Die Vandalen von Ihringen nun sehen sich wohl auch in ihrer Heimat und an ihren Arbeitsplätzen bedrängt, und zwar nicht durch asiatische Reiterhorden, sondern durch die bestimmt nicht minder gefährlichen toten Juden aus Ihringen? Dem Unsinn dieses ökonomischen Antisemitismus folgt auch Herr Matt: Während die Grabschänder durch ihre Tat die Arbeitslosigkeit bekämpfen wollen, erklärt er, dass die Juden die Kosten, die der Gemeinde durch sie anfallen, doch selbst tragen sollten. Dass die Toten dazu nicht in der Lage sind und ihre Verwandten verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, weshalb die Gemeinde nun zuständig ist, das wird geflissentlich außer Acht gelassen. Sehr bemerkenswert ist der Vorschlag, nach der Differenzierung zwischen unseren deutschen und den jüdischen Grabanlagen, letztere zur Sicherheit doch am besten abräumen zu lassen. Tatkräftige Helfer für dieses Vorhaben wären bestimmt schnell gefunden.
David Weiss, Mannheim