27. November 2006                                                                

                                                                                           

 

 

 

Liebe Schüler, liebe Eltern,

 

 

Familie Bloch, eine deutsch-jüdisch-israelische Familie, hat Wurzeln in Breisach und Konstanz. Familie Bloch engagiert sich seit hundert Jahren für Verständigung und Frieden.

Als Michael Bloch vor zwei Jahren starb, entwarf die Familie ein Projekt, das seinen Namen trägt und seine Arbeit für deutsche und israelische Schüler fruchtbar machen soll:

 

Michaels Dialog.

 

Ein Entwurf für dieses Projekt wurde beim Wettbewerb „Frieden für Europa - Europa für den Frieden“ eingereicht und für förderungswürdig befunden, sodass eine weitgehende Übernahme von Projekt- und Reisekosten bewilligt wurde.

 

 

Projektbeschreibung:

 

Am Beispiel der Familie Bloch aus Konstanz wird untersucht, wie eine jüdische Familie, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurde, Versöhnungs- und Friedensarbeit leistet.

Lehrer und Schüler sollen in einen internationalen Dialog gebracht werden, der neben der Aufarbeitung der Vergangenheit der Völkerverständigung dient. Die ausgewählten Biographien (drei Generationen) stehen vorbildhaft für einen mutigen Einsatz für Versöhnung und Frieden. Neben zwei direkten Begegnungen der Projektgruppen in den Herkunftsländern steht das konsequente Einüben eines Dialogs im Internetforum. Er überwindet die zeitlichen, räumlichen, politischen und thematischen Grenzen und verstärkt demokratische Prozesse in der Gesellschaft.

 

Gesucht werden 12 engagierte Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, die sich interessieren, über mindestens sechs Monate an einem Dialogprogramm teilzunehmen. Dieses Programm schließt zwei Begegnungen der Schüler mit einer gleichen Zahl von israelischen Schülern ein. Höhepunkt wird eine Reise nach Israel im April 2007 sein. Die Projektsprache ist Englisch; es wird erwartet, daß Computerkenntnisse vorhanden sind oder entwickelt werden und eine Kommunikation über E-Mail mit den israelischen Partnern geführt wird.

 

Das Programm

 

Nach Vorbereitungstreffen der Teilnehmer/innen im Dezember und Januar 2006/2007 in Freiburg und Breisach :

 

1.      Begegnung in Deutschland von Freitag, dem 19. Januar bis Sonntag, dem 28. Januar 2007.

Unterkunft für die Gesamtgruppe: Jugendherbergen Breisach und Konstanz und eine

Übernachtung in den deutschen Familien. Informationsabend für die Eltern, um die Reise

nach Israel vorzubereiten

 

2.      Internet-Dialog zwischen Februar und April 2007

Die Teilnehmer/innen in Deutschland und Israel vertiefen ihren Dialog und kommunizieren über das Internet, sie verarbeiten ihre Erfahrungen und entwickeln weitere Fragen und bereiten so den Besuch in Israel vor.

 

3.      Begegnung in Israel vom 11. bis 18. April 2007 (drei Ferientage und drei Schultage)

Nach der Begrüßung in Jerusalem durch Familie Bloch Kennenlernen der Stadt und einer Schule, danach Studienaufenthalt im Kibbutz und Museum (Gedenkstätte) Beth Lochame  HaGhetaot in Nordisrael, u.a. Besuch eines arabischen Dorfes. Abschließend Teilnahme am Holocaust-Gedenktag in der Gedenkstätte, dabei Vorstellung der Geschichtswerkstatt

der Lessing-Realschule Freiburg.

Unterbringung im Beit Ben Yehuda in Jerusalem (Gästehaus der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste) und im Gästehaus des Museums Lohamei HaGhetaot in der Nähe von Haifa

 

Die Teilnahme an der Reise nach Israel ist nicht Voraussetzung für die Teilnahme am gesamten Projekt. Die Reise findet nach Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt über die Sicherheitslage statt.

 

In einem internationalen Austausch können die Teilnehmer/innen neben einer Erweiterung und Anwendung der Englischkenntnisse Kenntnisse in Regionalgeschichte und Geschichte des 20. Jahrhunderts erwerben, sowie die Realität von israelischen Schülern heute erfahren.

 

 

Kosten und Verpflichtungen

Michael’s Dialog wird im Rahmen des Internationalen Wettbewerbs für Projektarbeit  „Frieden für Europa (und Nahost) – Europa für den Frieden“ durch den Fonds „Erinnerung und Zukunft“ gefördert. Von den geschätzten Gesamtkosten für die Teilnahme pro Person in Höhe von 1.100 € soll jeder Schüler einen Eigenbeitrag von 320 € leisten. Grundsätzlich sind wir der Auffassung, dass eine Teilnahme nicht an finanziellen Fragen scheitern sollte. Wir werden uns um einen Zuschuss für bedürftige Schüler bemühen und bitten ggf. um Kontaktaufnahme.

 

Schüler und Eltern müssen sich verpflichten, bei allen Projektpunkten teilzunehmen mit Ausnahme der Reise nach Israel.

 

Wir sind gespannt auf unser Projekt und wünschen uns viele interessierte Bewerber und Bewerberinnen, die kennenzulernen wir uns freuen.

 

 

 

Rosita Dienst-Demuth                                              Dr. Christiane Walesch-Schneller

Projektleitung                                                            Erste Vorsitzende des Fördervereins

Geschichtswerkstatt LRS Freiburg                          Breisach

Priv. 07662 94150, rosita.dd@web.de