktober 2009, 18 Uhr: Konzert: Música Española – Musik aus Spanien und Lateinamerika mit Adriana Burstein (Violoncello) und Roberto Legnani (Gitarre)

 

Das Programm führt auf eine musikalische Reise durch Spanien und Lateinamerika. Darunter sind erlesene Werke von Komponisten wie Albeniz, Granados, Iradier, Sanz und Sarasate, die jeweils folkloristische Stilelemente mit der Kunstmusik meisterlich verbunden haben. Zu den Programmhöhepunkten zählen u.a. die berühmten Zigeunerweisen von Saraste, die brasilianischen Stimmungsbilder Los homenajes a Villa-Lobos sowie weltbekannte Kompositionen von Iradier, dem Urheber von La Paloma. Diese einzigartigen Bearbeitungen für Cello und Gitarre führen die Hörer in eine faszinierende neue Klangwelt.

Ariana Burstein & Roberto Legnani haben die aparte Kombination Cello und Gitarre im Konzertleben als erste dauerhaft etabliert. Diser kulturelle Einsatz wurde bereis dreimal vom deutschen Bundespräsidialamt gewürdigt.

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 22. Oktober 2009

 


 

Samstag/Sonntag, 17/18. Oktober 2009: Jahrestagung der Alemannia Judaica in Freudental
[Hinweis auf anderen Veranstalter]

 

Ort:
  • Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge in Freudental, Strombergstraße 19, 74392 Freudental (unweit von Bietigheim-Bissingen, Kreis Ludwigsburg)

Programm:

  • Vorprogramm am Samstagnachmittag, 17. Oktober 2009 (Treffen in Freudental auf 15 Uhr, danach Fahrt nach Vaihingen / Enz mit Besichtigung der Gedenkstätte KZ Vaihingen / Enz)
  • Jahrestagung am Sonntag, 18. Oktober 2009 von 10 Uhr bis 17 Uhr in der Ehemaligen Synagoge in Freudental mit Rückblick auf Europäischen Tag der jüdischen Kultur, Berichten der Mitglieder, Informationen über die Arbeit des PKC Freudental, Besichtigung der ehemaligen Synagoge und des jüdischen Friedhofes in Freudental.

Übernachtung:

  • Vom 17. auf den 18. Oktober 2009 in Freudental möglich (bitte bei Ludwig Bez in Freudental melden).

 


 

Donnerstag, 22. Oktober 2009: Gedenken an die Deportation der Breisacher und aller Badischen und Saarpfälzischen Juden vor 69 Jahren

  • 19.30 Uhr: „Auf dem Bahnhof in Offenburg sah ich meine Eltern zum letzten Mal …“ - 98 Briefe ins englische Exil - Die gewaltsame Trennung der Familie Levi aus Friesenheim. Vortrag und Lesung im Blauen Haus von Heidi Beck-Braach (Schelingen)

    … geblieben sind Richard Levi Fotos und 98 Briefe, die ihm Eltern und Verwandte nach England schickten. Der damals 11-Jährige war einer von 10 000 Kindern, die im Frühjahr 1939 mit einem Kindertransport dorthin gerettet wurden. Die Briefe kamen aus Friesenheim, Freiburg, Offenburg, Haigerloch und schließlich aus dem Internierungslager Gurs. In einem Buchprojekt besonderer Art wertet die Volkskundlerin Heidi Beck-Braach aus Schelingen diese Briefe wissenschaftlich aus und bietet uns einen interessanten und bewegenden Einblick in den aktuellen Stand der Arbeit und über die Deportation nach Gurs und dessen Folgen..

    Das Buchprojekt wird von der Landeszentrale für politische Bildung in Stuttgart, vom DIA Südlicher Oberrhein, von der Gemeinde Friesenheim und vom Landratsamt in Offenburg finanziell unterstützt.


 

Frühstück im Regency - ein Theaterstück von Milton Matz. Aufführungen im Theater am Martinstor
[Hinweis auf anderen Veranstalter]

 

  • Freitag, 02. Oktober 2009, 20.30 Uhr: Premiere
  • Samstag, 03. Oktober 2009, 20.30 Uhr
  • Sonntag, 25. Oktober 2009, 19.30 Uhr

Folgende Mail aus den Vereinigten Staaten wurde vom Autor des Stückes, Milton Matz, an das Blaue Haus weitergeleitet:

 

Date: Wed, 30 Sep 2009 10:30:12 -0700
From: Milton Matz
Subject: Germany performs "Matz."

Historic German University City Premieres a Rabbi's Play

East Bay, CA (September 30, 2009)--Dr. Dieter Salomon, Mayor of Freiburg, has announced the premiere performance of "Breakfast at the Regency" by Milton Matz on October 2, 2009, at Theatre am Martinstor in Freiburg, Germany. The play dramatizes the relationship of childhood Holocaust trauma to the closing days of life, and the enormous power to do good of a caring German. The former Mayor of Freiburg, Dr. Ralph Bohme and the Freiburg History Project, led by Rosita Dienst-Demuth, also join hands in the sponsorship.

In addition to performances in Freiburg, if all goes well, shows are planned for the cities of Breisach, Ihringen, Stuttgart and Berlin. The play is directed by Christine Kallfass.

There will be additional performances in the year 2010 memorializing the deportation of more than 6500 Jews from Baden, Southwest Germany. The play will be performed at "Events of Remembrance! at high schools and colleges in the area. The Freiburg History Project is involved in reconciliation work and research with individuals on both sides of the divide who have been seared by the Holocaust.

A retired Reform rabbi (Hebrew Union College) and clinical psychologist (Ph.D., U. of Chicago), Milton Matz sees humans through many colored lenses. Unerringly honest and provocative, his characters are engaging, intriguing and often very funny. His collection of plays, "Plays in Search of an Ending" have recently been published by Universe Press. "Breakfast at the Regency" is included in the collection.

Rabbi Milton Matz, Ph.D. Emeritus Director CWRU Pastoral Psychology Institute

 


 

Sonntag, 25. Oktober 2009: Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst! - Einweihung des neu gestalteten Gartens und der Mauern

Gedenken an die Deportation vor 69 Jahren am 22. Oktober
Gedenken an den Novermberpogrom vor 71 Jahren am 10. November

Beginn: 11:30 im Garten des Blauen Hauses

 


siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 28. Oktober 2009

 


 

08. November 2009: Anita Lasker-Wallfisch, London: "Ihr sollt die Wahrheit erben" - Erinnerungen der Cellistin von Auschwitz. Lesung und Konzert. Es spielen Marat Dickermann, Bad Homburg (Violine) und Monika Gutmann, Frankfurt (Piano) Werke von Joseph Achron, Alexander Weprik und Ernest Bloch.

Anita Lasker wuchs mit zwei Schwestern in einer assimilierten und gebildeten Familie behütet in Breslau auf bis die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Alle Emigrationsversuche scheiterten, sie blieb nach der Deportation der Eltern 1942 mit ihrer älteren Schwester Renate zurück. Die Geschichte ihres Fluchtversuchs, der Gestapohaft in Breslau, der Trennung von der Schwester, besonders aber ihrer Haft in Auschwitz und Bergen-Belsen, wo sie 1945 befreit wurde, erzählte sie erst vierzig Jahre später für ihre Kinder und Enkel. Ein Paar Schuhe waren entscheidend dafür, dass sie ihre Schwester Renate in Auschwitz wiederfand. Was Anita Lasker dort rettete - und damit auch ihre Schwester - war die Tatsache, dass sie als Cellistin unentbehrlich wurde: Alma Rosé hatte sie in das sogenannte Mädchenorchester geholt.

Ort: Spitalkirche am Marktplatz in Breisach
Zeit: Sonntag, den 8.11.2009, 18 Uhr

Eintritt: 5 Euro, Schüler frei

  • Lesung am Montag, 9. November um 19 Uhr in der Synagoge Lörrach
  • Lesung am Dienstag, 10. November um 17 Uhr in der Kath. FH Freiburg

Die Lesereise wird unterstützt vom Regierungspräsidium Freiburg

 


 

12. November 2009: Elke Gryglewski und Eike Stegen, Berlin: Einwanderungsgesellschaft und Geschichte. Vortrag und Diskussion.

Es geht um die wichtige Frage, wie das Wissen über Nationalsozialismus und Judenverfolgung an Menschen aus anderen Kulturkreisen, besonders aus dem türkischen und arabischen, weitergegeben werden kann.

Elke Gryglewski arbeitet an der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Sie hat vor zwei Jahren ein Projekt mit Berliner Jugendlichen palästinensischer Herkunft initiiert.

Eike Stegen arbeitet für Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste seit 2007 mit einer türkisch-arabischen Frauengruppe in Neukölln. Sie beschäftigt sich auf vielfältige Art mit dem Nationalsozialismus und reiste gemeinsam nach Auschwitz.

Ort: Blaues Haus, Rheintorstraße 3, Breisach
Zeit: 19:30 Uhr

 


 

22. November 2009: Freiheit, Ungehorsam und Humanität – Jüdische Denktraditionen am Beispiel der Sozialdemokratie. Vortrag Dr. Hans Erler, Moderation Dr. Ulrich Sartorius

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 8. Februar 2010

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2008

PROGRAMM IM HERBST 2008

 

Sonntag, 7. Dezember 2008, 17:00 Uhr:

TABUN - Junges Musiktheater Freiburg mit Jugendlichen von sieben Schulen

Babels Traum

Eine Liebesgeschichte als Musical mit historisch-jiddischen Liedern und der Musik der vielfältigen Kulturen im Schmelztiegel Odessa

Isaak Babel, 1894 in Odessa geboren, wuchs in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Odessa und wurde schon als Kind Zeuge von Pogromen gegen Juden. Er erhielt eine umfassende Bildung und wurde einer der berühmtesten Schriftsteller der Sowjetunion. Nach seinem gewaltsamen Tod 1940 in Stalins Gefängnissen gingen große Teile seines Werks verloren überlebt hat u.a. sein Tagebuch.

Ort: Ehemalige Spitalkirche in Breisach, Marktplatz
Eintritt: Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

 


 

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 19:30 Uhr:

VERSÖHNUNGSARBEIT IN ISRAEL/PALÄSTINA SEIT 2002 - eine Perspektive

vortrag von David Lisbona

David Lisbona wurde in London als Sohn deutsch-jüdischer Eltern geboren und emigrierte 1973 nach Israel. Er diente als Offizier in der Israelischen Armee und begann dann eine berufliche Laufbahn im Computer- und Telekommunikationsgeschäft. Er ist einer der Gründer von MIDDLEWAY, einer arabisch-jüdischen Organisation (NGO), die Dialog und Gewaltlosigkeit fördert. Auch half er GISHA zu gründen, eine israelische Organisation, die die Verteidigung der Rechte der Palästinenser, sich in der Westbank und in Gaza zu bewegen, über-nimmt. Er schreibt über und photographiert die Welt um ihn herum. David Lisbona besuchte vor einigen Jahren Breisach zum ersten Mal mit seiner Lebenspartnerin, die aus der jüdischen Familie Model abstammt.

Ort: Blaues Haus, Breisach, Rheintorstraße 3 (Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus)

 


 

Mittwoch, 26. November 2008, 19:00 Uhr:

OSWIECIM (Auschwitz), STADT DES FRIEDENS
Die wechselvolle Geschichte einer polnischen Stadt

In der zweiten Hälfte November hält sich Herr Wojciech Parcer in Breisach auf. Herr Parcer ist in der Stadt Oswiecim der Ansprechpartner für die internationalen Beziehungen. Er war jahrelang Mitarbeiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim. Er hat ein sehr enges Verhältnis zu Breisach, insbesondere zum SV Breisach.

Im Oktober hat er die Reisegruppe, die sich vom 2.10. bis 7.10.2008 im Rahmen einer Studienreise des Breisacher Freundeskreises Oswiecim e.V. in Oswiecim aufgehalten hat, betreut. Herr Parcer spricht perfekt deutsch. Er hat Politik und Soziologie unter anderem in Berlin und Tübingen studiert.

Ort: Evangelisches Gemeindezentrum in Breisach, Zeppelinstraße
Veranstalter: Freundeskreis Oswiecim e.V.

 


 

Mittwoch, 19. November 2008, ab 17:00 Uhr:

"BREISACHER ERZÄHLEN VON FRÜHER" - Erzähl-Salon im Blauen Haus, Breisach, Rheintorstraße 3

Die Pogromnacht vom 9. November 1938 in Breisach
Überlieferte Erinnerungen an die Vertreibung der Juden vor 70 Jahren

Vor 70 Jahren, am 9. November 1938, brannten während der von der Nazi-Regierung entfachten Pogromnacht gegen jüdische Bürger und Einrichtungen in Deutschland die Synagogen. Juden wurden gedemütigt, eingeschüchtert, schikaniert, inhaftiert und ermordet. In diesem Erzähl-Salon erinnern sich Breisacher an das Geschehen in jener Nacht und daran, was ihnen Zeitzeugen darüber später erzählt haben.

Moderator: Kai Kricheldorff, Eintritt: 3 Euro

 


 

Montag, 10. November 2008, 18:00 Uhr auf dem Synagogenplatz, Breisach:

GEDENKEN an die Zerstörung der Breisacher Synagoge und den Novemberpogrom 1938

Anschließend um 19.00 Uhr lädt das Martin-Schongauer-Gymnasium zu einer Veranstaltung ein, in deren Rahmen 22 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen vorstellen. Sie haben sich über mehrere Wochen mit den Familienschicksalen der Familien Bähr, Eisemann, Levy und Weil beschäftigt, dazu mit den Zerstörungen der Friedhöfe.

 

Ankündigung der Gedenkveranstaltungen in Breisach und Ihringen
in der Badischen Zeitung vom 8. November:

Gedenken an die Pogromnacht

BREISACH/IHRINGEN. In den Morgenstunden des 10. November 1938 zogen in Breisach Rauchschwaden auf. Die Synagoge brannte und wenige Stunden später war ein Teil der jüdischen Bevölkerung aus Breisach verschwunden.

Zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht haben sich 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 des Martin-Schongauer-Gymnasiums (MSG) in den vergangenen Wochen mit diesem Thema auseinandergesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach erforschten sie einzelne Familienschicksale jüdischer Bürger. Am Montag, 10. November, um 19 Uhr, stellen die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Aula des MSG vor.

Davor findet um 18 Uhr eine Gedenkveranstaltung der Stadt Breisach auf dem Synagogenplatz an der Rheintorstraße statt. Auch die evangelische Kirchengemeinde Breisach und die katholische Pfarrgemeinde St. Stephan wirken mit. Nach der Veranstaltung ist ein gemeinsamer Gang durch die Fischerhalde zum Martin-Schongauer-Gymnasium vorgesehen.

Film über das Ihringer Projekt "Spurensuche"
Auch in Ihringen haben Jugendliche die jüdische Geschichte des Ortes erforscht. Dabei wurden sie von dem Dokumentarfilmer Bodo Kaiser begleitet. Der Film wird am Sonntag, 9. November, 17 Uhr zum ersten Mal in der Aula der Neunlindenschule gezeigt. Außerdem werden Ergebnisse des Projekts in einer Dokumentation präsentiert. Um 18 Uhr lädt die Gemeinde dann auf den Ihringer Synagogenplatz zu einer Gedenkfeier ein.

 

Bericht in der Badischen Zeitung vom 11. November 2008

Kommentar in der Badischen Zeitung vom 15. November 2008:

RHEINGEFLÜSTER: Geschichte einfühlsam aufarbeiten

Würdig und nachhaltig haben Ihringen und Breisach des 70. Jahrestages der Pogromnacht gedacht. Das Geschehen von damals, beschämender Teil unserer nationalen Historie sowie der lokalen Geschichte der beiden Gemeinden, darf nicht vergessen werden. Aber das Gedenken soll auch nicht zu einer inhaltsleeren Routineveranstaltung geraten. Deshalb bedarf es eines kreativen Umgangs mit diesem Thema, wenn es um die Gestaltung von Gedenkfeiern geht.

Den Schülern des Breisacher Martin-Schongauer-Gymnasiums sowie der Ihringer Gruppe "Spurensuche" ist genau dies am vergangenen Sonntag und Montag eindrucksvoll gelungen. Mit Fantasie, ernsthaftem Einfühlungsvermögen und ohne falschen Zungenschlag haben sie das Geschehen von damals und die schweren Schicksale ihrer Opfer anschaulich nachgezeichnet.

Die szenische und filmische Umsetzung historischer Sachverhalte lässt Geschichte konkret werden. Im Hinblick auf die Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mehr Zeitzeugen aus erster Hand über die Naziverbrechen von damals sowie über das jüdische Leben in den Gemeinden Auskunft geben können, sondern Dokumentationen das Geschehen erklären müssen, ist es wichtig, Mühe und Zeit darin zu investieren, Geschichte begreifbar und nachempfindbar werden zu lassen. Die Jugendlichen in Breisach und Ihringen haben für diese Form lebendiger Erinnerungsarbeit ein nachahmenswertes Beispiel geliefert.

 


 

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 19:00 Uhr im Blauen Haus, Breisach:

NAOMI FEIL - Mein Leben und meine Arbeit für Familien mit Demenzkranken
Vortrag und Gespräch

Naomi Feil besuchte als Kleinkind ihre Großmutter Berta Kahn in Breisach. Mit ihr und ihrer Familie konnte sie rechtzeitig München, ihre Geburtsstadt, verlassen und vor der Naziverfolgung fliehen. Ihre erste Begegnung mit alten Menschen hatte sie im Montefiore-Altersheim in Cleveland, Ohio, das ihre Eltern Helene und Julius Weil leiteten. Naomi Feil entwickelte aus ihrem Interesse an einem Verständnis von verwirrten und desorientierten Menschen eine Methode zur Verbesserung ihrer Lebensumstände und nennt sie VALIDATION [siehe dazu European Validation Association]. Damit wurde sie weltweit bekannt. Während einer Serie von Fortbildungsveranstaltungen, die sie in Europa gibt, macht sie Station in Breisach und ist bereit, über ihr Leben und ihre Arbeit zu berichten.


siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 8. November 2008

 


 

Dienstag, 21. Oktober 2008, 20:00 Uhr - in der Katholischen Akademie Freiburg:

"DER WEG ZUM ÜBERLEBEN"

"Aus erster Hand"
Erlebtes und Erforschtes aus der Zeit 1933 - 1945

Vortrag von Dr.-Ing. Josef Hidasi

Josef Hidasi stammt aus einer alteingesessenen Familie der kleinen ungarischen Stadt Losoncz. Er wuchs im Geiste des jüdisch-ungarischen Großbürgertums auf, wo gegenseitiger Respekt den gesellschaftlichen Umgang bestimmte.

Seit 1938 führten auf Druck Hitler-Deutschlands erlassene Judengesetze zu Enteignung und Isolierung der Juden aus der Öffentlichkeit. Dank der zögerlichen Bündnispolitik Ungarns konnten Juden dort jedoch bis in die letzte Phase des Krieges wie auf einer "geschützten Insel" leben. Im März 1944 überfielen die Deutschen das "befreundete, aber nicht ganz kriegswillige" Land und die Deportationen begannen.

Im Alter von vierzehneinhalb Jahren wurde Josef Hidasi von der ungarischen Armee vor der Deportation nach Auschwitz gerettet und kam mit einem Arbeitsbataillon an die Karpatenfront. Auf dem Rückweg entkam er dem Massenmord eines SS-Kommandos und danach - in Budapest - dem Terror der Pfeilkreuzler. Bis er am Ziel war, hatte er viele Helfer, unter anderem den italienischen Geschäftsmann Perlasca, der Hunderte von Jugendlichen in seinen Schutzhäusern in Budapest aufgenommen hat.

Sie sind herzlich eingeladen, Herrn Hidasi zu hören und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Ort: Haus der Katholischen Akademie, Wintererstr. 1, Freiburg (beim Stadtgarten)
Leitung: Monika Rappenecker
Kosten: 6,50 Euro (ermäßigt: 3,50 Euro)

Aus dem Faltblatt der Katholischen Akademie

 


 

Mittwoch, 15. Oktober 2008, ab 17:00 Uhr:

"BREISACHER ERZÄHLEN VON FRÜHER" - Erzähl-Salon im Blauen Haus, Breisach, Rheintorstraße 3

Breisacher Kirchen- und Vereinsleben in den 50er Jahren
Wie sich das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Nachkriegszeit formierte

Die allgemeine Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg ließ wieder ein freies gesellschaftliches Leben zu. Das Vereinswesen nahm einen Aufschwung und die Kirchengemeinden mischten sich in das öffentliche und gesellschaftliche Leben ein. In diesem Erzähl-Salon wird davon berichtet, wie sich das Kirchen- und Vereinsleben während der ersten Jahren der Bundesrepublik in Breisach neu formierte.

Moderator: Kai Kricheldorff, Eintritt: 3 Euro

 


 

Mittwoch, 17. September 2008, ab 17:00 Uhr:

"BREISACHER ERZÄHLEN VON FRÜHER" - Erzähl-Salon im Blauen Haus, Breisach, Rheintorstraße 3

Das Arbeitsleben in der Nachkriegszeit in Breisach
Die Entwicklung von Landwirtschaft, Weinbau, Handel und Industrie

Aufbruch und Umbruch bestimmten das erste Jahrzehnte nach dem Krieg. Langsam fassten Handel und Handwerk wieder Fuß, in der Industrie entstanden Arbeitsplätze und Landwirte und Winzer fanden wieder Abnehmer für ihre Erzeugnisse. Währungsreform und die Einführung der D-Mark setzten den Grundstein für anfänglich bescheidenen Aufschwung und das spätere Wirtschaftswunder. Wie erlebten die Menschen in Breisach diese Zeit? Das ist das Thema des dieses Erzählsalons.

 


 

Sonntag, 14. September 2008, ab 11 Uhr:

TAG DES OFFENEN DENKMALS

Führung durch Dr. Beer entlang der mittelalterlichen Stadtmauer mit Beginn im Blauen Haus: Die westliche Kellerwand ist Teil der Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert.

siehe auch Badische Zeitung vom 20. September 2008

 

 


 

Sonntag, 7. September 2008, ab 11 Uhr:

EUROPÄISCHER TAG DER JÜDISCHEN KULTUR

  • 11 Uhr: Führung mit Günter Boll auf dem jüdischen Friedhof in Mackenheim/Elsass
  • 14 Uhr: Führung auf dem Neuen Jüdischen Friedhof Breisach am Isenberg - "Siebzig Namen zurückgeben"
  • 19 Uhr: Jüdische Buchkunst aus Ihringen - Die Haggadot des Zehngebotsschreibers Abraham Levi
Das BLAUE HAUS in Breisach, Rheintorstraße 3, ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet

 

JÜDISCHE BUCHKUNST AUS IHRINGEN - Die Haggadot des Zehngebotsschreibers Abraham Levi

Günter Boll (Bad Krozingen): Die Entstehung der jüdischen Gemeinde in Ihringen
Prof. Dan Bing (Knoxville, Tennessee): Die Ihringer Haggadot 1732-1756
Ruben Frankenstein (Freiburg im Breisgau): Der Sederabend - ein Familienfest

19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses von Ihringen am Kaiserstuhl

siehe

 

 

 

PROGRAMM IM 2. QUARTAL 2008

 

 

 

Donnerstag, 17. Juli 2008, 20 Uhr: Jahres-Mitgliederversammlung im Blauen Haus in Breisach, Rheintorstr. 3

Tagesordnung:

TOP 1: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 02. Mai 2007
TOP 2: Bericht des Vorstands, Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
TOP 3: Entlastung des Vorstands
TOP 4: Wahlen zum Vorstand, der Kassenprüfer und zum Beirat
TOP 5: Planungen für 2008/2009
TOP 6: Verschiedenes

Umtrunk

Bitte Vorschläge bis zum 10. Juli 2008 beim Vorstand einreichen. Der Rechenschaftsbericht 2007 kann nach dem 20. Juli 2008 von der Webseite heruntergeladen werden oder wird auf Wunsch zugeschickt.

Wir freuen uns, wenn wir Sie auf der Mitgliederversammlung begrüßen können.

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 24. Juli 2008

 


 

Mittwoch, 11. Juni 2008, 17.30 Uhr: Dritter Erzählsalon

 


 

Dienstag, 27.05.2008 bis Dienstag 3. Juni: Chöre der St. Cloud Universität aus Minnesota

siehe die Badische Zeitung vom 27. Mai 2008

 

Dienstag, 27. Mai 2008, 20:30 Uhr: Konzert (Chöre) in St. Matthieu in Colmar

Mittwoch, 28. Mai 2008, 13 Uhr: Generalprobe des Oratoriums in der Gedenkstätte Natzweiler-Struthof

Donnerstag, 29. Mai 2008, 18 Uhr: To be Certain of the Dawn (Oratorium) in Natzweiler-Struthof vor 1200 geladenen Gästen

siehe die Badische Zeitung vom 30. Mai 2008

 

Freitag, 30. Mai 2008, 20 Uhr: Konzert in der Universitätskirche in Freiburg

Samstag, 31. Mai 2008, 17.30 Uhr: Ausflug in den Kaiserstuhl

Sonntag, 1. Juni 2008:

  • 9:45 Uhr: Evangelische Kirche Ihringen (anschließend Besuch des jüdischen Friedhofes)
  • 14 Uhr: Führung und Mittagsimbiss im Blauen Haus, Breisach
  • 16 Uhr: Musikalischer Impuls auf dem Synagogenplatz in Breisach
  • 18:30 Uhr: Konzert in der St. Johann Kirche in Oberrotweil am Kaiserstuhl

siehe die Badische Zeitung vom 3. Juni 2008

 

Montag, 2. Juni 2008: Besuch in Basel

Dienstag, 3. Juni 2008, 17.30 Uhr: Empfang im Carl-Schurz Haus in Freiburg

 

 


 

Samstag, 31.05.2008: Triregionales Geschichtsvereinstreffen

8.30 Uhr: Beginn in Oberrotweil, Mittagessen, dezentrale Arbeitsgruppen, ab 16 Uhr Abschluß in Marckolsheim

Der Förderverein bietet mit dem Verein Les Amis du Judengarten de Mackenheim von 14 bis 15.30 Uhr eine Führung auf dem Jüdischen Friedhof in Mackenheim mit G. Boll an. [ausgefallen]

 


 

Mittwoch, 21. Mai 2008, 17.30 Uhr: Zweiter Erzählsalon

 


 

Dienstag, 20. Mai bis Mittwoch, 21 Mai: Besuch von Prof. Dan Bing, Nachfahre des Autors der Ihringer Haggadah

 


 

Donnerstag, 15. Mai bis Freitag, 16 Mai: Besuch von Victor und Valerie Rosenberg, USA

 


 

Donnerstag 8. Mai 2008, 20 Uhr:

"Bitte streicht mich nicht aus!" Deutsche Autoren und Autorinnen im Exil 1933 – 1945

Vortrag und Lesung anlässlich des 75. Jahrestages der nationalsozialistischen Bücherverbrennung (am 10. Mai 1933) mit Thomas B. Schumann aus Hürth (Publizist, Sammler, P.E.N.-Mitglied und Verleger)

siehe bundesweite Veranstaltung "Bücher aus dem Feuer"

 


 

Mittwoch, 30. April bis Freitag, 02. Mai 2008

Zweites Familientreffen der Zivi/Zivy Familie aus Müllheim

  • Mittwoch, 30.04.: Vortrag von Prof. Freddy Raphaël, Strasbourg
  • Donnerstag, 01.05.: Tagesexkursion nach Biesheim, Durmenach und Müllheim
  • Freitag, 02. 05.: Führung in Breisach,
    12 Uhr Konzert im Blauen Haus mit dem Duo Legnani (Prof. Ariana Burstein, Cello, und Roberto Legnani, Gitarre)
Hier das Gesamtprogramm.

siehe die Badische Zeitung vom 30. April 2008

Freie Plätze im Bus können von Mitgliedern besetzt werden, eine Teilnahme am Konzert ist ebenfalls möglich. Bitte melden Sie sich an.

Es werden noch weitere Helfer für unser Betreuungsteam dieser Familienkonferenz gebraucht ! Bitte melden.
(Kontakt: Tel.:07667/80834 / Fax: 07667/91 29 51 / e-mail: info@juedisches-leben-in-breisach.de)

Badische Zeitung vom 5. Mai 2008

 


 

Mittwoch, 23. April, 17:30 Uhr

Erster Erzählsalon: Erinnerungen an den Wiederaufbau von Breisach

Frau Frigge und Herr Kricheldorff bitten unsere Breisacher Mitglieder herzlich um Teilnahme und die Bereitschaft, mit ihren Erinnerungen zu den Erzählsalons beizutragen.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit Herrn Kricheldorff auf (Tel. 07667-833420)

siehe Ankündigung in der Badischen Zeitung vom 22. April 2008

Blaues Haus Breisach, Rheintorstr. 3 (früher: Judengasse)

 


 

Freitag, 11. April 2008, ab 16 Uhr:
Samstag, 12. April 2008, ab 10 Uhr

Instandhaltung des Blauen Hauses

Es sind viele unterschiedliche Arbeiten zu vergeben: der Frühjahrsputz steht an, bevor wir das Haus öffnen können und die Herstellung einer Treppenstufe im historischen Keller, was allen Besuchern einen sicheren Eintritt in das Gewölbe ermöglichen wird. Wir bekommen tatkräftige Hilfe bei der Begrünung des Gartens, d.h. der Herstellung eines neuen Rasens, es sind aber von unserer Seite einige vorbereitende Arbeiten einzubringen.

Jeder von Ihnen, die oder der zwei, besser drei oder vier Stunden Zeit erübrigen kann, ist hoch willkommen. Ralph Hojenski wird die Gruppe anleiten. Bitte melden Sie sich telefonisch oder per e-mail unter den oben angegebenen Adressen Nummer und kommen Sie in Arbeitskleidung.

Blaues Haus Breisach, Rheintorstr. 3 (früher: Judengasse)

 


 

Sonntag, 6. April 2008, ab 18 Uhr:

Besuch von Elaine Wolff-Wurmser und Gary Bron, New York und Robert Geismar, London

Die Dokumentation über die jüdischen Familien Breisachs und die Forschungsfortschritte werden im Gespräch mit Elaine Wolff-Wurmser und Gary Bron, New York und Robert Geismar, London, vorgestellt. Anschließend gemeinsames Abendessen im Blauen Haus

Blaues Haus Breisach, Rheintorstr. 3 (früher: Judengasse)

 

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2007

PROGRAMM IM HERBST 2007

 

Montag, 10. Dezember 2007, 19:30 Uhr:

Giorgio Bassani: Geschichten aus Ferrara - eine italienische Provinzstadt zur Zeit des Faschismus

Vortrag und Lesung von Axel Seibert

In seinen in Ferrara spielenden Romanen und Erzählungen beschreibt Giorgio Bassani das Leben der jüdischen Bürger einer mittleren italienischen Stadt während des Faschismus, unter dem Druck der Rassengesetze und schließlich nach der Befreiung. Einige Passagen aus Bassanis Werk sollen vorgelesen und kommentiert werden

Blaues Haus Breisach, Rheintorstr. 3 (früher: Judengasse)

 


 

Dr. h.c. Max Mannheimer, Auschwitzüberlebender und Beirat des Fördervereins, hält Vorträge in Breisacher Schulen, im Blauen Haus und in der March: "Spätes Tagebuch: Theresienstadt, Auschwitz, Warschau, Dachau"

  • Mittwoch, 17. Oktober 2007: 20 Uhr im Bürgerhaus Buchheim in March-Buchheim, Sportplatzstr.
  • Donnerstag, 18. Oktober 2007 17 Uhr in der Katholischen Fachhochschule Karlstr. 63, Aula 3000
  • 18./19. Oktober 2007 Dr. Max Mannheimer trifft in Breisach Schüler/innen des MSG und der Hugo-Höfler-Realschule

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 20. Oktober 2007
und Bericht in der Badischen Zeitung vom 3. November 2007

 


 

12. November 2007:
  • 19 Uhr: Gedenken auf dem Synagogenplatz in Breisach an den Novemberpogrom 1938
  • ca. 19:45 Uhr: „Morgen fahren wir nach Minsk“ - Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Achim Wölfing

    Der 9./10. November 1938 wird als der Beginn der Vernichtung der Juden bezeichnet. Es werden die Hintergründe der oft wenig beachteten Deportationswelle im Herbst 1941 nach Weißrußland dargestellt, die jüdische Bürger aus deutschen Großstädten in das Ghetto von Minsk verschleppte, wo sie fast ausnahmslos ermordet wurden.

    Herr Wölfing berichtet auch über den Umgang mit dieser Geschichte in Minsk heute.

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 14. November 2007

 


 

Dr. h.c. Max Mannheimer, Auschwitzüberlebender und Beirat des Fördervereins, hält Vorträge in Breisacher Schulen, im Blauen Haus und in der March: "Spätes Tagebuch: Theresienstadt, Auschwitz, Warschau, Dachau"

  • Mittwoch, 17. Oktober 2007: 20 Uhr im Bürgerhaus Buchheim in March-Buchheim, Sportplatzstr.
  • Donnerstag, 18. Oktober 2007 17 Uhr in der Katholischen Fachhochschule Karlstr. 63, Aula 3000
  • 18./19. Oktober 2007 Dr. Max Mannheimer trifft in Breisach Schüler/innen des MSG und der Hugo-Höfler-Realschule

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 20. Oktober 2007
und Bericht in der Badischen Zeitung vom 3. November 2007

 


 

23. Oktober 2007: Polnische Austauschschüler aus Oswiecim besuchen das Blaue Haus

 


 

Sonntag, 28. Oktober 2007, 17 Uhr: Serenada Española - Spanische Musik für Violoncello und Gitarre

Das Duo Ariana Burstein (Violoncello) & Roberto Legnani (Gitarre) ist in Breisach im Blauen Haus, Rheintorstr. 3 zu Gast.

 

Ariana Burstein und Roberto Legnani sind Weltklassemusiker, zwei Künstler mit fesselnder musikalischer Intensität. Durch ihre unterschiedlichen Temperamente verzaubern sie das Publikum mit atemberaubender Virtuosität.

Auf der Tournee 2007 präsentiert das Duo Burstein & Legnani sein neuestes Programm: „Serenada Española“ bietet mit feurigen andalusischen Tänzen und musikalischen Landschaftsbildern eine farbenprächtige Palette spanischer Musik von großem Saitenschlag. Dargeboten wird eine faszinierende Tonmalerei mit traditionellen Inhalten in kunstvollen Arrangements für Violoncello und Gitarre: Meisterwerke von Isaac Albéniz, Pablo de Sarasate, Enrique Granados u. a. Die musikalische Reise führt auch nach Lateinamerika, dem Kontinent der beschwingten Rhythmen.

Seit 1996 sind Ariana Burstein & Roberto Legnani jährlich auf Tournee. Sie haben inzwischen ein reichhaltiges Repertoire geschaffen. Das Duo wurde mit internationalen Preisen bedacht und erhielt eine Auszeichnung vom Bundespräsidialamt für besondere kulturelle Leistungen. Die beiden Musiker spielen preisgekrönte Instrumente: Das von Wilhelm Brückner gebaute Violoncello und die Hopf-Gitarre La Portentosa sind Zeugnisse hoher Instrumentenbaukunst.

Eintrittskarten gibt es an der Konzertkasse ab 16.30 Uhr. Kinder unter 12 Jahren erhalten freien Eintritt. Weitere Informationen und kostenlose Kartenreservierung: www.tourneebuero-cunningham.com und Tel. 07852-93 46 62.


 


06./07. Oktober 2007: Alemannia Judaica 2007 in Mackenheim und Breisach

Schirmherr:

  • Jean-Claude Spielmann, Bürgermeister von Mackenheim

Referenten:

  • Prof. Freddy Raphael, Strasbourg
  • Günter Boll, Bad Krozingen
  • Reiner Zimmermann, Hugo-Höfler-Realschule Breisach
  • Christiane Walesch-Schneller, Das Blaue Haus in Breisach
Samstag, 6. Oktober 2007:Vorprogramm: Anreise. Kaffe, Führung, vortrag, Filme, Abendessen
Sonntag, 7. Oktober 2007:Hauptprogramm: Kaffe, Begrüßung und Eröffnung im Blauen Haus (Breisach)
Fahrt nach Mackenheim, Führung "Judengarten", Begrüßung, Mittagessen, Vorträge, Aussprache und Ende

18 Uhr: Gedenken beim Jüdischen Friedhof in Ihringen

Ausführliches Programm
Anfahrt nach Mackenheim und zum jüdischen Friedhof als Karte
Anfahrt nach Mackenheim und zum jüdischen Friedhof in Worten
Lage des jüdischen Friedhofes von Ihringen (Abzweig von der Landstraße nach Breisach)

 


 

02. September 2007: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

 

... Wohin wird uns das Schicksal schleudern,
uns ist oft so bang ...

Lesung mit Ausstellung in Breisach und Sulzburg
aus dem Briefwechsel der badisch-jüdischen Familie Rosenberg

 

Eine jüdische Familie aus Breisach mit Verwandten in Freiburg, Kirchen und Nonnenweier, und Wurzeln in Sulzburg führt seit Jahrzehnten einen kleinen Gemischtwarenladen und Hausierhandel in Breisach und gerät in die lebensbedrohlichen antisemitschen Verfolgungsmaßnahmen des Dritten Reiches.

Die Briefe erzählen die Geschichte, die die Familie durchlebt hat: von der glücklichen Rettung Alfreds und seiner Frau in die USA, dem Leid der Eltern und Verwandten in Breisach und Freiburg, von der brennenden Synagoge, der Verschleppung von Vater und Sohn nach Dachau, der Evakuierung der Breisacher Bevölkerung und dann von der Deportation nach Gurs. Sie erzählen von Julius und seiner Verlobten Emmy, von ihren Hoffnungen in Gurs und der Schlinge, die sich um ihren Hals zuzieht. Von Eugen und dem existentiellen Ringen seiner Familie um einen Neuanfang in Palästina, aber vor allem von der Hilfe untereinander und dem Zusammenhalt einer Familie in Not ...

(aus dem offiziellen Veranstaltungsblatt)

 

Breisach: Blaues Haus, Rheintorstraße 3:

  • Lesung: 11.15 und 16 Uhr

  • Führungen durch das Haus: 12 und 16.30

  • Führung auf dem Alten Jüdischen Friedhof: 14 Uhr

  • Gemeinsame Abschlusslesung und Ausklang: 19 Uhr

 

Sulzburg: Ehemalige Synagoge, Gustav-Weill-Straße 18:

  • Lesung: 11.15 und 16 Uhr

  • Führungen durch die Synagoge: 12 und 16.30

  • Führung auf dem Jüdischen Friedhof im Sulzbachtal: 14 Uhr

  • Gemeinsame Abschlusslesung und Ausklang in Breisach: 19 Uhr

PROGRAMM IM ZWEITEN QUARTAL 2007

 

Mittwoch, 25. April 2007, ab 14.30 Uhr: Frühjahrputz im Blauen Haus
Bitte bei Monika Thormählen anmelden, Tel. 07667/833489

 


Dienstag, 10. April 2007: Rosita Dienst-Demuth beginnt mit 10 Jugendlichen aus Breisach und Freiburg den dritten Teil des Projekts „Michaels Dialog“ in Israel!

 


Mittwoch, 2. Mai 2007

19 Uhr: „Tanzspuren am Blauen Haus“ – ein Film von Bodo Kaiser
20 Uhr: Jahresmitgliederversammlung (s. Einladung)

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 12. Mai 2007

 


Freitag, 04. Mai 2007, 17 Uhr: Vernissage im Blauen Haus - Sonderedition zu dem Fotoband „Näher als es scheint“ von Ari Nahor

 


Samstag, 05. Mai 2007, 15 – 20 Uhr: Ausstellung
Sonntag, 06. Mai 2007, 11 – 18 Uhr: Ausstellung

17 Uhr: „Tanzspuren am Blauen Haus“ ein Film von Bodo Kaiser (Imagofilm)
Eintritt 5 €, Schüler 1 €

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 9. Mai 2007

 


Sonntag, 06. Mai 2007, 10 Uhr: Jahresversammlung „Les Amis du Judengarten de Mackenheim“
Mairie (Rathaus) von Mackenheim, Elsaß

 


Samstag, 12. Mai 2007, 15 – 20 Uhr: Ausstellung
Sonntag, 13. Mai 2007, 11 – 18 Uhr: Ausstellung

17 Uhr: „Tanzspuren am Blauen Haus“ ein Film von Bodo Kaiser (Imagofilm)
Eintritt 5 €, Schüler 1 €

Die Ausstellung ist zeitgleich geöffnet mit der Werkschau „Drei Orte – 11 Künstler/innen“, den „Offenen Ateliers“ von Ari Nahor in Breisach, Sabine C. Herrschaft und Jürgen Burkhart in Merdingen und Michaela Höhlein-Dolde und Manfred Dolde in Breisach-Niederrimsingen

 


Montag, 11. Juni 2007, 20 Uhr: Prof. Dr. Rolf Zimmermann, Freiburg
Vortrag: Den Abgrund denken - Hannah Arendt und die moralische Katastrophe Auschwitz

Hannah Arendt hat Begriffe zu Auschwitz geprägt, die bis heute fortwirken. Das „radikal Böse“ einerseits und die „Banalität des Bösen“ andererseits markieren einen Bezugsrahmen, der nach wie vor zur Interpretation herausfordert. Der Vortrag entwickelt in Auseinandersetzung mit Hannah Arendt die These, dass es kein einheitliches moralisches Bild des Menschen mehr gibt und dass die universalistische Moral der Menschenrechte eine historische Errungenschaft, aber keine moralische Garantie für die Zukunft darstellt.

 


Sonntag, 17. Juni 2007: Empfang für Prof. Hoffmann und gemeinsames Abendessen im Blauen Haus
(bitte anmelden bei Monika Thormählen)

 


Montag, 18. Juni 2007, 20 Uhr: Prof. Dr. Daniel Hoffmann, Düsseldorf
Lesung: Lebensspuren meines Vaters.
Eine Rekonstruktion aus dem Holocaust, Wallstein Verlag 2007

Prof. Daniel Hoffmann hat es übernommen, aus den Erzählungen seines Vaters, Briefen aus den Lagern und Dokumenten die Lebensgeschichte von Paul Hoffmann, geboren 1921 in Iserlohn, zu rekonstruieren. Paul Hoffmann überlebte Auschwitz und Buchenwald. Er ist ein Enkel von Paul und Mathilde Weinberg; seine Mutter Selma – die Großmutter des Autors - wuchs im Jüdischen Gemeindehaus in Breisach auf als Tochter des Kantors Paul Weinberg aus Danzig, der 1919 in Breisach starb.

Badische Zeitung vom 5. Januar 2008

 


Montagtag, 9. Juli 2007, 20 Uhr: „Was konnte man tun ?“
Gertrud Luckner in Freiburg und ihre Solidarität mit verfolgten Juden.

Vortrag von Dr.Hans-Josef Wollasch (Freiburg) im „Blauen Haus“ Breisach

Die Frage, was denn ein Einzelner gegen die menschenverachtende Praxis des NS-Systems hätte unternehmen können, wurde und wird teils aus Unsicherheit, teils als Selbstschutz als Argument gebraucht. Es hat aber Menschen in unbekannter Zahl gegeben, die zwischen 1933 und 1945 aus persönlicher Entscheidung Partei ergriffen haben für Entrechtete und Verfolgte. Zu ihnen gehörte Gertrud Luckner in Freiburg, die von 1931 an in vielfältiger Weise für jüdische Mitmenschen eingetreten ist. Ihre Solidarität reichte bis zur letzten Konsequenz der Leidensgemeinschaft im KZ. Die Charakterisierung dieser Frau und ihres Lebens für die Menschlichkeit wird aus den Vernehmungsprotokollen der Gestapo und aus ihrem Tagebuch 1945 vermittelt.

Hierüber spricht Archivar i.R. Dr. Hans-Josef Wollasch (ehemaliger Leiter des Caritas-Archivs Freiburg), der diese authentischen Quellen vor einigen Jahren in Buchform herausgegeben hat („Gertrud Luckner – Botschafterin der Menschlichkeit“ ,Herder-Verlag Freiburg, 2005, und „Betrifft: Nachrichtenzentrale des Erzbischofs Gröber in Freiburg“, Universitätsverlag Konstanz, 1999).

Diese Veranstaltung des Geschichtsvereins Breisach am Rhein e.V. findet mit Unterstützung des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. im „Blauen Haus“, Rheintorstr.3 in Breisach am Montag, den 9.Juli 2007, um 20 Uhr statt. Die beiden Bücher des Referenten können an diesem Abend erworben werden.

Pressemitteilung des Geschichtsvereins Breisach vom 28.6.2007

 


Dienstag, 17. Juli 2007: Abschlussveranstaltungen des Schulprojektes „Dancing to Connect“
mit der Battery Dance Company, New York, unter Leitung von Jonathan Hollander (bitte Ankündigungen beachten)
im Stadttheater Freiburg

Die „Tänze für das Blaue Haus“ in Breisach 2006 finden eine Fortsetzung unter anderem Dach und Motto. Geblieben ist die künstlerische Leitung von Jonathan Hollander und die Beteiligung von Battery Dance Company. Beteiligt sind fünf Freiburger Schulen, die PH und das Stadttheater. Das Ziel ist, mit der Universalität der Sprache des Tanzes Toleranz, Verständnis für das Andere und Integration zu fördern.

 


19. – 24. Juli 2007: Tanzworkshop des Blauen Hauses am Martin-Schongauer-Gymnasium
mit der Battery Dance Company, New York: Lydia Tetzlaff und Sean Scantlebury

Im Anschluß an das Programm in Freiburg gibt es einen Workshop mit Künstlern der Battery Dance Company, zu der Breiacher Schüler/innen und Jugendliche eingeladen sind. Interessenten können sich unverbindlich über die Post- oder e-mail Adresse des Vereins informieren)

 


Dienstag, 24. Juli 2007, abends: Abschlussvorführung der Tanzworkshops
in der Stadthalle Breisach

 


PROGRAMM IM ERSTEN QUARTAL 2007

 

Sonntag, 21. Januar bis Mittwoch, 24. Januar 2007
Michaels Dialog - Israelische Schüler treffen Breisacher und Freiburger Schüler

Breisach – Mackenheim – Freiburg – Konstanz:
Auf den Spuren der deutsch-jüdischen Familie Bloch, die über drei Generationen Friedensarbeit leistet. Ein Vorfahr, Alexander Geismar, zog als Kantor von Breisach nach Konstanz.
Gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Auszug aus dem Elternbrief zu "Michaels Dialog"

siehe Bericht
in der Badischen Zeitung vom 25. Januar 2007
und im Südkurier vom 29. Januar 2007

 


Dienstag, 06. Februar 2007, 20 Uhr in der Rombachbuchhandlung Bertholdstraße (Freiburg)

Buchvorstellung: „Näher als es scheint“ - Tänze für das Blaue Haus
Fotografien von Ari Nahor,
Texte von Friedel Scheer-Nahor,
Nachwort von Prof. Dan Bar-On
Eintritt 2 €

Künstler und Autoren, Elaine Wolff und Toby Axelrod sind anwesend

siehe Ankündigung in der Badischen Zeitung vom 3. Februar 2007


In der Buchhandlung Rombach am Dienstagabend -
Foto: Ulrike Schubert

 


Donnerstag, 08. Februar 2007, im Blauen Haus, Rheintorstraße 3, Breisach

19 Uhr: Eine Soirée zu Buch und Film für Mitglieder und Freunde
20 Uhr: Bodo Kaiser Imagofilm Freiburg zeigt seinen Film „Tanzspuren am Blauen Haus“

Wir möchten Sie sehr herzlich bitten, den Vorstand beim Verkauf des Buches „Näher als es scheint“ - Tänze für das Blaue Haus" zu unterstützen. Sie können als Mitglied an diesem Abend Bücher mit einem Rabatt von 20 % erwerben, also für 16 €/Buch, wenn sie mindestens fünf Exemplare abnehmen (der Ladenpreis liegt bei 19,80 €).

Umtrunk

siehe Ankündigung in der Badischen Zeitung vom 3. Februar 2007
und Artikel vom 13. Februar 2007

 


Montag, 12. Februar 2007, 20 Uhr im Blauen Haus, Rheintorstraße 3, Breisach

„Wir durften nicht aus dem Fenster schauen, denn das war die arische Seite“

Vortrag: Zeugenprotokolle aus dem Prozess gegen den NS-Täter Joseph Schwammberger vor dem Stuttgarter Landgericht (1991-1992) dokumentiert und erläutert von Almut Greiser. Einführung von Prof. Wolfram Wette

Rozwadow, ein Zwangsarbeitslager in Ostpolen und Przemysl, eine kleinere Stadt an der polnisch-russischen (heute ukrainischen) Grenze sind die Orte, wo NS-Vernichtungsaktionen stattgefunden haben, an denen der zu mehrfach lebenslänglich verurteilte NS-Täter Joseph Schwammberger maßgeblich beteiligt war.

In Rozwadow wurden über 1000 sogenannte ‚Rüstungsjuden’ ermordet. In Przemysl überlebten von einer jüdischen Gemeinde, die ungefähr 20.000 Mitglieder gehabt hatte, weniger als 100 Menschen. Hinter den dürren Zahlen verbergen sich Einzelschicksale, die in dem Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht zur Sprache kamen. Niemand blieb unberührt, der die Aussagen der heute in alle Welt verstreuten überlebenden Zeugen gehört hat. Lakonisch, ohne Pathos, in nüchterner Sprache, sich allein auf die Fakten beschränkend haben diese Zeugen vor dem Gericht ihre persönliche Geschichte und die ihrer Mitleidensgenossen erzählt.

Da nach deutscher Gerichtspraxis keine Sitzungsprotokolle von Prozessen erstellt werden, hat Almut Greiser die Aussagen von den Sitzungen, die sie besuchen konnte, protokolliert, um sie als Mahnung und Erinnerung an diese barbarische Zeit zu bewahren.

 


Sonntag, 25. Februar 2007, 11 Uhr in der Ehemaligen Spitalkirche Breisach

Matinee: "Farstummt nit doss jiddische loschn" - Benefizkonzert

Jiddische Lieder mit Hanno Botsch (Piano, Geige), Felicitas Niegisch (Gesang), Love Persson (Bass)

Das Programm spannt einen Bogen durch die Welt der ostjüdischen Kultur bis zu jiddischen Liedern, die in Amerika verbreitet sind. Die Lieder berühren und bewegen durch ihre besondere Poesie und Emotionalität, der Verbindung von leidvoller Erfahrung und gleichzeitiger Lebenskraft. Der Versuch sie lebendig zu halten gelingt den Musikern durch ihren persönlich gewachsenen Bezug und der Liebe zum jiddischen Lied.

Eintritt: Spende / 10 € +

 


Montag, 26. Februar 2007, 20 Uhr im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof (Freiburg)

Filmpremiere : „Tanzspuren am Blauen Haus“
Skizzen von der Entstehung eines Schüler-Tanzprojektes
Imagofilm Bodo Kaiser

Eintritt 5 €

 


Sonntag, 18. März 2007, 11 bis 16 Uhr im Blauen Haus ... [muss leider ausfallen !!]
Studientag - Workshop
"Einblicke ins Judentum – Christen lernen vom Judentum“

Mit Albrecht Lohrbächer, Pfarrer und Schuldekan aus Weinheim/Bergstraße. Er gestaltet seit 20 Jahren auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag das Lehrhaus Judentum für Christen“

1. Wer sind Juden? Was ist Judentum?
2. Bibeltexte neu lesen und verstehen lernen
3. Wer sind wir (Christen) im Verhältnis zu Juden? - Jesus zwischen Juden und Christen

Kostenbeitrag 10 € - Anmeldung bis 10. März 2007

 


Montag, 19. März 2007, 19 Uhr im Blauen Haus, Rheintorstraße 3, Breisach

Filmpremiere:

BREISACH. Am Montag, 19. März, 19 Uhr, findet im Blauen Haus eine Filmpremiere statt. Zu sehen ist der 30-minütige Streifen "Jugendliche sehen Auschwitz" . Er geht auf ein Kooperationsprojekt der Vereine "Für die Zukunft lernen — Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau" und "Black Dog Jugend- und Medienbildung" zurück. Der Verein "Für die Zukunft lernen" organisiert seit Jahren regelmäßig Projekte in Auschwitz mit zum Teil schwer erziehbaren Jugendlichen. Jugendliche aus den Regionen Freiburg und Rostock waren im Rahmen dieser Arbeit im Frühsommer 2006 im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz. Sie kamen mit einem eindrucksvollen Film zurück, der mittlerweile von der Landesmedienzentrale Karlsruhe als gut für den Schulunterricht geeignet eingestuft wurde. Die jugendlichen Teilnehmer wurden dafür in vorbereitenden Workshops in Kameraführung, Regie und Schnitt geschult. Während des Aufenthaltes in Auschwitz absolvierten sie das reguläre Besucherprogramm und drehten gleichzeitig ihren Film. Sehr gut geglückt ist die Zusammenarbeit sehr unterschiedlicher Jugendlicher während des Projekts: Jugendliche aus dem Christophorus Jugendwerk in Oberrimsingen und Abiturienten aus Rostock. Sie haben unter professioneller Betreuung den Film konzipiert und realisiert, bis hin zur eigens komponierten Musik. So ist ein Film entstanden, der dem Wunsch dieser Jugendlichen auf hervorragende Art Rechnung trägt: "Dass möglichst viele andere Jugendliche einen Anstoß bekommen, sich mit den Verbrechen auseinander zu setzen, für die Auschwitz ein Symbol ist" . Die Leitung des Filmprojekts hatte der Filmemacher Jürgen Dettling (Riegel).

Aus der Badischen Zeitung vom 12. März 2007

Anschließender Bericht in der Badischen Zeitung vom 23. März 2007

 


Sonntag, 25. März 2007, 18 Uhr im Blauen Haus, Rheintorstraße 3, Breisach
In Ungarn geboren – Zwei Wege des Überlebens

Zwei Psychoanalytiker im Gespräch: Prof. Anna und Prof. Paul Ornstein, Brookline, MA, USA

 


Montag, 26. März 2007, 20 Uhr: Universität Freiburg, Hörsaal Karlstraße/Ecke Hauptstraße
Prof. Anna Ornstein: Creativity and the Healing Process - Vortrag

in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin der Universitätsklinik Freiburg und dem Psychoanalytischen Seminar Freiburg e.V.

Prof. Anna und Prof. Paul Ornstein sind international bekannte Psychoanalytiker. Anna Ornstein studierte nach dem Krieg Medizin in Heidelberg und zog dann mit ihrem Mann in die USA. Dort unterrichteten sie als Psychoanalytiker in Cincinnati, Ohio, heute lehren sie an der Harvard Universität. Sie kommen regelmäßig zu Seminaren nach Deutschland. Anna Ornstein überlebte gemeinsam mit ihrer Mutter das Konzentrationslager Auschwitz.

Bericht in der Badischen Zeitung vom 30. März 2007

 


 

 

Veranstaltungen im Jahr 2006

JUDENRETTUNG IN FRANKREICH 1940 - 1944
Vortrag von Markus Engelhorn, M.A., aus Freiburg

Montag, 11. Dezember 2006, 19 Uhr im Blauen Haus
Breisach, Rheintorstraße 3 (ehemals Judendgasse)

„Wir wissen nicht, was Juden sind. Wir kennen nur Menschen“, entgegnete der französische Pastor André Trocmé, als er im Sommer 1942 von französischen Polizisten aufgefordert wurde, das Versteck jüdischer Flüchtlinge preiszugeben. Zu einer Zeit, als die Juden in Frankreich zu Tausenden verhaftet und in die Vernichtungslager deportiert wurden, gelang es einer protestantischen Gemeinde in den Cevennen, den französischen und deutschen Machthabern ihr Einverständnis zu verweigern und damit Juden das Leben zu retten.

Zum Zeitpunkt der deutschen Invasion im Mai 1940 lebten rund 330 000 Juden in Frankreich. Am Ende der deutschen Besatzung im September 1944 hatten drei Viertel der Juden überlebt, knapp 80 000 waren der „Endlösung der Judenfrage“ zum Opfer gefallen. Wie war es möglich, dass fast 75 Prozent der Juden Frankreichs überlebten und welche Rolle spielte dabei die Judenrettung?

Theater Zerberus - Der Golem

Sonntag, 12. November 2006, 18 Uhr im Blauen Haus - Breisach, Rheintorstraße 3

 


Raimund Schall: Text, Schauspiel und Pantomime
Hartmut Nold: Vibraphon, Gongs, Plattenglocken
Eintritt: 10 €, ermäßigt 8 €

DER GOLEM, das künstliche Geschöpf der alten jüdischen Legende, zieht seit Jahrhunderten viele Menschen in seinen Bann. Die jüdischen Bewohner Prags werden immer wieder verleumdet und an-gegriffen. Sie leben in Angst und Schrecken vor der Zukunft. Rabbi Löw beschließt, die Juden gegen die Pogrome zu schützen, indem er den Golem in die Welt bringt, einen Riesen, der aus Lehm von den Ufern der Moldau geschaffen werden konnte. Den vorgeschriebenen Ritualen folgend formt der Rabbi Löw den Golem und haucht ihm Leben ein. Das künstliche Wesen befolgt die Anweisungen des Rabbis und beschützt die Bewohner des jüdischen Ghettos. Jedoch wird es zunehmend gewalttätig, beginnt Angst und Schrecken zu verbreiten.

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 18. November 2006

 

Sonntag, 22. Oktober 2006

17 Uhr: Gedenken am Mahnmal für die deportierten Breisacher Juden am Münsterberg
18 Uhr: Prof. Wolfram Wette im Gespräch mit Freddy Mayer und Gerald Schwab

 

Freitag, 20. Oktober, 18 Uhr

Begrüßungsabendessen für Joan Schwab, Jenny Nash, Freddy Mayer und Gerald Schwab (bitte anmelden bei Monika Thormählen, Tel. 07667/833489 oder monika.thormaehlen@t-online.de)

Hier der Bericht von der Begegnung mit Schülern in der ehemaligen Schule von Freddy Mayer, dem Rotteck-Gymnasium in Freiburg, am 20. Oktober 2006

EINE MAUER AUS SCHWEIGEN, HASS UND SCHMERZ
Israel nach der Intifada

ein Vortrag von Christof Maihoefer, Ulm

Sonntag, 15. Oktober 2006, 18 Uhr im Blauen Haus - Breisach, Rheintorstraße 3

 

Unter der Intifada hat sich das ganze Land verändert, und die gegenseitige Gewalt hat die Gesellschaften umgeprägt. Bilder aus Ramalla und Bethlehem, Tel Aviv und Jerusalem geben Einblicke in Lebenssituationen, die von sichtbaren und unsichtbaren Mauern geprägt sind. Sichtbarer Ausdruck des irrationalen Wechselspiels ist die real entstehende, umstrittene Mauer, die das Land durchschneidet. Sie ist Ausdruck eines Konfliktes, der auf beiden Seiten erbittert geführt wird, aber auch gegenseitiges Propagandamittel. In dem multimedialen Vortrag werden Haltungen und Sichtweisen zum Konflikt in beiden Gesellschaften gezeigt. Der Mauerverlauf und die Entwicklung werden mit den zugrundeliegenden Karten und aktuellen Bildern aus der Region dargestellt. Thema sind aber auch die inneren Mauern, Feindbilder und Denksysteme, deren verhängnisvoller Logik man sich kaum entziehen kann. Es erscheint sehr fraglich, ob in diesen Tagen die Möglichkeit besteht, aus der verfestigten Situation herauszukommen und neue politische Wege zu gehen, oder ob der gerade zur Ruhe gekommene offene Konflikt zwischen dem Libanon und Israel nur das Entré für einen neuen, massiven Schlagabtausch, der die ganze Region nachhaltig umprägen wird, bildete.

Christof Maihoefer ist Religionspädagoge. Er reist regelmäßig in die Region und hat Kontakte zu unterschiedlichsten Gruppen und Personen aus allen Lagern. 2006 hat er Israel bereist und aktuelle Orte aufgesucht.

Europäischer Tag der jüdischen Kultur am 3. September 2006

 

BREISACH (apt). Am Sonntag, 3. September, findet zum 7. Mal der europäische Tag der jüdischen Kultur statt. Aus diesem Anlass werden zahlreiche Kulturdenkmale der jüdischen Geschichte im Elsass und in Baden-Württemberg geöffnet sein. "Europäische Wege des jüdischen Erbes" ist das diesjährige Leitthema. Unter diesem Motto laden die Freunde des Blauen Hauses in Breisach und der Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Sulzburg am Sonntag dazu ein, auf einem "elssässisch-badischen Initineraire (Marschroute)" den Spuren der Familie Kahn zu folgen.

Der Ursprung der Familie Kahn lag wahrscheinlich in Polen und Böhmen. Als Wiege ihrer Familie gilt den Kahns jedoch das elsässische Ribeauvillé, wo Jakob Kahn bis 1722 als Rabbiner wirkte. Sein Sohn David wurde Rabbiner in Alt-Breisach, anschließend in Sulzburg. Dessen Sohn Isaak übernahm von seinem Vater das Rabbinat in Sulzburg. Isaaks Sohn Leopold wurde der erste jüdische Lehrer in Sulzburg. Von seinen 13 Kindern lebten 7 im Elsass und 6 in Sulzburg.

Die badische-elsässische Spurensuche beginnt um 14 Uhr in Sélestat (Schlettstadt) vor dem israelitischen Friedhof. Dort wird das Grab des Rabbiners Kahn besucht. Der nächste Treffpunkt ist um 15.30 Uhr in Biesheim (Elsass) beim Denkmal für die Gefallenen und Deportierten. Auf dem Friedhof wird das Grab von Hirz Kahn besichtigt.

Um 17 Uhr treffen sich die Interessierten am jüdischen Friedhof in Sulzburg, wo die Gräber der Rabbiner David und Isaak Kahn aufgesucht werden. Anschließend wird eine Führung in der ehemaligen Synagoge von Sulzburg und durch die Stadt angeboten.

Um 19 Uhr ist am Blauen Haus in Breisach die letzte Station der Spurensuche. Hier geht es um Marx Kahn, Schulmeister in Breisach. Der alte jüdische Friedhof befindet sich hinter dem nahe gelegenen Synagogenplatz.

Abschließend wird im Blauen Haus über die regionale und europäische Bedeutung der wandernden jüdischen Familien für die Kultur am Oberrhein gesprochen.

Aus: Badische Zeitung von 1. September 2006


Ausführliche Informationen mit Anfangszeiten und Wegbeschreibung

Achtung: Sehr große Dateien!

 

Und hier der Artikel über den Tag in der Badischen Zeitung vom 8. September 2006

"Tänze für das Blaue Haus - Dances for the Blue House"
3. bis 6. August

 

siehe Sonderseite

Projekt "Stolpersteine"
Montag, 10. Juli 2006, 19:30 Uhr
im
Blauen Haus, Rheintorstr. 3, Breisach

 

Gunter DemnigGunter Demnig verlegt Stolpersteine

 

Rolf und Inge Schuhbauer und Schüler aus Müllheim stellen das Projekt in Müllheim vor.

 

"JÜDISCHE GESCHICHTE ZUM LÄCHELN"

mit Pierre Helmer
und

MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2006

Montag, 12. Juni 2006, 19:00 Uhr im Blauen Haus
Rheintorstr. 3 (früher Judengasse), Breisach

 

19:00 Uhr: "Jüdische Geschichten zum Lächeln" erzählt von Pierre Helmer. Pierre Helmer hat die Nazizeit mit seiner Familie "wie ein Wunder" überlebt. Er sammelt jüdische Geschichten und lädt ein zu einem Abend, der dem feinsinnigen Humor gewidmet ist, mit dem die Erfahrungen der ost- und westeuropäischen Juden ausgedrückt werden.
Ab 20:00 Uhr: Mitgliederversammlung

TOP 1: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 27.04.2005
TOP 2: Bericht des Vorstands, Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
TOP 3: Entlastung des Vorstands
TOP 4: Wahlen zum Vorstand und Wahl der Kassenprüfer
TOP 5: Planung für 2006: "Tänze für das Blaue Haus", Stiftungsinitiative, Perspektiven
TOP 6: Verschiedenes

Rechenschaftsbericht 2005 (unbearbeitet)
Rechenschaftsbericht 2004

Ariana Burstein und Roberto Legnani

Música Española - Spanische Musik aus vier Epochen für Violoncello und Gitarre
Konzert Ariana Burstein und Roberto Legnani

Sonntag, 28. Mai 2006, 18 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstr. 3 (früher Judengasse), Breisach

 

"Ariana Burstein und Roberto Legnani gehören als Duo zur Weltklasse – zwei Künstler mit einer Frische und Intensität, die in ihrem Temperament atemberaubend und in ihrem ungekünstelten Spiel von imponierender Virtuosität sind. Die Tonlage beider Instrumente ist betörend und reizvoll für den Hörer. Die Musiker spielen preisgekrönte Instrumente: das von K. Stoll gebaute Violoncello und die Hopf-Gitarre „La Portentosa“ sind Zeugnisse hoher Instrumentenbaukunst.

Seit 1996 sind Ariana Burstein (Violoncello) & Roberto Legnani (Gitarre) jährlich auf Tournee und feiern 2006 das gemeinsame 10jährige Bühnen-Jubiläum. Sie haben in diesen Jahren ein reichhaltiges Repertoire geschaffen. Mit Cello und Gitarre führen sie die Hörer in eine neue Klangwelt ein. Einer der Publikumserfolge ist das Programm „Música Española“. Eine Auswahl dieser Werke ist auf der Tournee 2006 zu hören. Exklusive CD-Einspielungen bei ELEG.

Mit duftigen orientalischen Klängen, zündenden andalusischen Rhythmen und musikalischen Landschaftsbildern bringt das Duo eine farbenprächtige Palette spanischer Musik von großem Saitenschlag auf das Podium. Dargeboten wird eine faszinierende Tonmalerei mit traditionellen Inhalten, mit jüdischen und arabischen Elementen, die aus dem „cante jondo“ stammen. Wie sich spanische Musik außerhalb Spaniens anhört, wird in den großartigen Kompositionen von Albéniz, Granados und Sarasate präsentiert. Zu den Programmhöhepunkten zählt u. a. die berühmte „Carmen-Fantasie“."

Text: Tournee- und Pressebüro Ulla Cunningham

Hans Elard Ludin

"2 ODER 3 DINGE, DIE ICH VON IHM WEISS"
ein Film von Malte Ludin

Nur Donnerstag, 4. Mai, 20:15 Uhr
in den Engellichtspielen in Breisach, Rheinstr. 10

 

Deutschland 2004 - Regie: Malte Ludin
Prädikat: besonders wertvoll
FSK: ab 12 - Länge: 85 min.

Beschreibung

Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Vergangenheit des Vaters aktenkundig, aber unter seinen Verwandten wird sie beschönigt, geleugnet und verdrängt - mit all der Leidenschaft, zu der nur Familienbande fähig sind.

Hanns Ludin wird bereits in der Weimarer Republik berühmt, weil er in der Reichswehr für Hitler konspiriert. Nach 1933 steigt er schnell zum SA-Obergruppenführer auf. Ihm werden der Blutorden und andere hohe Weihen des Nazistaates zuteil. 1941 schickt ihn Hitler als Gesandten in den "Schutzstaat" Slowakei. Als "Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches" soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: vor allem die "Endlösung". Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den Amerikanern an die Tschechoslowakei ausgeliefert, 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Diese Tatsachen nimmt sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, zum Ausgangspunkt einer schmerzlichen filmischen Auseinandersetzung mit den Legenden, die in der Familie über den Vater kursieren. War er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher? Auf einmal sind alle bereit zu reden: Die Schwestern, Schwager, Nichten und Neffen ...

Es entsteht ein intimes und doch beispielhaftes Filmdokument - ein hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. 60 Jahre nach Kriegsende spielt die Hitlerkatastrophe in deren Leben noch immer eine brennend kontroverse Rolle.

Text & Foto: Plan 7

Außerdem im Mai

 

  • Freitag, 5. Mai 2006, 11 Uhr: Schüler der Hugo-Höfler-Realschule treffen Margaret Rosenbaum und ihre Familie. Margaret Rosenbaum ist eine Enkelin von Berthold Levy, der 1957 in Breisach starb.
  • Samstag, 6. Mai 2006, 19 Uhr: Einladung zu einem Essen mit Margaret Rosenbaum und ihrer Familie im Blauen Haus. Anmeldungen bitte bei Monika Thormählen, Tel. 07667/833489
  • 07. Mai 2006, 14 Uhr: Jahresverssammlung des Vereins „Les amis du Judengarten de Mackenheim“
  • 17. Mai 2006, 14 Uhr: Uri Taenzer und seine Frau besuchen das Blaue Haus. Uri Taenzer ist ein Nachkomme der Familie Burgheimer.
  • Ab Mittwoch, 23. Mai 2006: Marlene und Heinz Feldman besuchen das Blaue Haus. Marlene Feldman ist die Tochter von Trude Friedberg-Kleefeld.

Barracken in Ulm

"ZWISCHEN VERNICHTUNG UND NEUBEGINN"

Displaced Persons in Baden-Württemberg zwischen 1945 und 1950

Vortrag von Christof Maihöfer freier Mitarbeiter am Dokumentationszentrum "Ehemaliges KZ Oberer Kuhberg" Ulm

Für viele markiert der 8. Mai 1945 das Ende des 2. Weltkrieges. Damit ging auch die Zeit der Lager und Zwangsarbeit zu Ende. Das ist nur teilweise richtig, denn von über 10 Millionen ehemaligen KZ-Häftlingen, Zwangsarbeitern und von den Nazis Verschleppten und Vertriebenen konnten viele nicht mehr in ihre alte Heimat zurück. Besonders im Bereich der amerikanischen Militärverwaltung entstanden für die "Displaced Persons" (DPs) unglaublich viele und riesige Lagerkomplexe.

In einem multimedialen Vortrag bekommen Sie einen Einblick in die Lagerwelt der Region, ihre Geschichte und die Personen, die davon betroffen waren.

Sonntag, 9. März 2006, 18:00 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

"ES GEHT NOCH EIN SCHIFF NACH SCHANGHAI AM 13. JUNI 1939"
Meine Flucht und mein Leben

von Michael Nathanson, Schmieheim
am
Montag, 13. März 2006, 19:30 Uhr

 

Michael Nathanson verdankt sein Leben der Entschiedenheit seiner Mutter, ihren jüdischen Mann und die zwei Söhne 1939 - in letzter Minute - aus Berlin in Sicherheit zu bringen.

 

Montag, 13. März 2006, 19:30 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach (Blaues Haus)
Rheintorstr. 3 (früher "Judengasse")

Alfred Döblin

Alfred Döblin, Arzt und Schriftsteller,
und das Psychiatrische Landeskrankenhaus Emmendingen

von Dr. Gabriel Richter

Dr. med. Alfred Döblin, Schriftsteller und Psychiater, wurde, nachdem er bereits in Freiburg promoviert wurde und während seines zweiten Exils ab 1953 mehr Zeit in Deutschland als in Frankreich verbracht hatte, vom 1.6. bis zu seinem Tode am 26.6.1957 im damaligen Psychiatrischen Landeskrankenhaus wegen mehrerer körperlichen Erkrankungen bei fortbestehender allgemeiner Hinfälligkeit behandelt.

Der ‚Fall‘ Döblin dokumentiert zweierlei: die Sonderbehandlung Döblins, die er als bekannter Emigrant erfuhr, und die immensen Behandlungs- und Versorgungsdefizite, die in der Psychiatrie in Emmendingen bestanden.

Döblin wurde in Housseras bei St. Dié in den Vogesen gemeinsam mit seinem Sohn Wolfgang und seiner Ehefrau Erna, die sich bald nach seinem Tode das Leben nahm, in aller Stille beerdigt.

Montag, 13. Februar 2006, 19:30 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 3. März 2006

EINE TÖDLICHE UNTERSCHEIDUNGL
Vortrag und Buchvorstellung am 31. Januar 2006 im Blauen Haus

von
Prof. Michael N. Ebertz, Katholische Fachhochschule Freiburg
am
Dienstag, 31. Januar 2006, 19:00 Uhr

 

Aus Anlass der Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945 stellt Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz von der Katholischen Fachhochschule Freiburg das neu erschienene Buch über das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden in der Zeit von 1933 bis 1940 in Breisach vor.

 

Dienstag, 31. Januar 2006, 19:00 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach (Blaues Haus)
Rheintorstr. 3 (früher "Judengasse")

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 9. Februar 2006

JÜDISCHES SCHICKSAL - UNGARISCHES SCHICKSAL
Das Entscheidungsjahr 1944 - eine Tragödie der letzten Kriegsmonate in Ungarn

Vortrag von Josef Hidasi
am
Montag, 9. Januar 2006, 19:30 Uhr

 

Josef Hidasi wurde als Schüler in einer Provinzstadt nördlich von Budapest im Alter von vierzehneinhalb Jahren von der ungarischen Armee vor der Deportation nach Auschwitz gerettet. Mit einem Arbeitsbataillon kommt er an die Karpathenfront, wo er überlebt. Auf dem abenteuerlichen Rückweg entkommt er dem Massenmord eines SS-Kommandos und danach, in Budapest, dem Terror der Pfeilkreuzler.

Seine Odyssee dauerte neun Monate. Bis er am Ziel war, hatte er viele Helfer.
Er kommt alleine an, ohne seine Familie.

 

Montag, 9. Januar 2006, 19:30 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach (Blaues Haus)
Rheintorstr. 3 (früher "Judengasse")

Text des Vortrags, ergänzt durch Bilder des Autors aus Privatbesitz

Veranstaltungen im Jahr 2005

MAX LIEBERMANN
ein deutsch-jüdisches Malerleben

Vortrag mit Bildern von Axel Seibert
am
Montag, 12. Dezember 2005, 19:30 Uhr

 

Am Anfang seiner Laufbahn in krassem Gegensatz zum vorherrschenden Kunstgeschmack des Kaiserreiches stehend, avancierte Liebermann schließlich zu einem der erfolgreichsten deutschen Maler. Die Nationalsozialisten setzten diesem Erfolg ein jähes Ende.

 

Montag, 12. Dezember 2005, 19:30 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach (Blaues Haus)
Rheintorstr. 3 (früher "Judengasse")

siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 5. Januar 2006

„THE INDISCRIBABLE AND THE UNDISCUSSABLE“
(Das Unbeschreibbare und Undiskutierbare)

Über die Rolle von „feeling-facts“ in den innerfamiliären Beziehungen im Deutschland der Nachkriegszeit
Seminar in deutscher Sprache mit Professor Dan Bar-on, Ben-Gurion-Universität, Israel

 

Seit zwei Jahrzehnten untersucht Prof. Dan Bar-On Beziehungsstrukturen in deutschen Familien und die Art und Weisen, in denen über die Nazizeit gesprochen und geschwiegen wird. In diese Forschungsarbeit wird das Seminar einführen und die Teilnehmer an ihr beteiligen. Zur Vorbereitung steht ein Text aus dem obengenannten Buch in Übersetzung zur Verfügung, der bei der Anmeldung abgeholt werden kann.

Donnerstag, 17. November 2005, 14 - 18 Uhr
Carl-Schurz-Haus, Kaiser-Joseph-Str. 266, Vortragssaal, 1. OG

 

Kostenbeitrag: 15 Euro, Studenten 8 Euro
Anmeldung über Carl-Schurz-Haus, Tel. 0761/31647 oder e-mail: programm@carl-schurz-haus.de

Veranstalter:

  • Körber-Stiftung Hamburg
  • E-WERK Freiburg
  • Katholische Fachhochschule Freiburg
  • Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut e.V.
  • Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus („Das Blaue Haus“) in Breisach a. Rh.
  • Katholische Akademie Freiburg
  • Erinnern und Lernen e.V.

65. JAHRESTAG DER DEPORTATION DER BADISCHEN JUDEN

Tafel

Am 22. Oktober jährt sich die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden zum 65. Mal. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, den 23. Oktober, gegen 11:30 Uhr auf Einladung der Stadt Breisach eine kleine Gedenkfeier statt. Der Ort ist beim Mahnmal unterhalb des Münsters in der Münsterbergstraße. Dort war im September vergangenen Jahres ein Gedenkstein von Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums errichtet worden.

siehe Badische Zeitung vom 24. Oktober 2005

Am Abend wird im Rahmen einer Lesereihe aus dem Werk von Jacob Picard aus Wangen am Bodensee, Dichter des süddeutschen Landjudentums 1883 – 1967, gelesen

20 Uhr Lesung aus dem Werk von Jacob Picard

Hans Helmut Straub, Stadttheater Konstanz
Eintritt: 8 Euro/ermäßigt 6 Euro

siehe Badische Zeitung vom 26. Oktober 2005

Auf Veranlassung des Badischen Oberrats der Israeliten in Karlsruhe unternahm Jacob Picard noch 1937/1938 zwei Lesereisen: Er trug in jüdischen Kulturbünden und Lehrhäusern aus seinem kurz zuvor erschienenen Buch „Der Gezeichnete“ vor, um „den Menschen in der schweren Zeit Bestätigung ihres Eigensten zu geben und ein wenig Trost“.

Der Freundeskreis Jacob Picard im FORUM ALLMENDE e.V. hat eine Lesereihe initiiert, die daran anknüpft und die Picards einzigartiges Werk wieder ins Licht rücken soll. Neben Breisach ist die Lesung zwischen 10. 9. 2005 und 27. 1 2006 in 14 anderen badischen Städten und Gemeinden zu hören. Tafel

UNSER HERBSTPROGRAMM

Sonntag, 4. September 2005: Sechster Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

11 Uhr: Führung mit Günter Boll: Judengarten in Mackenheim/Elsaß
11 - 18 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet 14 Uhr: Bodo Kaiser: Rückkehr in die vergessene Schule (Film) - Ein Schülerprojekt der Erinnerung an die jüdischen Schüler der Lessing Realschule Freiburg (2004)
16 Uhr: Führung Blaues Haus und ehemaliges jüdisches Viertel

 

Samstag, 10. September 2005: Deutsch-Französischer Denkmaltag in Breisach-Neuf Brisach

10 Uhr: Festspiele Breisach Münsterberg, u.a. Verleihung des Förderpreises der Denkmalstiftung Baden-Württemberg an den Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach
14 - 19 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet
16.30 Uhr: Vortrag von Günter Boll: Ein Kind des Dreißigjährigen Krieges: die jüdische Gemeinde Breisach ... [geänderte Zeit !!]

 

 

Sonntag, 11. September 2005: Tag des offenen Denkmals Baden-Württemberg 2005

11 - 18 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet
16 Uhr Führung
18 Uhr Treffen des Stifterkreises: Eine Stiftung für das Blaue Haus

 

Sonntag, 18. September 2005: Deutsch-Französisches Kulturfest

11 - 18 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet. Ausstellung Breisach 1945/1946. Fotografien von Gerald Schwab
16 Uhr: Führung durch das ehemalige jüdische Viertel und das Blaue Haus

 

Samstag, 1. Oktober 2005

20.15 Uhr: Aus dem Herzen Lateinamerikas - Sozialkritische Strömungen in Liedern. Dagmar Dümchen de Linares, Gesang mit Gitarre ... muss leider abgesagt werden !!

 

Sonntag, 2. Oktober 2005

17.30 – 21.30: Die Zukünfte der Erinnerung: An der Veranstaltungsreihe im E-WERK Freiburg „Erinnern aus zweiter Hand – Kultur der Erinnerung?“ beteiligt sich das Blaue Haus mit einer Führung, dem Film von Bodo Kaiser über Ralph Eisemann, und Projektionen von Familienbildern in der ehemaligen Judengasse „in Erinnerung an Familie Berthold Levy“.
Genaueres im Veranstaltungsprogramm des E-Werkes

 

Samstag, 22. Oktober 2005: Zum 65. Mal jährt sich die Deportation der Breisacher und aller badischen und saarpfälzischen Juden nach Gurs

 

Sonntag, 23. Oktober 2005

Eine Lesereihe im Gedenken an eine Lesereise
Jacob Picard aus Wangen am Bodensee Dichter des süddeutschen Landjudentums 1883 – 1967

20 Uhr Lesung aus seinem Werk Hans Helmut Straub, Stadttheater Konstanz
Eintritt: 8 Euro/ermäßigt 6 Euro

Auf Veranlassung des Badischen Oberrats der Israeliten in Karlsruhe unternahm Jacob Picard noch 1937/1938 zwei Lesereisen: Er trug in jüdischen Kulturbünden und Lehrhäusern aus seinem kurz zuvor erschienenen Buch „Der Gezeichnete“ vor, um „den Menschen in der schweren Zeit Bestätigung ihres Eigensten zu geben und ein wenig Trost“.

Der Freundeskreis Jacob Picard im FORUM ALLMENDE e.V. hat eine Lesereihe initiiert, die daran anknüpft und die Picards einzigartiges Werk wieder ins Licht rücken soll. Neben Breisach ist die Lesung zwischen 10. 9. 2005 und 27. 1 2006 in 14 anderen badischen Städten und Gemeinden zu hören.

Dan Bar-on
Foto: Martin Lengemann

DAN BAR-ON: ERZÄHL DEIN LEBEN!
Wege zur Dialogarbeit und politischen Verständigung in Deutschland und Israel

Montag, 27. Juni 2005, 20.15 Uhr
Universität Freiburg, Hörsaal 3042 (Kollegiengebäude III)

 

Bericht der Badischen Zeitung vom 30. Juni 2005

Interview der Badischen Zeitung vom 7. Juli 2005

Dan Bar-On wurde in Deutschland bekannt durch seine Suche nach den Kindern von Nazi-tätern, die er vierzig Jahre nach Kriegsende in Interviews und Selbsthilfegruppen traf.

„Am meisten verstörte mich, daß ich auf der Suche nach etwas war, das niemanden wirklich interessierte.“ Auf der Straße gab es „nichts, was daran erinnert hätte, worum es in dem Interview gegangen war.“ Ich mußte mich immer wieder „selbst davon überzeugen“, „dass das, was ich gehört hatte, real und nicht Teil meiner Einbildung war.“

Dan Bar-On betrat 1985 ein wissenschaftliches Niemandsland. Nach der Publikation seiner Forschungsarbeit wurde er selbst eine Anlaufstelle für viele der zigtausend Betroffenen, die Hilfe an Anspruch nehmen möchten.

Bevor er nach Deutschland kam, hatte er schon im Israel der siebziger Jahre ein Tabu durchbrochen, als er mit Überlebenden der Schoa und ihren Nachkommen sprach. Später brachte er Kinder von Tätern und die Kinder der Opfer in Gesprächsgruppen zusammen.

Heute entwickelt er Dialogarbeit mit palästinensischen und jüdischen Studenten in Israel und ermutigt sie, die Geschichten ihrer Familien zu erforschen und „Inseln der Vernuft“ zu schaffen.

Dan Bar-On ist Professor für Psychologie an der Ben-Gurion Universität in Beer-Sheva und Co-Direktor von „PRIME“ (Peace Research Institute in the Middle East) in Beit Jala. Er wurde 1938 als Sohn deutscher Juden in Haifa geboren. Bevor er ein kritischer und politisch engagierter Psychologe wurde, war er überzeugter Kibbuznik und Landwirtschaftsstudent.

Mitveranstalter:
edition Körber-Stiftung, Hamburg
Psychoanalytisches Seminar Freiburg e.V.
"Colloquium Politicum" der Universität Freiburg
Carl-Schurz-Haus Freiburg
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.
Katholische Fachhochschule Freiburg

Literaturauswahl:

  • Dan Bar-On: Erzähl Dein Leben! Meine Wege zur Dialogarbeit und politischen Verständigung. edition Körber-Stiftung, Hamburg 2004 *
  • Dan Bar-On: Die Last des Schweigens. Gespräche mit Kindern von Nazitätern. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg. Erw. Neuausg. 2003 *
  • Dan Bar-On: Furcht und Hoffnung. Von den Überlebenden bis zu den Enkeln. Drei Generationen des Holocaust. EVA Hamburg 1997
Die mit * gekennzeichneten Bücher können am Abend des Vortrags erworben werden.

Bestellhinweis

 


 

GEDENKEN ZUM 8. MAI 1945
60 JAHRE NACH DER BEFREIUNG VOM NAZI-REGIME

 

7. Mai 2005
  • 18 Uhr: Kranzniederlegung und Gedenken am Mahnmal an der Münsterbergstraße, anschließend ökumenischer Gottesdienst im Münster
8. Mai 2005
  • 15 – 16.30 Uhr: Stadtführung mit Uwe Fahrer auf den Spuren von Krieg, Kriegsende und Nachkriegszeit. Treffpunkt am Münsterplatz und Ende im Blauen Haus. Anschließend:

  • Ab 17 Uhr: Eröffnung der Ausstellung von Fotos, die Gerald Schwab (Alexandria, Virginia) 1945 und 1946 in Breisach machte und Gespräch mit ihm. Gerald Schwab kehrte mit der US Armee nach Deutschland zurück und besuchte die zerstörten Städte, aus denen er und seine Familie fünf Jahre zuvor geflohen waren: Freiburg und Breisach. Für die Nürnberger Prozesse arbeitete er als Übersetzer.
    Breisach 1946 - Foto: Gerald Schwab

    Bericht der Badischen Zeitung vom 9. Mai 2005
    Bericht der Badischen Zeitung vom 11. Mai 2005

9. Mai 2005

10. Mai 2005
  • 18 Uhr: Carl Schurz Haus Freiburg. „Aus Deutschland 1940 vertrieben, mit der US-Army 1945 zurückgekehrt“. Gerald Schwab im Gespräch mit Prof. Wolfram Wette (Universität Freiburg)

    Bericht der Badischen Zeitung vom 12. Mai 2005

JAHRES-MITGLIEDERVERSAMMLUNG
am Mittwoch, dem 27. April 2005, um 19.30 Uhr
im Blauen Haus in Breisach, Rheintorstr. 3

 

  • 19.30 Uhr „Fahr mal hin: Straße der Synagogen – Südbaden“ Film von Winfried Lachauer (Südwest Fernsehen am 1. 3. 2005)
Ab 20 Uhr: Tagesordnung:
  • TOP 1 Protokolle der Mitgliederversammlung vom 1. 3. u. 30. 3. 2004 und vom 16. 1. 2005
  • TOP 2 Bericht des Vorstands, Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
  • TOP 3 Entlastung des Vorstands
  • TOP 4 Nachwahlen zum Vorstand: Schriftführer/in und Beisitzer/in
  • TOP 5 Planung für 2005 und 2006
  • TOP 6 Verschiedenes. Bitte Vorschläge bis zum 20. 4. 2005 beim Vorstand einreichen.

SYMPOSIUM IM HAUS ZUR LIEBEN HAND, LÖWENSTR. 16, FREIBURG
MONTAG, 11. APRIL 2005, VON 15-19 UHR

"It's been sixty years since ..."

Für ein anderes Deutschland: Deutsche und Österreicher zwischen "Kriegsverrat" und Kampfeinsatz in den Streitkräften der Alliierten während des 2. Weltkriegs

Deutscher Widerstand gegen Hitler liest sich in der Regel als ein fester Satz von Aktionen: der 20. Juli, die Geschwister Scholl, Bonhoeffer, allenfalls noch Georg Elsner und die Bombe im Bürgerbräukeller.

Was bisher nahezu vollständig übersehen und auch verschwiegen worden ist, ist der militärische Widerstand, den viele Tausend deutsche und österreichische Emigranten, aber auch übergelaufene und desertierte Wehrmachtssoldaten in den Kriegsjahren gegen die Schrecken der Naziherrschaft leisteten: 7000 Deutsche und 3000 Österreicher dienten während des Krieges unter falschem Namen und mit erfundenen Biographien allein in den britischen Streitkräften, wie Peter Leighton-Langer, einer von ihnen und Autor von X STEHT FÜR UNBEKANNT (Berlin: Arno, 1999) belegt. Dazu kamen weitere zehntausend in den US-Streitkräften und kleinere und größere Gruppen in den Streitkräften fast aller Alliierten, einschließlich der französischen Resistance und der griechischen, italienischen, polnischen und jugoslawischen Partisanen.

Diese Geschichte ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Zum 60. Jahrestag des Kriegsendes ist es an der Zeit, sie zu erzählen. Das Symposium will einen Blick auf diesen weithin blinden Fleck der Geschichtsschreibung werfen, auf jenen Widerstand von außen, den die Deutschen in den Streitkräften der Alliierten geleistet haben.

 

Programm (Vorträge):

  • Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, Universität Freiburg:
    "Zwischen Charles F. Adams und Stefan Heym"

  • Prof. Dr. Wolfram Wette, Universität Freiburg:
    Deutsche in fremden Streitkräften: ein Überblick

  • Capt. Peter Leighton-Langer, Bensheim:
    The King‘s Own Loyal Enemy Aliens: Deutsche und Österreicher in den britischen Streitkräften während des 2. Weltkriegs

  • Dr. Detlef Vogel, Militärgeschichtliches Forschungsamt (ret.), Glottertal:
    Rettung in letzter Minute

  • Dr. Alexander Neumann, Universität Heidelberg:
    Deutsche Soldaten in der französischen Resistance

  • Dr. Heike Bungert, Universität Bremen:
    Das Nationalkomitee Freies Deutschland, die Freien Deutschen Bewegungen und die USA

    Eine Veranstaltung des Carl-Schurz-Hauses, Freiburg
    Anmeldung erbeten, Carl-Schurz-Haus, Tel. 31647

WEGE IM HARTEN GRAS

Vortrag, Lesung und Gespräch
mit Ruth Weiss

"Ich versuche, etwas zu erklären, das nicht so leicht zu erklären ist: wie man durch Zufall aus Fürth bei Nürnberg nach Johannesburg kommt, somit den Holocaust überlebt, dabei politisiert wird und es für sein Leben lang bleibt, genauso, wie man auch im Exil bleibt, im ewigen Exil des Außenseiters."

Als "Wandernde zwischen verschiedenen Welten" sieht sich die aus dem fränkischen Fürth stammende Publizistin, die 1936 als Jüdin im Alter von 12 Jahren mit ihrer Familie nach Südafrika emigrierte. Ihre vornehmlich in den 80er Jahren erschienenen Bücher weisen sie nicht nur als exzellente Kennerin des südlichen Afrika aus, sondern belegen auch ihr Engagement für Frauenrechte und gegen Rassendiskriminierung in Südafrika. Wurzeln schlagen konnte die angesehene (Wirtschafts-)Journalistin nicht; stets pendelte sie zwischen Städten wie London, Köln oder Harare/Zimbabwe hin und her. Ihr bewegtes Leben brachte sie erstmals in ihrem Buch "Ein Lied ohne Musik" (BA 10/83) zu Papier; nun schien es ihr an der Zeit, dieses grundlegend um- und fortzuschreiben. Herausgekommen ist dabei die spannende und ungeschminkte Lebensgeschichte einer politisch aktiven, Gerechtigkeit und Toleranz verpflichteten Frau.

Rezension (Roland Schmitt) des Buches "Wege im harten Gras" von Ruth Weiss

***

Eine Veranstaltung
des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach

im Blauen Haus (Rheintorstraße 3)
am Mittwoch, den 2. März 2005, um 19 Uhr

 

Bericht der Badischen Zeitung vom 9. März 2005

ORDURES

Der Mensch ist auf Erden, um in den Himmel zu kommen
In memoriam Bert Jäger (1919 1998)

Licht- und Dunkelbilder von Günter Boll
Gedichte von Giuseppe Ungaretti, Johannes Bobrowski und Bert Jäger
Peter Achten: Geige

Eine Veranstaltung
des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach

im Blauen Haus (Rheintorstraße 3)
am Donnerstag, dem 17. Februar 2005, um 19 Uhr

 

"WIDER DEM VEGESSEN"
Veranstaltung mit Ausstellung zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
in Gottenheim und Breisach vom 27. bis 30. Januar 2005

 

PROGRAMM

MITGLIEDERVERSAMMLUNG - FILMURAUFFÜHRUNG - NEUJAHRSEMPFANG
16. Januar im Blauen Haus

 

Veranstaltungen im Jahr 2004

JÜDISCHE MUSIK AUF SCHELLACK
ein Vortrag mit historischen Aufnahmen

von Eckhard John und Heidy Zimmermann

Wie klingt jüdische Musik?
Der Vortragsabend wird gestaltet von Heidy Zimmermann und Eckhard John, zwei Musikwissenschaftlern, die sich seit Jahren mit der Geschichte jüdischer Musik beschäftigen. Gemeinsam haben Sie das gerade veröffentlichte Buch "Jüdische Musik? Fremdbilder Eigenbilder" herausgegeben. Diese Neuerscheinung bietet Anlass zu einem Vortrag mit zahlreichen seltenen Hörbeispielen, welche die Vitalität und Vielfalt jüdischer Musik in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Erinnerung rufen.

Sonntag, 05. Dezember 2004
18:00 Uhr, Blaues Haus, Rheintorstr. 3 (früher 'Judengasse'), Breisach

 

Bericht der Badischen Zeitung vom 11.12.2004

Tafel

Abtransport der Juden
aus Lörrach -
Leute schauen vom Balkon

GEDENKEN AN DIE DEPORTATION DER JUDEN VOR 64 JAHREN

Freitag, 22. Oktober 2004 16 Uhr
am neuen Mahnmal auf dem Platz des Denkmals für die Opfer des Krieges
Münsterbergstraße Breisach

Die Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums Freiburg, die im Rahmen des "Mahnmalprojektes" den Gedenkstein geschaffen haben (s. Foto unten), werden an der Veranstaltung teilnehmen. Marlene Feldman aus San Francisco, Nachfahrin von Familie Kleefeld aus Breisach, und ihr Mann Heinz Feldman sind anwesend.

Am 24. Oktober 2004 wird die andere Hälfte des Gedenksteins zum zentralen Mahnmal für 137 Gedenksteine nach Neckarzimmern gebracht. Das Mahnmalprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Schavan und wird von der Erzdiözese Freiburg und der Evangelischen Landeskirche in Baden koordiniert.

 

Bericht der Badischen Zeitung vom 26.10.2004
Bericht des ReblandKuriers vom 27.10.2004

Tafel

MAHNMALPROJEKT IN BREISACH

Aufstellung eines Gedenksteines am 27. September auf dem Münsterberg

Einige Schülerinnen des St. Ursula-Gymnasiums haben im Rahmen des Mahnmalprojektes (Recherche über die aus Baden deportierten jüdischen Menschen am 22.10.1940) mit großer Unterstützung des Bildhauers Helmut Lutz (Breisach) einen Gedenkstein erstellt. Ein Teil wurde am Montag in Breisach aufgestellt, der andere wird im Oktober 2004 in das zentrale Mahnmal in Neckarzimmern integriert werden. In Breisach steht der Stein auf dem Platz des Denkmals für die Opfer des Krieges an der Münsterbergstraße unterhalb des Münsterhotels.

Bericht der Badischen Zeitung vom 29.9.2004

Tafel
Foto: Badische Zeitung

VERANSTALTUNGEN IM BLAUEN HAUS IM SEPTEMBER

 

5. September 2004: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

  • ab 11 Uhr: Offenes Haus
  • 14 Uhr: Bibliothek und Archiv werden vorgestellt. In memoriam Martin Bier
  • 18 Uhr: Manès Sperber: „Ich muß mir merken wie ich heiße“ Texte vom Lernen
  • 11 Uhr: Führung mit Günter Boll auf dem Jüdischen Friedhof in Mackenheim/Elsaß

 

12. September 2004: Tag des offenen Denkmals

  • 11-18 Uhr: Offenes Haus
  • 18 – 19.30 Uhr: Diskussion im Verein: Was denken die Mitglieder über den Pflasterkreis „1933“ und den Umgang mit Relikten der NS-Zeit in Breisach?

 

19. September 2004, 19 Uhr: 90 Minuten mit der Klezmergruppe „Kapelje“.

  • Seit 2 Jahren spielen die 6 Freiburger Musiker „Musik, die berührt, pulsierend zwischen Melancholie und Lebensfreude, im Jiddischen verwurzelt , vom Jazz gestreift, dem Orient zugewandt, eigenen Improvisationen Raum gebend.“
    Eintritt: 5.- Euro

 

Bitte merken Sie vor: 22. Oktober 2004 Gedenken an die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden
10. November 2004 Gedenken an den Pogrom und die Zerstörung der Synagoge 1938
23. 11. 2004 Dr. Eckhart John, Freiburg und Heidi Zimmermann, Basel: „Jüdische Musik?“
Musikwissenschaftlicher Vortrag über ihr im Oktober 2004 erscheinendes Buch (Böhlau Verlag Köln)

DIE GRÜNDERFAMILIEN DER JÜDISCHEN GEMEINDE VON BREISACH:
DIE GEISMARS IN BADEN UND IM ELSASS

Konferenz in Breisach am Rhein
vom 27. Juni bis 1. Juli

 

Programm (PDF-Datei, 467 KB)

Presseartikel:

"DAS MISSHANDELTE KIND
ein psychoanalytisches Konzept zur integrierten Behandlung von Kindern und Jugendlichen"

Vortrag von Dr. Yecheskiel Cohen, Jerusalem

Dr. Cohen stellt in dem gerade erschienenen Buch sein Behandlungskonzept für traumatisierte Kinder und Jugendliche vor, das er als Mitarbeiter und langjähriger Direktor des B'nai B'rith Residential Treatment Center entwickelt hat. Er ist in Bernburg geboren und konnte mit seinen Eltern aus Nazideutschland fliehen.

Mittwoch, 16. Juni 2004

  • 20.30 Uhr: Buchvorstellung
  • 19.30 Uhr: Führung durch das Blaue Haus

Eine Veranstaltung gemeinsam mit dem Psychoanalytischen Seminar Freiburg

„CHEDER FÜR ALLE"

Um den Dialog zwischen Interessierten und Zweiflern, Gläubigen und Atheisten zu fördern, machen wir noch vor den Sommerferien ein seminaristisches Angebot:
An drei Sonntagen, am 23. Mai, am 06. Juni und am 11. Juli, jeweils ab 12 Uhr mittags, wollen wir unsere Kenntnisse der Abrahamitischen Traditionen austauschen, ggf. erweitern und ausbauen.

CHEDER ist die Bezeichnung für die häusliche Stube der Juden, in der die religiöse Praxis vor allem an die Jugend weitergegeben und eingeübt wurde. Im Unterschied zu den Lehrhäusern bedurfte man dafür noch keiner Vorkenntnisse und Prüfungen.

Mit drei Themenfeldern wollen wir in diese Aufgabe einsteigen:

  • Am 23. Mai: "Die Juden haben ... zum Beispiel: Jesus gekreuzigt" (historische Vorurteile, ideologische Vorwürfe und Anklagen müssen aufgrund der Fakten und Dokumente revidiert werden)
  • Am 06. Juni: "Religionen der Schrift" (vom Umgang mit den "Quellen", mit Dokumenten und Zeugnissen)
  • Am 11. Juli: "Ererbtes von den Vätern" (die Feste, heilige Zeiten und Orte - die Namen, Väter- und Müttergestalten in der Überlieferung - der rote Faden durch alle sogenannten Testamente )
Wir bitten die Interessenten um Anmeldung

Für Material und sonstige Unkosten (Imbissangebot) bitten wir um einen Beitrag:
Mitglieder 3,- Euro / Gäste 7.- Euro pro Tag (7.- / 15.- Euro der ganze Kurs)

Änderungen sind noch vorbehalten

GEDENKEN - GEDANKEN
AUSCHWITZ UND KEIN ENDE

ein Abend mit Gerhard Dümchen, Samuel Harding und Dr. Christiane Walesch-Schneller

22. Januar 2004 (Do), 19:00 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstraße 3, Breisach
(früher Judengasse)

 

20. Januar 1942: Wannsee Konferenz
27. Januar 1945: Befreiung der über-
lebenden Häftlinge von Auschwitz
durch die Rote Armee.

Jedes Seminar und jede Führung durch die Wannsee Villa beginnt mit einer Richtigstellung. Die so genannte “Endlösung der Judenfrage”, die Ausrottung die Juden Europas, wurde nicht am 20. Januar 1942 in diesem Haus verabschiedet. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits beschlossen. Die Wannsee-Konferenz behandelte nur die praktische Fragen der Durchführung. Die unterschiedlichen Behörden und Ministerien sollten besser zusammen arbeiten. Obwohl diese Feststellung immer erzählt wird, denken viele, vor allem jüdische Besucher, immer noch am Ende ihrer Zeit im Haus, dass die systematische Ermordung der europäischen Juden dort beschlossen wurde. Wie Auschwitz zum Symbol der Genozid geworden ist, so wird der Wannsee-Konferenz zum Symbol der Vorausplannung der Holocaust. Obwohl diese Symbolen oft unhistorisch sind, versuchen die Mitarbeiter der Wannsee Vila nicht weiterhin, sie zu korrigieren. Manche Menschen brauchen auf einer psychologische Ebene zu glauben, dass sie den Ort besucht haben, wo die Entscheidung getroffen wurde, die Juden auszurotten. Gedenkstätten müssen genau so auf die pädagogische Seite Rücksicht nehmen wie auch auf die historische.

  • Samuel Harding arbeitet seit September 2003 als Freiwilliger der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste für den Förderverein im Blauen Haus. Er stellt seine Arbeit vor und berichtet von seinem Einblick in die Arbeit der Gedenkstätte Haus der Wannsee Konferenz in Berlin.

  • Gerhard Dümchen, Koordinator für Aktion Sühnezeichen Friedensdienste im Vorstand des Fördervereins, erzählt über ASF und ihre Rolle in der Gedenkstättenarbeit in Deutschland und Europa.

  • Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, dem 27. Januar 2004, wird der Obermayer German Jewish History Award 2004 an fünf Personen vergeben, darunter auch an Dr. Christiane Walesch-Schneller, Vorsitzende des Fördervereins.

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 3.2.2004)

 

Veranstaltungen im Jahr 2003

Tafel

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 16.12.2003)

ANNE FRANK, IHR TAGEBUCH (1942 – 1944)
UND DIE ARBEIT DES ANNE-FRANK-FONDS BASEL

John D. Goldsmith, Basel
Vortrag

9. Dezember 2003 (Di), 19:00 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstraße 3, Breisach
(früher Judengasse)

Annes Vater, Otto Frank, überlebte die Deportation und Auschwitz als Einziger. Die sieben anderen, die mit ihm in der Prinsengracht 263, im von den Nazis besetzten Amsterdam untergetaucht waren, kamen in Konzentrationslagern um. Anne und ihre Schwester Margot starben einige Wochen vor der Befreiung, im Frühjahr 1945, im Lager Bergen-Belsen. Anne Frank vertraute ihrem im Versteck geschriebenen Tagebuch über mehr als 750 Tage lang alles an; sie wollte es nach dem Kriegsende veröffentlichen. Seit 1947 können Kinder und Erwachsene in aller Welt ihre Botschaft lesen. Otto Frank widmete sich nach 1945 dem Tagebuch seiner Tochter und gründete 1963 in Basel den ANNE FRANK-Fonds.

John D. Goldsmith ist seit 1985 Stiftungsratsmitglied und der Vizepräsident des Fonds.

ZUM GEDENKEN AN DIE ZERSTÖRUNG DER BREISACHER SYNAGOGE
AM 10. NOVEMBER VOR 65 JAHREN

Prof. Dr. Paul Sauer, Tamm:
900 Jahre Juden in Südwestdeutschland
Vortrag

9. November 2003 (So)

  • 15:00 Gedenken auf dem Synagogenplatz, Breisach
  • 15:30 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus
    Breisach ('Blaues Haus') Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

Das Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Baden-Württemberg 1933 – 1945 wurde zur ersten Quelle für den Förderverein bei der Suche nach den aus Breisach vertriebenen und den später ermordeten jüdischen Bürgern. 1969 von der Archivdirektion herausgegeben bildete das Gedenkbuch den vorläufigen Abschluss einer mehr als fünfjährigen Forschungsarbeit, die in fünf Bänden die Geschichten der baden-württembergischen jüdischen Gemeinden und ihrer Bürger unter der Diktatur der Nationalsozialisten sorgfältig und beispielhaft dokumentiert. Prof. Paul Sauer leitete diese Forschungsarbeit und publizierte ihre Ergebnisse.

Tafel

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 15.11.2003)

ZUM GEDENKEN AN DIE DEPORTATION DER JUDEN 1940
AUS BADEN UND DER PFALZ

Besuch von Ludwig Geismar, New Brunswick, New Jersey, USA

(s. Badische Zeitung, Ausgabe Breisach, vom 29.10.2003
s. Badische Zeitung, Ausgabe Freiburg,
vom 24.10.2003
)
  • Dienstag, 21. Oktober 2003
    Vorlesung und Diskussion mit Studenten der Katholischen Fachhochschule und der Evangelischen Fachhochschule für Sozialarbeit

  • Mittwoch, 22. Oktober 2003
    • Vormittags: Zeitzeugengespräch mit Schülern der Weiherhof Realschule Freiburg (Frau A. Pasdar)
    • 19 Uhr: Vortrag im Musiksaal (Raum Nr. 121) der Hebelschule/Hansjakobschule Freiburg
      Engelbergerstraße 2 (neben der Stühlinger Kirche / Haupteingang in der Eschholzstraße):
      „... es weiß niemand, was wird“ - eine deutsche jüdische Familie, überwältigt von den Entwicklungen in Nazideutschland

  • Donnerstag, 23. Oktober 2003
    im "Blauen Haus" (Ehemaliges jüdisches Gemeindehaus), Breisach, Rheintorstr. 3 (früher Judengasse)
    • Vormittags: Zeitzeugengespräch mit Breisacher Schülern
    • 19 Uhr: Vortrag: Die Familie Geismar in Breisach
Tafel
Die Familie Alexander Geismar 1924
Ludwig Geismar vorne im Matrosenanzug


AUSSTELLUNG MT WERKEN VON JOCHANAN BEN-JAACOV

7. September bis 5 November 2003
mittwochs von 15-18 Uhr / sonntags von 14 bis 17 Uhr
sowie nach Vereinbarung
im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach
('Blaues Haus')
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

 

 

 

 

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 10.09.2003)

Tafel


DIE VIER VERBINDUNGEN UNSERER FAMILIE MIT BREISACH
oder: Wer war die Kölner Lina aus der Muggensturmstraße ?

Es spricht:
Yitzhak Cohen, Bezirksrichter aus Haifa (Israel)

5. August 2003 (Di), 19:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach ('Blaues Haus')
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

Auf einer gemeinsamen Reise mit Vater und Onkel nach Deutschland entdeckte Yitzhak Cohen im Mai 2000 die Heimat der Familie seiner Urgroßmutter Bertha Geismar, die sich 1886 nach Köln verheiratet hatte. Seither fügt er, von Beruf Bezirksrichter in Haifa, Lebensdaten und Bilder der Familienmitglieder zusammen und besucht jetzt mit seiner Frau Orna den Förderverein. Er bringt sein elektronisches Fotoalbum mit und berichtet von seiner Forschungsarbeit.

Tafel

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 13.08.2003)


"JÜDISCHE WOCHE" VOM 19. - 26. JUNI

Programm der Woche
Presseberichte:

Grußworte: Reden: Briefe:


KLEZMER-MUSIK MIT DEM 'TRIO-ZIZAL'

11. Mai 2003 (So), 20:00 Uhr in der ehemaligen Spitalkirche in Breisach
Marktplatz

In Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule Westlicher Kaiserstuhl-Tuniberg veranstaltet das "Trio Zizal" am Sonntag, 11. Mai, 20 Uhr, in der ehemaligen Spitalkirche am Marktplatz in Breisach ein Klezmer-Konzert. Klezmer war ursprünglich die Hochzeitsmusik der aschkenasischen Juden aus dem osteuropäischen Raum, hat sich aber in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und ist vor allem in Amerika zu einer eigenen Musikrichtung geworden. Das Trio aus dem süddeutschen Raum verbindet in seinen Kompositionen Elemente der traditionellen Klezmer-Musik mit Jazz. Es musizieren Rainer Kuttenberger (Klarinette), David Ignatius (Violine) und Jan Bertram (Klavier).

(aus der Badischen Zeitung vom 3.5.2003)


DAS JERUSALEM DES NORDENS - VILNIUS IM DRITTEN REICH ... fällt aus !!!

Vortrag von Eric Jankowfsky, Unternehmensberater

12. Mai 2003 (Mo), 20:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach ... fällt aus !!!
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)
Eintritt: 3.- Euro

Napoleon hatte Vilnius (dt. Wilna), eine Stadt, in der es 110 Synagogen gab, 1812 „Jerusalem des Nordens“ genannt. Juden genossen Freiheiten wie nirgends sonst auf der Welt. 6000 Wilnaer Juden überlebten das Inferno des Holocaust, in dem 220.000 litauische Juden ermordet wurden. Das Jerusalem des Nordens existiert heute nicht mehr. Es leben nur noch etwa 4000 Juden in Vilnius.

Eine Veranstaltung der Volkshochschule Breisach in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach


CHRONIK UNFREIWILLIGER WANDERJAHRE

Lesung und Gespräch
Prof. Dr. Egon Schwarz (St. Louis, USA)

13. Mai 2003 (Di), 20:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

Egon Schwarz, geb. 1922, musste als Jude sechzehnjährig aus Wien fliehen und gelangte zunächst in ein Niemandsland. Auf abenteuerliche Weise schlug er sich über Ungarn, die Tschechei und Frankreich nach Südamerika durch. Als Gelegenheitsarbeiter in Bolivien, Chile und Ecuador, u. a. in den berüchtigten Zinnbergwerken, lernte er Not und Unterdrückung ertragen. Nach zehn Jahren glückte ihm der Sprung in die Vereinigten Staaten und der berufliche Aufstieg. Er lebt in St. Louis (USA) als nun emeritierter Professor für deutsche Literatur, als Publizist und kritischer Geist. Seine Autobiographie erschien unter dem Titel: "Keine Zeit für Eichendorff".

Tafel

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 17.05.2003)


MITGLIEDERVERSAMMLUNG DES FÖRDERVEREINS
EHEMALIGES JÜDISCHES GEMEINDEHAUS e.V.

31. März 2003 (Mo), 19:30 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 8.04.2003)


„IN DER NACHT MEINER NOT ERHOB ICH MICH ZUM PRINZ VON THEBEN“

Else Lasker-Schüler in Jerusalem

Vortrag und Lesung von Hajo Jahn
(Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal)

19. März 2003 (Mi), 19:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

Wuppertal war 1990 der Gründungsort der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, deren Ziel es ist, das lyrische, dramatische und bildnerische Werk von Else Lasker-Schüler zu pflegen und als wichtigen Beitrag zur deutsch-jüdischen Kultur lebendig zu erhalten. Else Lasker-Schüler wurde 1869 in Wuppertal geboren. Sie floh vor der Verfolgung durch die Nazis und starb 1945 in Jerusalem.

70 Jahre nach der Bücherbrennung (10. Mai 1933) unterrichtet Hajo Jahn im Martin-Schongauer-Gymnasium Schüler im Rahmen der Stiftung "Verbrannte und verbannte Dichter" und stellt dabei "www.exil-club.de" vor, ein Projekt von „Schulen ans Netz“ und der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft.

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 7.04.2003)


"IN MUTTERS STÜBELE"

Bilder und Texte aus dem Grenzland
von Günter Boll und Kurt Speck

23. Februar 2003 (So), 18:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

"O weh, wie wir mit süßen Dingen vergiftet worden sind!" schrieb Walther von der Vogelweide im Herbst 1227. "Ich seh' die Galle mitten in dem Honig schwimmen: Die Welt ist außen schön, weiß, grün und rot, doch innen schwarz und finster wie der Tod."

Günter Boll begann 1975, die schöne Haut und die tiefen Wunden jenes Teils der Welt zu photographieren, der seine Heimat ist. Manchmal war er dabei schon froh, wenn er wenigstens noch das Gras fand, das über die Wunden wächst, bevor sie mit Asphalt und Acryl endgültig versiegelt werden. Er zeigt eine Auswahl von zweihundert Bildern, die bei diesem Wettlauf mit der Zeit entstanden sind.

Kurt Speck liest Gedichte von Aras Ören, Walter Helmut Fritz, Nelly Sachs und Jannos Ritsos.

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 5.3.2003)


KARL JÄGER
Der Organisator der Ermordung der litauischen Juden - Wie wird heute an ihn erinnert?
Ein Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Wette

26. Januar 2003 (So), 11:00 Uhr im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach
Rheintorstr. 3 (früher ‚Judengasse‘)

Im Juni 2001 brechen Freiburger Schüler und Studenten mit ihren Lehrern nach Litauen auf, um dort mehr über 'Täter und Opfer bei der Ermordung der litauischen Juden' zu lernen. Sie treffen überlebende des Holocaust und besuchen u.a. das ehemalige Ghetto von Kaunas. Prof. Dr. Wolfram Wette forscht seit mehr als 13 Jahren über den Massenmörder in Litauen, den SS-Standartenführer Karl Jäger, der zuvor in Waldkirch Orchestrionbauer war. Wolfram Wette berichtet über seine Erfahrungen, junge Menschen an der Forschung zu beteiligen und stellt das daraus entstandene Buch vor.


CONCERT DE NOUVEL AN 2003 - NEUJAHRSKONZERT 2003

par Elza Kolodin - mit Elza Kolodin
Piano

12. Januar (so) 16:00 Uhr Spitalkirche Breisach am Rhein

Elza Kolodin spielt:

Robert Schumann: Fantasie
Frédéric Chopin: 2 Balladen

Une réception sera donnée à la suite du concert pour les amis de l’association - Im Anschluß an das Konzert Empfang für die Freunde und Förderer des Vereins

(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 16.01.2003)

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Veranstaltungen im Jahr 2002


BESUCH DER GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT FREIBURG IN BREISACH

3. Oktober 2002 (Do, Tag der deutschen Einheit), ab 10:00 Uhr

Auf dem Programm stehen ein Besuch des jüdischen Friedhofes in Mackenheim, auf dem im 17. und 18. Jahrhundert auch die Breisacher Juden begraben wurden, unter Führung von Günter Boll und - nach einem Imbiss - Gang durch das ehemalige jüdische Viertel in Breisach mit Schwerpunkt Ehemaliges jüdisches Gemeindehaus. Dort schließt die Begegnung mit Gespräch und Diskussion.

Die Mitglieder des Fördervereins sind eingeladen, diesen Tag mitzugestalten: die Gäste kommen mit einem Bus; es ist geplant, dass sich auf dem Parkplatz Gruppen zusammenfinden, die gemeinsam in Privatwagen nach Mackenheim fahren. Anmeldung erbeten über Telefon 07667-80834 oder e-mail: info@juedisches-leben-in-breisach.de


"DIE HOFFNUNG HAT UNS AM LEBEN ERHALTEN"
Polnische Überlebende der Konzentrationslager sprechen über ihre Erfahrungen

6. Oktober 2002 (So), 17:30 Uhr

Acht polnische KZ-Überlebende sind auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werkes in Freiburg zu Gast und besuchen bei dieser Gelegenheit das ehemalige jüdische Gemeindehaus in Breisach. Die Veranstaltung wurde zusammen mit dem 'Verein für die Zukunft lernen' in Breisach-Oberrimsingen und dem Maximilian-Kolbe-Werk organisiert.

Das Maximilian-Kolbe-Werk unterstützt seit drei Jahrzehnten KZ- und Ghetto-Überlebende mit dem Ziel, zur Versöhnung zwischen Deutschen und Polen beizutragen.


KONZERT MIT ULRICH VON WROCHEM
VIOLA SOLO

13. Oktober 2002 (So), 17:00 Uhr

Ulrich von Wrochem spielt Werke jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts: Ernst Krenek, György Ligeti, Ben-Zion Orgad u.a. Das Konzert wird vom Kunstkreis Radbrunnen Breisach e.V. im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus veranstaltet.

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro


BESUCH AUS ÜBERSEE

Ab 17. Oktober 2002

Marlene und Heinz Feldman aus Corte Madera, Californien, sind wieder einmal in Breisach zu Besuch; beide waren Gäste der 'Woche der Begegnung' im Jahr 2000.

Bitte beachten Sie Veranstaltungshinweise in der Presse.


AUF JÜDISCHEN SPUREN IN MÜLLHEIM BZW. EICHSTETTEN

27. Oktober 2002 (So), 17:30 Uhr

Gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Jüdische Genealogie können Sie an einer Führung auf jüdischen Spuren in Müllheim oder Eichstetten a.K. teilnehmen. In Müllheim führt Günter Boll, in Eichstetten Christina Weiblen. Anmeldung erbeten bei Günter Boll, Tel. 07635-9616.


"DER OLLE HITLER SOLL STERBEN"
Transport jüdischer Kinder nach England 1939

10. November 2002 (So), 14:00 Uhr

Eva Haas, Karlsruhe, spricht über ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit ihrer Rettung durch den Kindertransport nach England.

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 12.11.2002)

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Vortragsraum


"TAG DES OFFENEN DENKMALS"

8. September 2002 (So), 11:00 bis 18:00 Uhr

Das ehemalige jüdische Gemeindehaus in Breisach ist an diesem Tag geöffnet und Mitglieder des Fördervereins führen durch das Haus. Im siebzehnten Jahrhundert beim mittelalterlichen Stadtgraben erbaut, war es zunächst Gasthaus 'St. Peter', verbunden mit dem Backrecht (Brezel und Brotlaib, auf den Türsturz gemalt, wurden erst in diesem Sommer entdeckt). 1829 kaufte es die jüdische Gemeinde Breisach und nutzte es im Laufe der Zeit für unterschiedliche Zwecke. Von 1938 bis 1940, bis zur Auslöschung der Gemeinde, war im ersten Obergeschoss ein Betsaal eingerichtet, letzte geistliche Zuflucht nach der Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938.

(L'Alsace / Colmar région, 13.09.2002)


"WIE SIE FÜR EINEN AUGENBLICK ZUM LEBEN NACH DEM TOD ERWECKEN ?"

Film, Gespräch, Gedenken
mit Elaine Wolff-Wurmser und Gary Bron, New York

15. August 2002 (Do), 19:30 Uhr

Seit der Woche der Begegnung im Oktober 2000 gedenken Breisacher Bürger gemeinsam mit den jüdischen Breisacher Familien den Opfern der Naziherrschaft. Gary Bron hat diese Momente mit seiner Kamera eingefangen und widmet seinen neuen Film Ralph Eisemann, dem Sohn von Michael Eisemann, dem letzten Kantor der Breisacher Gemeinde.

Im August 1942 - vor 60 Jahren - rollten die ersten Züge mit Breisacher Juden vom Lager Gurs in Südfrankreich über Drancy nach Auschwitz.

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 2.9.2002)


MEINEN ELTERN IN LIEBE MARGOT, JUNI 1938

Zur Erinnerung an Dr. Margot Bähr-Hochherr (1911-1942)
mit Ellen Mendel, New York
Ausstellung, Vortrag und Gespräch

19. Juli 2002 (Fr), 18:00 Uhr

Im Oktober 2000 übergab Ellen Mendel als Gast der 'Woche der Begegnung' dem Förderverein Fotos von einzigartiger Schönheit. Damit öffnete sie einen Blick auf die Geschichte der Breisacher Familie Bähr.

Margot Bähr studierte in Freiburg Zahnmedizin und suchte nach Abschluss ihres Examens Zuflucht in Holland. Am 15. Juli 1942 wurde sie mit ihrem Mann und der dreijährigen Tochter Suzanne in Amsterdam verhaftet, nach Auschwitz deportiert und ermordet.

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 13.8.2002)

Margot Bähr-Hochherr

Ausstellung

MEDIZIN UND NATIONALSOZIALISMUS

Die Freiburger Medizinische Fakultät und das Klinikum in der Weimarer Republik und im "Dritten Reich"
3. Juni bis 7. Juli 2002

Ausstellung von Studierenden und Mitarbeitern des Instituts für Geschichte der Medizin im Foyer des Neurozentrums des Universitätsklinikums Freiburg
täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr

Begleitende Vorträge am 17.6., 24.6. und 1.7. jeweils 18:00 Uhr im Konferenzraum des Neurozentrums, Breisacher Str. 64, Freiburg

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 4.6.2002)


3. EUROPÄISCHER TAG DER JÜDISCHEN KULTUR

16. Juni (So)

in Breisach und Biesheim:


DIE SUCHE NACH MEINEN WURZELN

oder wie ich meine genealogischen Forschungen begann und 30.000 Verwandte fand
Vortrag von Werner L. Frank, Calabasas, Californien

31. Mai (Fr), 18:00 Uhr im Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus

Werner L. Frank stammt aus einer jüdischen Familie, die seit dem 18. Jahrhundert in Eppingen nachgewiesen ist, und war während der Woche der Begegnung im November 2000 in Breisach. Seine Forschungen hat er auf einer eigenen Webseite dokumentiert.

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 4.6.2002)

Renovierung

Renovierung


EINWEIHUNG DES VORTRAGSRAUMS

28. April 2002 (So), 11:00 Uhr

Der erste Abschnitt bei der Renovierung des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses in Breisach ist nahezu beendet. Nur noch der Fußboden des Vortragsraumes muss ausgebessert und geschliffen werden. Zur feierlichen Einweihung sind alle ganz herzlich eingeladen. Es spricht Dr. Ralph Weill aus Basel zum Thema "Die Rolle der Gesetzesrolle - Die Bedeutung der Thora in Glauben und Praxis der Juden"



JAHRESMITGLIEDERVERSAMMLUNG 2002 DES FÖRDERVEREINS

21. Januar (Mo), 19:30 Uhr, ehemalige Spitalkirche, Breisach (am Marktplatz)

Mitglieder, Freunde, Förderer und Interessierte sind herzlich eingeladen. Zum Programm im einzelnen hier klicken.


BENEFIZKONZERT FÜR DAS EHEMALIGE JÜDISCHE GEMEINDEHAUS

Zum zweiten Mal veranstalten Theoder Ziegler und Ulrich Müller-Froos ein Mundharmonika-Konzert zugunsten des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses in Breisach. Wir bitten um zahlreichen Besuch. Es lohnt sich.

Freitag, 25. Januar 2002, 20:00 Uhr in der ehemaligen Spitalkirche, Breisach

VERANSTALTUNGEN IN FREIBURG

  • So, 20. Januar, 16:00 Uhr: Die ehemalige Synagoge Kippenheim - eine Synagoge als Gedenkstätte? Vortrag von Uwe Schellinger in der Volkshochschule Freiburg, Rotteckring 12
  • Mo, 28. Januar 19:30 Uhr: Jüdische Rechtsanwälte in Freiburg nach 1933. Vortrag von Rechtsanwalt Michael Moos im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg, Kartäuserstraße 45 (zum Gedenken an den Tag der Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945)
  • Fr, 1. Februar, 20:00 Uhr: Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie - Haslach im Kinzigtal und die Gedenkstätte Vulkan. Vortrag von Sören Fuß in der Volkshochschule Freiburg, Rotteckring 12
  • Mi, 20 Februar, 20:00 Uhr: Dezentral, unabhängig, ehrenamtlich - die Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg. Ein Vortrag von Konrad Pflug in der Volkshochschule Freiburg, Rotteckring 12

Die Vorträge in der Volkshochschule Freiburg finden im Rahmen der Vortragsreihe "Gedenkstätten in der Regio" statt.

 



 

 

Veranstaltungen im Jahr 2001 und früher


"JUDENGASSE - DER FADEN IST GERISSEN"

Uraufführung des Films zur 'Woche der Begegnung 2000' von Bodo Kaiser

Am 22. Oktober 1940 endet die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Baden mit der Deportation nach Gurs in Südfrankreich. Sechzig Jahre später kommen vierzig ehemalige Breisacher Bürger aus sieben Ländern mit Kindern und Enkeln in ihre frühere Heimat und machen sich auf die Suche nach Spuren und Orten ihrer Vergangenheit
Laufzeit des Films: 45 Minuten

Sonntag, 30. September 2001, 20:00 Uhr in der ehemaligen Spitalkirche, Breisach (am Marktplatz)
Montag, 1. Oktober 2001, 20:00 Uhr im Kommunalen Kino, Freiburg (Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße)


"ZONE 30"

Photographien von Josef Arie Kornweitz, Bremen

Kornweitz zeigt Bilder, die er während der 'Woche der Begegnung' in Breisach gemacht hat. In großer Eindringlichkeit und Dichte vermittelt er die Ereignisse im Herbst 2000, macht das Unaussprechliche sichtbar.

Ausstellung vom 14.10. bis 2.12., jeweils von 10-12 und 14-18 Uhr
Eröffnung: 14. Oktober 2001, 11:00 Uhr, Radbrunnen, Breisach


LAUBHÜTTENFEST 1940:

Warum Therese Loewy einsam sterben mußte

Manfred Burkhart liest aus dem Buch von Hugo Ott

Sonntag, 21. Oktober 2001, 15:00 Uhr im Theater am Martinstor, Freiburg


GURS

Stadtarchivar Uwe Fahrer berichtet über einen Besuch in Gurs, sechzig Jahre nach der Deportation der badischen Juden.

Montag, 22. Oktober 2001, 19:30 Uhr im Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus, Rheintorstraße (früher Judengasse), Breisach


"MIT ALTEN MENSCHEN ÜBER DEN NATIONALSOZIALISMUS SPRECHEN!"

Zu diesem Thema veranstaltet das Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbidlung (IAF) in Zusammenarbeit mit dem Projekt 'Geschichte und Erinnerung' und der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie eine Tagung.
Freitag, 26. Oktober 2001, 10:00 bis 17:30 im Saal des Deutschen Caritasverbandes


KONZERT DES FREIBURGER TROMPETENENSEMBLES

Unter der Leitung von Antoni Plog werden u.a. Werke des 16. bis 20. Jahrhunderts von Orlando di Lasso, Benjamin Britten und Igor Strawinsky aufgeführt. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Freiburg und dem Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus

Samstag, 3. November 2001, 18:00 Uhr im Radbrunnen, Breisach
Eintritt DM 15.-, ermäßigt DM 12.-


MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Zu Beginn der Mitgliederversammlung wird noch einmal der Film 'Der Faden ist gerissen' gezeigt. Nach den Neuwahlen ist Gelegenheit zu zwanglosem Beisammensein und Gedankenaustausch (bei Wein oder anderen Getränken)
(hier Tagesordnung)

Montag, 5. Nobember 2001, 19:30 Uhr im Radbrunnen, Breisach


STRAFMILDERND - DIE LÄNGE DER SEIT DER TAT VERFLOSSENEN ZEIT

Die 'Reichskristallnacht' in Freiburg und am Kaiserstuhl im Spiegel des Prozesses. Vortrag von Dr. Ursula Huggle

Sonntag, 11. November 2001, 14:00 Uhr im Radbrunnen, Breisach


ALEMANNISCHES JUDENTUM

Spuren einer verlorenen Kultur

Buchvorstellung des Herausgebers Manfred Bosch unter Mitwirkung von Autoren.

Sonntag, 2. Dezember 2001, 11:00 Uhr im Radbrunnen, Breisach

 

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"WIE HÄTTE ICH MICH VERHALTEN?"

Probleme mit einem historischen Gedankenexperiment zu Fragen von Geschichte und Gewissen, Moral und Politik. Vortrag von Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma (Universität Hamburg) zum Leitthema seines neuen Buches. Donnerstag, 21. Juni 2001, 20:00 Uhr in der Aula der Universität Freiburg


VORTRAG UND GESPRÄCH MIT FRAU TRUDE SIMONSOHN

Trude Simonsohn ist Überlebende der nationalsozialistischen Lager Theresienstadt und Auschwitz. Aus ihrem Leben berichtet die heute 80jährige auf Einladung von Radio Dreyeckland am Samstag, 23. Juni 2001 um 20:00 Uhr im Vorderhaus der Fabrik, Habsburger Str. 9, Freiburg


JIDDISCHE KULTURTAGE

Sulzburg, Bad Krozingen und Staufen veranstalten in diesm Sommer vom 24. Juni bis 15. Juli ein umfangreiches Programm zur jiddischen Kultur von Musik, Theater bis zum Film.


'ECCLESIA ET SYNAGOGA' in der christlichen Kunst

Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Kippenheim über das Judentum in der christlichen Kunst
s. auch Bericht in der Badischen Zeitung vom 25.4.2001


DIE IDEEN- UND WERTEWELT DES JUDENTUMS IN DER SICHT EINES PSYCHOANALYTIKERS

17. Juni, Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg

Ein Sonntagsseminar von 16:30 bis ca. 21:00 Uhr mit Dr. Léon Wurmser (Towson, Maryland/USA)
Anmeldung erforderlich. Tel. 0761-31918-0. Internet: www.kath.de/akademie/freiburg


JAHRESMITGLIEDERVERSAMMLUNG DES FÖRDERVEREINS

14. März (Mi), 19:30 Uhr, Gasthaus Bären, Breisach

Mitglieder, Freunde, Förderer und Interessierte sind herzlich eingeladen. Zum Programm im einzelnen hier klicken.


ZIVILCOURAGE ALS NORMWIDRIGES VERHALTEN: EINE FRAGE DES GEWISSENS?
ein Forschungsbericht über Soldaten der Wehrmacht von Wolfram Wette

Interdisziplinäre, öffentliche Veranstaltung von Historikern und Psychoanalytikern
Moderation: Klaus Theweleit. Teilnehmer: F.W. Eickhoff, Raul Hilberg, Rafael Moses und Wolfram Wette

Samstag, den 17. März, von 17:30 bis 19:45 Uhr im Audimax der Universität Freiburg


ALEMANNIA JUDAICA

Tagung 2001 der Arbeitsgemeinschat für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
18. März (So), Museum für Stadtgeschichte Breisach

In Würdigung der Arbeit des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach tagt die Alemannia Judaica zum ersten Mal in Breisach. Auf dem Programm steht u.a. ein Kurzreferat von Prof. Raul Hilberg, USA, zum Thema: Integration des Wissens um die Judenvernichtung in die Gedenk- und Erinnerungsarbeit. Anmeldung erbeten per e-mail, Brief oder Fax


JÜDISCHES LEBEN HEUTE
Schwerpunktthema 2001 der Volkshochschule Breisach mit folgenden Veranstaltungen:

    Programm:

  • 12.2.2001: Pionierland Israel - Vom Alten Testament bis zur Neuzeit (Diavortrag) Spitalkirche, 20:00 Uhr
  • 1.3.2001: Der Breisacher Jüdische Friedhof - eine Führung mit dem Gemeindediener der Israelitischen Gemeinde Freiburg. Treffpunkt: Jüdischer Friedhof, 16:00 Uhr. Anmeldung erforderlich!
  • 8.3.2001: Das Purim-Fest - Teilnahme am Festgottesdienst in der Freiburger Synagoge. Beginn 17:30 Uhr. Anmeldung erforderlich!
  • 27.3.2001: Die Freiburger jüdische Gemeinde - ihre Entwicklung von gestern bis heute. Dozentin: Rivka Hollaender. VHS-Geschäftsstelle, 19:00 Uhr. Anmeldung erforderlich!
  • 2.5.2001 (9.5., 16.5, 23.5): Der jüdische Jahresablauf - Kalender, Festtage, Riten und Bräuche. Dozentin: Rivka Hollaender. Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus, jeweils 19:30 Uhr
  • 5.5.+6.5.2001: Israelische Volkstänze. Kursleiter: Avi Palvari. Sporthalle des Martin-Schongauer-Gymnasiums. Jeweils 14:00 bis 19:00 Uhr.
  • 6.5.2001: Die jüdische Liturgie Studium eines Thora-Abschnittes. Rabbiner Benjamin D. Soussan und Rivka Hollaender. VHS-Geschäftsstelle. 15:00 bis 20:00 Uhr. Anmeldung erforderlich!
  • 7.5.2001: Christlich-jüdische Beziehungen heute - ein Bürgerforum. Auf dem Podium u.a. Rivka Hollaender. Spitalkirche Breisach, 20:00 Uhr.
  • 18.6.2001 (25.6., 2.7.): Jüdische Küche - koschere Auswahl und Zubereitung nach traditionellen Rezepten. Kursleiterin: Rivka Hollaender. Julius-Leber-Schule. Jeweils 19:00 - 20:00 Uhr. Anmeldung erforderlich!
  • 25.6.2001: Barbara Honigmann - Autorenlesung, in Zusammenarbeit mit der Neutorbuchhandlung und der Öffentlichen Bibiothek. Neutorbuchhandlung Breisach, 20:00 Uhr.
  • Termin noch offen: Kalmans Geheimnis - Film in der Reihe 'Der sehenswerte Film'


BESUCH BEI DER JÜDISCHEN GEMEINDE BASEL
vom 23. - 25. Februar 2001

Auf Einladung der jüdischen Gemeinde Basel und der Loge B'nai B'rith können Interessierte einen Schabbath in einer jüdischen Familie verbringen.


An Sugges simmer als ge Sugge schdupfe gange zum Selligmennle

Sprachliche Überreste jüdischen Lebens in Baden

Friedel Scheer-Nahor

Dienstag, 13. Februar, 20 Uhr
Museum für Stadtgeschichte, Breisach


Ma nora ha-Makom ha-se
"Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort"

Zeugnisse jüdischen Lebens im habsburgischen Vorderösterreich, im Fürstbistum Basel und im badischen Oberland - eine Spurensuche

Lichtbildervortrag von Günter Boll

Dienstag, 30. Januar, 20 Uhr
Museum für Stadtgeschichte, Breisach


STUDIENREISE NACH AUSCHWITZ
vom 2. bis 8. Juni 2001

Der 'Verein für die Zukunft lernen e.V.' und der 'Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. laden zu einer Fahrt nach Auschwitz im kommenden Jahr ein.


WOCHE DER BEGEGNUNG
vom 19. bis 26. Oktober 2000
in BREISACH

Inzwischen ist die Woche zu Ende und die ersten Bilder können hier betrachtet werden. Berichte der Badischen Zeitung (inkl. Fotos) sind bei den einzelnen Veranstaltungen abrufbar.

Anlässlich des 60. Jahrestags der Deportation der badischen Juden nach Gurs und somit des brutalen Endes auch der jüdischen Gemeinde in Breisach veranstaltet der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Breisach am Rhein eine Gedenkwoche, die mit einem Konzert im Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus am Freitag, 20.10.2000 um 20:30 Uhr eröffnet wird und am Mittwoch, 25.10.2000 um 20:30 mit einer Abschiedsfeier ebenfalls im Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus endet.

Wiedersehen, erinnern, festhalten - so könnte das Motto dieser Tage der Begegnung mit Breisacher Überlebenden des Holocaust und ihren Angeghörigen lauten, die auf Einladung der Stadt zu uns kommen werden.

Die Stadt Breisach am Rhein und der Förderverein laden Sie zu einer Gedenkstunde auf dem Synagogenplatz am Dienstag, 24.10.2000 um 16:00 Uhr recht herzlich ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie daran teilnehmen könnten.

Programm:

 

Donnerstag, 19. 10.

Freitag, 20. 10.

Samstag, 21. 10.

Sonntag, 22. 10.

Montag, 23. 10.

Dienstag, 24. 10.

Mittwoch, 25. 10.

Donnerstag, 26. 10.

** GÄSTE WILLKOMMEN

 


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