BREISACH (gz). Unzufrieden mit der Entscheidung des Breisacher Gemeinderates, an der Auffahrt zum Breisacher Münsterberg den Pflasterkreis und die Jahreszahl 1933 als Mahnmal und "Stolperstein" zu belassen, zeigt sich der Freiburger Unternehmensberater Andreas Meckel, der von der Stadt die Beseitigung des ehemaligen NS-Symbols gefordert hatte (die BZ berichtete).
Gegenüber der Badischen Zeitung wiederholte Meckel seine Ansicht, dass "der Pflasterkreis wegmuss, solange es noch Opfer des Nationalsozialismus gibt, die durch dieses NS-Symbol erneut gedemütigt werden können". Dies gelte auch für die Nachkommen der Opfer. Dass der Breisacher Gemeinderat bereits jetzt und nicht wie zunächst geplant erst im September die Angelegenheit entschieden hat, wertet Meckel "als Zeichen der Angst" der Stadtverwaltung vor einer intensiveren Diskussion über das Thema.
"Frühe Entscheidung ist ein Zeichen der Angst"
Der Unternehmensberater kritisiert weiter, dass die Stadt nicht auch Opfer des Nationalsozialismus zu der Problematik befragt hat. Er bestreitet, dass sich alle so genannten Opferverbände einhellig für die Beibehaltung ehemaliger NS-Symbole aussprechen und ordnet das von der Stadt befragte Institut für Zeitgeschichte in München als "eher rechts stehend" ein.
Positiv findet es Meckel, dass im Breisacher Stadtmuseum eventuell eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt während der NS-Diktatur geschaffen wird. Weiter regt er an, in den Pflasterkreis die Worte "Nie wieder" einzufügen. Damit würde sich die Stadt seiner Ansicht nach deutlicher von dem Symbol distanzieren.
Ob Meckel seine Absicht, Strafanzeige gegen die Stadt zu stellen, auch verwirklichen wird, steht noch nicht fest. "Ich habe mich noch nicht definitiv entschieden", erklärte er.
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