Renate Röder wurde 1941 bei München geboren. Nach dem Krieg lebte sie mit ihrer Mutter und Großmutter zusammen in Köln. Kriegsbedingt lernte sie ihren Vater nicht kennen und wuchs in dem Glauben auf, dass ihr Vater während des Krieges als Soldat "gefallen" war. Aber je älter sie wurde, desto misstrauischer war sie, was seine politische Haltung während des 3. Reiches aufgrund seiner hohen Position betraf. Erst nach vielen Jahren der Recherche in Archiven fand sie 1979 die Wahrheit über ihren Vater heraus. Nachdem sie 1986 von Dan Bar-On interviewt worden war, schloss sie sich unter anfänglicher Leitung von Dan Bar-On einer Selbsthilfegruppe 'Kinder von Nazi-Tätern' an. Seit 1992 ist sie Mitglied der TRT-Gruppe*. Sie arbeitete als Lehrerin an einer Integrierten Gesamtschule mit dem Modellversuch 'Integration von behinderten SchülerInnen'.
1992 gründete Dan Bar-On die TRT-Gruppe ("To Reflect and Trust") mit Opfer- und Täter-Nachkommen.