BREISACH/BERLIN. Christiane Walesch-Schneller, die Vorsitzende des Vereins ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach, wird am Dienstag, 27. Januar, in Berlin mit dem "Obermayer German Jewish History Award 2004" geehrt. Damit wird ihr großes ehrenamtliches Engagement gewürdigt, mit dem sie sich seit einigen Jahren dafür einsetzt, dass die Geschichte der Juden in Breisach nicht in Vergessenheit gerät.
Christiane Walesch-Schneller aus Breisach, auf unserem Bild neben Wittnaus
Bürgermeister Erich Birkle, erhält in Berlin den "Obermayer German Jewish
History Award 2004" verliehen. FOTO: MARIO BAUN
Mit dem "Obermayer German Jewish History Award", der in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen wird, werden deutsche Bürger und Bürgerinnen geehrt, die auf freiwilliger Basis jüdische Geschichte, Kultur und überlieferte Zeugnisse ihrer Gemeinden bewahrt haben. Ihre Arbeit besteht zum Beispiel aus selbst geschriebenen Artikeln über die jüdische Geschichte, sie veranstalten Ausstellungen und tragen zur Aufklärung Jugendlicher über einen schrecklichen Teil der deutschen Geschichte in ihrer Region bei. Damit leisten sie nach Ansicht der Obermayer Foundation, die ihren Sitz in den USA hat, nicht nur einen enormen Beitrag zum geschichtlichen Bewusstsein in der deutschen Gesellschaft, sondern schaffen auch eine Basis dafür, dass Überlebende des Holocaust wieder Verbindungen zu ihrer früheren Heimat in Deutschland aufbauen können.
Christiane Walesch-Schneller erhält den "Obermayer German Jewish History Award" am deutschen Holocaust-Gedenktag im Berliner Abgeordnetenhaus. An der Zeremonie werden bekannte Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben teilnehmen. Die Festrede wird Walter Momper, der Präsident des Berliner Parlaments, halten.
Der Award wurde von dem amerikanischen Unternehmer Arthur Obermayer gestiftet, der selbst jüdischen Glaubens ist und dessen Vorfahren Anfang des 20. Jahrhunderts von Baden-Württemberg in die Vereinigten Staaten ausgewandert sind. Die Preisträger werden meist von Jüdinnen und Juden vorgeschlagen, die im Ausland leben. Der Jury lag auch in diesem Jahr eine große Anzahl preiswürdiger Nominierungen aus aller Welt vor. Fünf Preisträger wurden schließlich ausgewählt.