Reblandkurier vom Mittwoch, 26. Januar 2005

Stiftung als Wunsch
Versammlung des Fördervereins Jüdisches Gemeindehaus



Breisach. Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Jüdisches Gemeindehaus hatte kürzlich in einer Versammlung unter anderem über finanzielle Dinge zu beraten. Ursprünglich hatten zur Anschubfinanzierung Mitglieder dem Verein zins- und tilgungslose Kredite zur Verfügung gestellt. Diese sollen jetzt durch einen neu aufgenommenen Kredit zurückgezahlt werden. In den 45.000 Euro sind auch Gelder enthalten, die in noch ausstehende Sanierungsmaßnahmen im Blauen Haus fließen sollen.

Längerfristig bemüht sich der Verein darum, eine Stiftung zu gründen. Für Stiftungsgeber hätte eine solche den Vorteil, dass ihr Geld unantastbar und unabhängig vom Vereinsgeschehen bliebe. In einer Stiftung wird lediglich der Kapitalgewinn abgeschöpft. Derzeit informiert sich der Vorstand über organisatorische und rechtliche Möglichkeiten. Die Mitglieder erwartete anschließend eine Filmpremiere. Der Filmemacher Bodo Kaiser aus Freiburg hat von Anfang an umfassendes Material über die Geschehnisse im Blauen Haus gesammelt. Daraus stellte er den Dokumentarfilm "Ralph Eisemann und das ehemaliege jüdische Gemeindehaus Breisach" zusammen, der den eigentlichen Höhepunkt des Abends bildete.

Geschaffen hat er ein einmaliges und sehr bewegendes Dokument über den Rabbinersohn Ralph Eisemann, der in Breisach auf manchmal sehr schmerzliche Spurensuche ging. Dem Film ist ein großes Publikum zu wünschen. Zum Abschluss fand ein Neujahrsempfang statt. Die Erste Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, um allen Freunden und Gönnern ein kräftiges "Danke" zu sagen. (az)

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