Ausgabe 53

3. Quartal 2003

 

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Der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach ist eine beispielhafte Vereinigung engagierter Bürger im Breisgau. In dem durch Privatinitiative restaurierten Gemeindehaus fand im Frühling 2003 eine Lesung der ELS-Biografie aus dem Doppelband „Momente in Jerusalem“ statt. Das Gemeindehaus und weitere Wohnhäuser der ehemaligen jüdischen Bürger Breisachs sind wie eine realistische Theater-Kulisse erhalten geblieben, während die benachbarten Häuser der christlichen Täter im Krieg zerstört wurden.

Der Verein, zu dem auch Mitglieder der ELS-Gesellschaft wie Rita Binder gehören, hat soeben ein Buch herausgegeben, das einen größeren Leserkreis verdient: Ein-drucksvolle Schwarzweißfotos von Josef Arie Kornweitz, die bereits in einer Ausstellung gezeigt wurden, zeigen die erhaltenen Gebäude, überblendet mit Aufnahmen der einstigen Bewohner. Sie erhalten damit ihre Namen und Gesichter zurück.

In englischer, französischer und deutscher Sprache sind die Begleittexte gehalten. Fotos vom jüdischen Friedhof bei Meckenheim im Unterelsass ergänzen den Band. Es ist die bisher wichtigste Arbeit des Fördervereins. Das Gemeindehaus soll ein Hort der Erforschung und Dokumentation der Regional-Geschichte der Juden werden.

Josef Arie Kornweitz, Christiane Walesch-Schneller, Günter Boll: ZONE 30. Rückkehr aus dem Exil, 124 S., zahlreiche farbige u. Duotone-Abb., Hardcover. ISBN 3-922675-93-X, modo Verlag Freiburg, € 18,--

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Kreative Schüler – Freiburg siegt

Eindrucksvoll war die Themenpalette der Arbeiten für den Internet-Wettbewerb „Exil-Club.de“, den die ELS-Stiftung Verbrannte und verbannte Dichter – für ein Zentrum der verfolgten Künste“ gemeinsam mit „Schulen ans Netz“, Bonn, organisierte. 14 Arbeiten hatte die Jury zu bewerten, den 1. Preis, eine Reise nach Breslau zum XI. ELS-Forum gewann die Lessing-Realschule Freiburg. Deren 10b recherchierte die bis 2001 vergessene „Jüdischen Volksschule“ an der eigenen Realschule. Die Jugendlichen machten sich auf die Suche nach Überlebenden, erstellten eine Website, Arbeitsberichte. Die Arbeit ist modellhaft für unser Anliegen, hat lokalen Bezug, ist hervorragend dokumentiert und brachte die Schüler mit Zeitzeugen zusammen.

 

 

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