Breisach. Die Mitgliederversammlung des
Fördervereins Jüdisches Gemeindehaus hatte kürzlich in
einer Versammlung unter anderem über finanzielle Dinge zu
beraten. Ursprünglich hatten zur Anschubfinanzierung
Mitglieder dem Verein zins- und tilgungslose Kredite zur
Verfügung gestellt. Diese sollen jetzt durch einen neu
aufgenommenen Kredit zurückgezahlt werden. In den 45.000
Euro sind auch Gelder enthalten, die in noch ausstehende
Sanierungsmaßnahmen im Blauen Haus fließen sollen.
Längerfristig bemüht sich der Verein darum, eine Stiftung
zu gründen. Für Stiftungsgeber hätte eine solche den
Vorteil, dass ihr Geld unantastbar und unabhängig vom
Vereinsgeschehen bliebe. In einer Stiftung wird lediglich
der Kapitalgewinn abgeschöpft. Derzeit informiert sich der
Vorstand über organisatorische und rechtliche
Möglichkeiten. Die Mitglieder erwartete anschließend eine
Filmpremiere. Der Filmemacher Bodo Kaiser aus Freiburg hat
von Anfang an umfassendes Material über die Geschehnisse im
Blauen Haus gesammelt. Daraus stellte er den Dokumentarfilm
"Ralph Eisemann und das ehemaliege jüdische Gemeindehaus
Breisach" zusammen, der den eigentlichen Höhepunkt des
Abends bildete.
Geschaffen hat er ein einmaliges und sehr bewegendes
Dokument über den Rabbinersohn Ralph Eisemann, der in
Breisach auf manchmal sehr schmerzliche Spurensuche ging.
Dem Film ist ein großes Publikum zu wünschen. Zum Abschluss
fand ein Neujahrsempfang statt. Die Erste Vorsitzende
nutzte die Gelegenheit, um allen Freunden und Gönnern ein
kräftiges "Danke" zu sagen. (az)