Badische Zeitung vom Freitag, 17. August 2007

Ihringen erhält Hilfe
Regierungspräsidium stellt für Friedhof 15 000 Euro bereit



IHRINGEN (gz). Das Regierungspräsidium Freiburg stellt in einem ersten Schritt 15 000 Euro bereit, damit die beschädigten Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Ihringen möglichst bald saniert werden können. Dies teilte die Behörde gestern mit. Wie bereits berichtet, ist der jüdische Friedhof in der Nacht von Samstag auf Sonntag von bislang unbekannten Tätern geschändet worden. 79 Grabsteine wurden dabei umgeworfen. Nach Angaben von Markus Möller, Pressesprecher des Regierungspräsidiums, wird der materielle Schaden auf rund 48 000 Euro geschätzt. Als Soforthilfe würden 15 000 Euro bereitgestellt. Die Gemeinde Ihringen könne aber davon ausgehen, dass im Etat der Behörde für das Jahr 2008 weitere Mittel eingeplant werden. "Wir haben schon in der Vergangenheit bei ähnlichen Vorfällen meist die Kosten übernommen" , erklärte Möller auf Anfrage der Badischen Zeitung. Unterdessen haben auch die SPD-Kreisverbände Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg die Schändung des jüdischen Friedhofs aufs Schärfste verurteilt. Gleichzeitig bieten sie an, bei der Beseitigung der Schäden auf dem Friedhof zu helfen.