"Nicht gemachte Unterstellungen"
Genau die Reaktion habe ich befürchtet. Nicht Nachdenken über eine mögliche Lösung oder vielleicht eine Einladung zu einem baldigen offenen Gespräch mit dem Initiator, sondern ein abruptes Verwahren gegen Einmischung von außen und der Vorwurf nicht gemachter Unterstellungen.
Insofern ist die Einlassung der Breisacher Stadtverwaltung nicht einmal zu kritisieren, dass diese Entscheidung nach einer hoffentlich politischen Diskussion dem Gemeinderat vorbehalten bleibt.
Denn es wäre sicher einfacher, durch eine schnelle Verwaltungsentscheidung die Sache mit einem Federstrich aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen. Eigentlich wäre Breisach sogar eine breite öffentliche Diskussion zu wünschen.
Breisach hatte in diesen Tagen wieder einmal Gäste aus aller Welt in seinen Mauern gehabt, die aufs Engste mit seiner Geschichte verbunden sind. Dabei rühmt sich Breisach immer wieder als "offene und europäische Stadt". Nur, das selbstzufriedene Rühmen damit genügt nicht. Solche Attribute müssen tagtäglich unter Beweis gestellt werden, sonst verblasst dieser Glanz sehr schnell.
In dem ganzen Artikel wird, von oben bis unten gelesen, nirgendwo dem Breisacher Gemeinderat und der Stadtverwaltung nationalsozialistische Einstellung oder die Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut vorgeworfen.
Ich glaube im übrigen nicht, dass Andreas Meckel Herrn Gerold Zink die Feder geführt hat. Insofern fällt dieser Vorwurf auf den Leserbriefschreiber zurück. Ich wünsche den Breisachern nicht, dass in der nächsten Zeit vorher nie gesehene Gestalten das Objekt in Augenschein nehmen, um dort vielleicht fröhliche Urstände zu feiern.
Dann werden sicherlich einige Andreas Meckel Vorwürfe machen und damit mal wieder Anlass und Ursache verwechseln. Dass wir alle gut daran tun, höllisch aufzupassen, beweisen die ständigen Schmierereien und die hohen Wahlergebnisse der Rechten im Elsass.
Übrigens, wer Andreas Meckel und seine Frau Marlis kennt, weiß um deren konsequente Haltung und weiß um deren eigene Ansprüche. Andreas Meckel Profilierungsnöte vorzuwerfen, ist absurd.
Nehmen sie ihn ganz einfach ernst. Es wäre eher ein Gewinn, seine Argumente anzuhören. Er würde sie den Breisachern sicherlich gerne vortragen.
Heinz A. Siefritz, Umkirch, Bundesschatzmeister der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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