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Der Breisacher Künstler Ari Nahor wird im Garten des Blauen Hauses in Breisach eine Kunst-Installation umsetzen. Sie stellt eine symbolische Auflösung des Davidsterns dar, dem Symbol des Judentums, das sich auch auf der Nationalflagge des Staates Israel findet.
BREISACH. Einen Rückblick auf das umfangreiche Programm des Fördervereins ehemaliges jüdisches Gemeindehaus gab die Vorsitzende Christiane Walesch-Schneller in der Mitgliederversammlung im Blauen Haus. Der in Colmar lebende Germanist Bernard Reuter wurde einstimmig zum Beiratsmitglied gewählt. Reuter, der 20 Jahre in den USA gelebt und bis vor Kurzem an der Universität St. Cloud im US-Bundesstaat Minnesota ein Zentrum für Holocaust- und Genozid-Studien geleitet hat, hielt einen kurzen Vortrag über deutsch-jüdische Tagebücher in Krieg und Widerstand und ihre Bedeutung für die heutige Holocaust-Forschung. Ausführlich ging er dabei auf die Tagebücher des deutsch-jüdischen Literaturwissenschaftlers Viktor Klemperer (1881 bis 1960) ein, die vor einigen Jahren ein international beachteter Bucherfolg waren. Vor der Versammlung führte Christiane Walesch-Schneller die 20 erschienenen Mitglieder in den Garten des Blauen Hauses. Kürzlich hatten ihn Mitglieder in einer Wochenendaktion unter fachlicher Anleitung baulich und gärtnerisch gestaltet. Künftig soll er auch als Veranstaltungsfläche des Blauen Hauses, zum Beispiel für Konzerte, genutzt werden. Der Breisacher Künstler Ari Nahor hatte an einer Mauer, die den Garten umgrenzt, das Modell einer Installation angebracht. Sie stellt eine symbolische Auflösung des Davidsterns dar, dem Symbol des Judentums, das sich auch auf der Nationalflagge des Staates Israel findet. In verschiedenen Sprachen sollen die ins Mauerwerk eingelassenen Balkenelemente des Sterns mit dem biblischen Satz beschriftet werden: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Das Modell fand die Zustimmung der Mitglieder, so dass die Installation nun ausgeführt werden kann. In ihrem Rechenschaftsbericht begrüßte Walesch-Schneller den jüngsten Abschluss der Städtepartnerschaft zwischen Breisach und dem polnischen Oswiecim, wo sich die Gedenkstätten für das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz befinden. Besonders freute sie sich darüber, dass Breisachs katholische Gemeinde St. Stephan inzwischen Mitglied des Fördervereins Blaues Haus geworden ist. Sie hofft, dass dies die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der katholischen Gemeinde Breisachs stärken wird. Dass die Arbeit des Fördervereins auch über Breisach hinaus Interesse und Aufmerksamkeit findet, stellte Vorstandsmitglied Gerd Müller fest. Bis zu 30 000-mal werde jeden Monat die Internetseite des Vereins von Nutzern aus aller Welt angeklickt. Dank Einsparungen und einer hohen Spendenbereitschaft habe der Verein im vergangenen Jahr einen ansehnlichen Überschuss erwirtschaftet, teilte Schatzmeisterin Gabriele Wangler mit.
Der Verein wird 10 Jahre alt
Kontakt: Förderverein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach, E-Mail: info@juedisches-leben-in-breisach.de, http://www.juedisches-leben-in-breisach.de |
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