Als Schirmherrin für Schüler- und Jugendbegegnungen mit Oswiecim hat die Münsterstadt bereits vor einigen Wochen eine wichtige Rolle übernommen. Es seien „gelebte Kontakte“, die dadurch gefördert werden, betonte Marszalek, der von dem herzlichen Empfang sichtlich erfreut war. Oswiecim, das vielen unter dem Namen Auschwitz bekannt ist, blicke auf eine leidvolle Geschichte zurück, die von der Zeit der Konzentrationslager geprägt sei. Heute sei die Stadt, die 42000 Einwohner zählt, wieder friedvoll und öffne sich Europa.
„Das Gute braucht Zeit und manchmal Opfer“, fasste der Bürgermeister seine Erfahrungen zusammen, die er auch bei der Gründung eines Kinderheims nach dem Vorbild der SOS-Kinderdörfer gemacht hatte. Die Anregung dazu bekam er vor 18 Jahren bei einem Besuch in Deutschland. 1993 gelang es Marszalek mit Unterstützung einer Einrichtung in Sulzburg, den Bau eines Kinderdorfs in der Nähe von Oswiecim auf den Weg zu bringen, sodass bereits 3 Jahre später 26 Kinder darin ein Heim fanden.
Dieses Engagement unterstreiche die intensiven Bemühungen Marszaleks, der sein Amt enthusiastisch und mit viel Elan ausübe, so Rein. Neben den kommunalpolitischen Kontakten seien nämlich auch die Begegnungen von Kindern und Jugendlichen wichtig, so der Beigeordnete.
Man sei glücklich über die Partnerschaft mit Oswiecim, bestätigte auch Werner Nickolai, der Vorsitzende des Vereins „Für die Zukunft lernen“, der sich ebenfalls stark für den Austausch mit polnischen Jugendlichen einsetzt. Durch die Schirmherrschaft seitens der Stadt Breisach habe man für das Anliegen eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht. Dem Treffen wohnten auch Bernd Jungel und Lothar Menges, die beiden stellvertretenden Bürgermeister von Breisach, bei.
Von unserer Mitarbeiterin
Petra Littner
BREISACH. Am Montag besuchte der Bürgermeister von Oswiecim, Janusz Marszalek, Breisach. Bei dem Treffen wurden die partnerschaftlichen Beziehungen zu der polnischen Stadt vertieft. Der Beigeordnete der Stadt Breisach, Oliver Rein, begrüßte Marszalek im Rathaus und bekräftigte die Absicht der Stadt, den Jugendaustausch zwischen beiden Kommunen zu fördern.

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