Verkauf des Wirtshauses "Zum Sankt Peter" an die jüdische Gemeinde

 

Das "mit der Schildgerechtigkeit zum St: Peter versehene" Wirtshaus (Lgb. Nr. 598), das Elisabetha Nunninger geborene Bueb im Jahr 1824 aus der Gantmasse ihres Ehemannes Georg Nunninger gekauft hatte, bot sie der israelitischen Gemeinde in Breisach im Mai 1829 mit Zustimmung ihres amtlich verpflichteten "Beystandes Bäckerzunftmeister Gervas Dienst" zum Kauf an.

Der am 16. Mai 1829 geschlossene Kaufvertrag wurde am 1.Dezember 1829 ins Grundbuch eingetragen und vom Stadtrat beglaubigt.

 

 

Copia: Kauf=Contract.

Entzwischen Elisabetha Bueb Ehefrau des Georg Nunninger dahier unter Beystandschaft ihres verpflichteten Beystandes Zr: Gervas Dienst daselbst einseits - dann dem hiesigen Israelitenvorstande und Ausschusse für und im Namen der Gemeinde daselbst anderseits als nemlich:

Die erstere verkauft unter Mitwirkung und Zustimmung ihres eben gedachten Beystandes an die Letztern, und solche kaufen von Ersteren zum Behufe eines Schulhauses ihr eigenthümliches St: Peter=Wirthshaus samt Scheuer, Stallung, Garten, Hof und übrige Zugehördte samt der genannten Wirths-Gerechtigkeit e: S: Gebrüder Model, vornen die Strasse, hinten an Reutlingers Witwe Garten stossend, um die Kaufsumme von 3400 fl, sage dreytausend vierhundert Gulden, und vier Louis d'or oder vierzig vier Gulden Trink=Geld." (Es folgen die "Kaufbedingnisse".)

"Breysach am l6ten May 1829.

 

Verkäuferin:

Eliesabetha Bub
Gervas Dienst

Käufer:

S[alomon] Geismar
D[avid] Geismar
E[manuel] Weil
Heinrich Geismar
Hirsch Isack Blum
Herz Bär Levi
[David Hirsch] Bergheimer"

 

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