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Aktuelles

 

Tanzen lernen mit Profis aus Amerika

BZ-INTERVIEW mit Christiane Walesch-Schneller und Almut Michalk über ein besonderes Projekt am Schongauer-Gymnasium

BREISACH. Die im vergangenen Jahr speziell für Breisach konzipierten "Tänze für das Blaue Haus" — mit Schülerworkshops in Freiburg — ließen den Funken auch auf Breisacher Schulen überspringen. Am Martin-Schongauer-Gymnasium wird jetzt vom 19. bis 24. Juli ein Workshop mit Sean Scantlebury und Lydia Tetzlaff von der bekannten "Battery Dance Company" aus New York stattfinden. BZ-Mitarbeiterin Friedel Scheer sprach mit den Organisatorinnen Christiane Walesch-Schneller vom Förderverein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach und der Elternvertreterin Almut Michalk.

siehe Interview in der Badischen Zeitung vom 17. Juli 2007

 

Dancing to connect

Die „Tänze für das Blaue Haus“ in Breisach 2006 finden eine Fortsetzung unter anderem Dach und Motto. Geblieben ist die künstlerische Leitung von Jonathan Hollander und die Beteiligung von Battery Dance Company. Beteiligt sind fünf Freiburger Schulen, die PH und das Stadttheater. Das Ziel ist, mit der Universalität der Sprache des Tanzes Toleranz, Verständnis für das Andere und Integration zu fördern.

 

Ida-Frank-Straße in Breisach - als Erinnerung an die erste Frau im Gemeinderat

Breisach. Eine neue Straße, die das Baugebiet "Kandelhof" (ehemaliges WISI-Gelände) erschließen wird, soll den Namen von Ida Frank erhalten. Darauf einigten sich die Breisacher Gemeinderäte, die am 13. März drei Namen zur Auswahl hatten. Am 4. September 1889 kam Ida Frank als Tochter des Metzgers Isak und Jeanette Schwab in Breisach zur Welt. 1910 heiratete sie Josef Frank, Sohn Hans wurde 1911 geboren. Im Februar und März 1919 gehörte sie zu den Mitbegründern der SPD Breisach. Nachdem 1919 die Frauen das Stimmrecht erhalten hatten, wurde sie als erste Frau in den Breisacher Stadtrat gewählt. Auch bei den Festspielen wirkte sie aktiv mit. 1937 emigrierte sie mit ihrer Familie in die USA und verstarb 1988 in Forest Hills, New York.

Obwohl mit Marie Luise Kaschnitz und Lina Richter zwei weitere Frauen, die eng mit Breisach verbunden waren, nominiert wurden, fiel die Wahl der Gemeinderäte schnell und einstimmig auf Ida Frank. (az)

Reblandkurier vom 4. April 2007

 

Badische Zeitung vom Samstag, 21. Oktober 2006

Nach vielen Jahren: Ein Wiedersehen mit Freiburg

Gerd war auf die Lessingschule gegangen, Friedrich aufs Rotteck. Sie kamen aus alteingesessenen Freiburger Familien, und wenn alles normal verlaufen wäre, wären sie heute wahrscheinlich in einem Bürgerverein oder im Gemeinderat. Doch es kam anders, es kam die Nazi-Zeit: Als Jugendliche flüchteten beide in die Vereinigten Staaten, um als Juden zu überleben. Nun sind Gerald Schwab und Freddy Mayer wieder in Freiburg, auf Einladung des Freiburger Carl-Schurz-Hauses und des "Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V." . Gestern empfing Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger Freiburgs, die beiden betagten Herren: "Es ist eine Ehre für uns, dass Sie gekommen sind." Gerald Schwab und Freddy Mayer werden in den nächsten Tagen als Zeitzeugen in Schulen sprechen, Gedenkveranstaltungen besuchen und natürlich "ihr" Freiburg besichtigen.

 

Badische Zeitung vom Freitag, 20. Oktober 2006

Besuch aus Oswiecim
Schüler aus Polen waren in der Breisacher Realschule zu Gast

BREISACH (pm). Fünf Tage waren jüngst Austauschschüler aus der Partnerschule im polnischen Oswiecim zu Gast in der Hugo-Höfler-Realschule. Nachdem Breisacher Schüler in Polen waren, erfolgte jetzt der Gegenbesuch.

Die Gruppe wurde von Schulleiter Christoph Wolk willkommen geheißen. Nach einem gemeinsamen Frühstück, das die Eltern vorbereitet hatten, wurden die deutschen und polnischen Austauschpartner mit ihren Begleitpersonen im Rathaus empfangen. Bürgermeister Oliver Rein begrüßte die Gruppe und schaute sich mit Interesse die mitgebrachte Präsentation an. Anschließend besichtigten die Gäste das Breisacher Münster.

Am nächsten Tag fuhren die Besucher nach Straßburg und machten mit dem Schiff eine Stadtbesichtigung. Höhepunkt des Tages war eine Führung durch das Europaparlament. Am Mittwoch konnten die polnischen Gäste am Unterricht ihrer deutschen Austauschpartner teilnehmen. Danach genossen die Schüler den Ausflug auf den Schauinsland und die gemeinsame Wanderung zum Aussichtsturm. Später besichtigten sie noch die Freiburger Innenstadt und das Münster.

Der Donnerstag brachte eine Menge Spaß bei den "Science Days" in Rust und im Europa-Park. Der spannende Tag endete mit dem Abschlussfest, das unter der Leitung der Eltern vorbereitet worden war.

An ihrem letzten Tag in Breisach nahmen die polnischen Schüler am Unterricht in der Realschule teil und besuchten anschließend das Blaue Haus. Für das kommende Jahr sei bereits eine Neuauflage des Schüleraustausches in Planung, informiert die Realschule.

 

Willi Sutter erhält im November den Deutschen Preis für Denkmalschutz

Ohne die Firma Domiziel und ohne das Engagement ihres Gründers und Geschäftsführers Willi Sutter hätte das ehemalige jüdische Gemeindehaus in Breisach vom Förderverein nicht in dieser Weise und Qualität renoviert werden können. Von Anfang an hat Willi Sutter unser Vorhaben begleitet, hat den Vorstand des Fördervereins beraten und über schwierige Phasen hinweggeholfen. Jetzt wird er auf Vorschlag des Landesamts für Denkmalpflege im November mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach gratuliert Willi Sutter dafür von Herzen und dankt ihm nochmal für seine Arbeit.

Artikel in der Badischen Zeitung vom 2. September 2006 (Achtung: Große Datei!)

 

Sommerlager 2006 von Aktion Sühnezeichen im August in Breisach

Wieder waren Jugendliche für zwei Wochen im August im Rahmen von Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste in Breisach, um im Blauen Haus und auf dem jüdischen Friedhof in Mackenheim (Elsass) zu arbeiten. Sie leisteten mit ihrem freiwilligen Einsatz unersetzliche Dienste, die sonst nicht erbracht werden könnten. Weitere Einzelheiten der Geschichte des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses und der Grabstätten in Mackenheim kamen dabei ans Tageslicht.

Artikel in der Badischen Zeitung vom 18. August 2006

 

In einer Stellungnahme vom 15. Juli äußert sich Dan Bar-On zur augenblicklichen blutigen Auseinandersetzung im Nahen Osten. Lesen sie die deutsche Übersetzung.

 

Margaret Rosenbaum 2006 vor dem Blauen Haus
FOTO: Friedel Scheer
(Badische Zeitung vom Dienstag, 23 Mai 2006)

 

“Ich konnte mich in Fußstapfen meiner Familie fühlen”

Margaret Rosenbaum kam aus den USA nach Breisach, um sich im Blauen Haus mit der Geschichte ihrer Angehörigen zu befassen

BREISACH (fsn). Als sie 12 Jahre alt war, besuchte Margaret Rosenbaum zusammen mit ihrer Mutter Betty Hoffmann zum ersten und einzigen Mal ihren Großvater Berthold Levy in Breisach. Das war im Jahr 1953, vier Jahre bevor er starb. Levy war einer der wenigen jüdischen Breisacher, die nach der Shoah nach Breisach zurückkehrten. An ein freundlich lächelndes Gesicht kann sie sich noch erinnern sowie an ein paar weitere Bilder. Reden konnte sie mit ihm nicht, sie sprach nur Englisch und ihr Großvater nur Deutsch.

Nun, 53 Jahre später, kam Margaret Rosenbaum zusammen mit ihrem Ehemann Leonard und ihren drei Kindern Sharon (37), Kevin (35) und Scott (33) erneut nach Breisach, ein Ereignis, mit dem sie selbst noch vor zwei Jahren kaum gerechnet hatte. Nie, so erzählt sie, wollte ihre Mutter Betty Hoffmann über ihre Familie reden. Zu schmerzlich waren die Erinnerungen an die grauenhaften Ereignisse, die ihrer Familie widerfahren waren.

Zwei Schwestern, ein Bruder und ihre Mutter hat sie durch die Shoah verloren. Erst vor anderthalb Jahren, als sie in ein Altersheim kam, wurde über noch vorhandene Briefe der Kontakt zu dem in New York lebenden ehemaligen Breisacher Hans Blum hergestellt und über ihn zu Christiane Walesch-Schneller. “Dieser Kontakt hat mein Leben verändert mit all dem, was sie über unsere Familiengeschichte herausgefunden hat” , erzählt Margarete Rosenbaum gerührt und berichtet davon, dass Christiane Walesch-Schneller sie und ihre Mutter in Delaware in den USA besucht habe und ihnen dort von Breisach und dem Blauen Haus berichtet hat, was auch ihrer Mutter sehr gut getan habe.

“Ich wusste, dass ich herkommen muss” , erklärt sie ihren Entschluss zu ihrer Breisach-Reise, worin sie auch von ihrem Ehemann bestärkt worden sei. Und nun am Ende ihres Aufenthalts in Breisach bereut sie diese Entscheidung keinen Augenblick. Zu rührend und ergreifend war das alles, was sie hier erlebt hat. Sie hatte Gelegenheit, das Haus ihres Großvaters zu besuchen. Bereitwillig ließen die heutigen Bewohner sie und ihre Familie ein, für sie ein anrührender Moment. “Ich konnte mich in den Fußstapfen meiner Familie fühlen, das Lachen vergegenwärtigen, das da einst geherrscht hat, aber auch die Traurigkeit” , fasst sie ihre Gefühle rückblickend zusammen. Auch für ihre Kinder sei es ein ergreifendes Ereignis gewesen, den familiären Wurzeln näher zu kommen und den Ort kennen zu lernen, an dem ihre Urgroßeltern zu Hause waren.

Besonders beeindruckt zeigte sich Margaret Rosenbaum aber von der Zusammenkunft mit Schülern der Realschule Breisach. Diese stellten den Besuchern aus den USA nämlich die Ergebnisse ihrer Recherchen vor, die sie im Rahmen eines Geschichts-Moduls der Erforschung der Familie Levy gewidmet haben. “Es ist einfach großartig, dass diese jungen Menschen mit so viel Engagement untersuchen, was den jüdischen Familien widerfahren ist” , sagte Margaret Rosenbaum begeistert. Das löse in ihr sehr positive Gefühle aus, wenn sie erfahre, wie in Deutschland mit der Vergangenheit umgegangen werde.

“Wir alle sind doch Teil der Geschichte und es zeigt einmal mehr, dass man nicht jüdisch sein muss, um ein Mitgefühl für die Vertriebenen entwickeln zu können.” Sie will jedenfalls zu Hause von den herz erwärmenden Erlebnissen berichten, die ihr und ihrer Familie in Breisach zuteil wurden, was für das Image des heutigen Deutschlands bei der jüdischen Bevölkerung in den USA nur von Vorteil sein kann.

 

 

Christiane Walesch-Schneller
FOTO: ARI NAHOR
(Badische Zeitung vom Mittwoch, 5. April 2006)

 

“Jeder Tag ist sinnvoll und wertvoll”

BZ-Porträt: Christiane Walesch-Schneller und ihr Engagement für das “Blaue Haus” in Breisach

BREISACH. Nein, auch Christiane Walesch-Schnellers Tag hat nicht mehr als 24 Stunden. Mancher Beobachter ihrer Arbeit mag das aber gelegentlich in Zweifel ziehen. Denn neben ihrer vollen Berufstätigkeit als Psychoanalytikerin hat die 56-Jährige in den vergangenen Jahren in Breisach unermüdlich an ihrem Ziel gearbeitet, die Geschichte der jüdischen Breisacher in die Gegenwart zu bringen.

Natürlich haben auch die Mitglieder des Fördervereins “Ehemaliges jüdisches Gemeindehaus” mitgeholfen, dass aus der Zufluchtsstätte der letzten jüdischen Gemeinde in Breisach ein ansprechend restauriertes “Blaues Haus” geworden ist, das inzwischen auf gutem Wege ist, ein Begegnungs- und Lernhaus für die ganze Region zu werden. Aber der treibende Motor hinter der Initiative ist doch deren Erste Vorsitzende, Christiane Walesch-Schneller ...

Hier der ganze Artikel der Badischen Zeitung

 

 

Jüdisches Schicksal – ungarisches Schicksal

Josef Hidasi wurde als Schüler in einer Provinzstadt nördlich von Budapest im Alter von vierzehneinhalb Jahren von der ungarischen Armee vor der Deportation nach Auschwitz gerettet. Mit einem Arbeitsbataillon kommt er an die Karpathenfront, wo er überlebt. Auf dem abenteuerlichen Rückweg entkommt er dem Massenmord eines SS-Kommandos und danach, in Budapest, dem Terror der Pfeilkreuzler.

Seine Odyssee dauerte neun Monate. Bis er am Ziel war, hatte er viele Helfer. Er kommt alleine an, ohne seine Familie.

Das tragische Schicksal der ungarischen Juden im Dritten Reich ist in Deutschland relativ wenig bekannt. Noch weniger weiß man von denjenigen, denen es glückliche Zufälle ermöglichten, der Vernichtung durch die Nazis zu entgehen. Als Zeugnis dieser Wenigen und als Dokument für die Hunderttausende ermordeter ungarischer Juden möchten wir an dieser Stelle den Vortrag von Dr. Josef Hidasi der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Werkstattgespräch: Dr. Josef Hidasi (Freiburg) im Blauen Haus, Breisach, am 09.01.2006, 19.30

(Badische Zeitung vom Dienstag, 28. März 2006)

 

"Aus Gästen wurden Freunde"

Schüler der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule waren im polnischen Oswiecim zu Gast

BREISACH/OSWIECIM. Begleitet von ihren Lehrern Edeltraut Cupal und Christoph Müller besuchten Schüler und Schülerinnen der neunten Klassen der Hugo-Höfler-Realschule vor kurzem die polnische Stadt Oswiecim, das ehemalige Auschwitz.

Im Laufe des Aufenthalts entwickelte sich eine deutsch-polnische Zusammenarbeit zwischen der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach und dem Gymnasium Nummer 2 in Oswiecim. Die Besichtigungen der Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau beeindruckten und schockierten die deutschen Schüler zugleich. Ein im Anschluss geführtes Zeitzeugengespräch mit einem damals Inhaftierten bewegte die Jugendlichen sichtlich.

Interessant waren auch Führungen in Oswiecim, Krakau sowie durch das Salzbergwerk in Wieliczka. Gemeinsam wurden Alben über die Sehenswürdigkeiten und Eindrücke angefertigt, die die deutschen Besucher als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten.

In einem Interview mit einem polnischen Fernsehsender hieß es, dass die Breisacher Schüler als Gäste empfangen und schließlich als Freunde verabschiedet wurden.

Mit Freude werden deshalb an der Hugo-Höfler-Realschule schon jetzt die Planungen und Vorbereitungen für den Gegenbesuch der polnischen Jugendlichen getroffen.

siehe Tagebuch der Reise auf der Internetseite der Hugo-Höfler-Realschule

 

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(Bad. Zeitung vom 21. März 2006)

 

"Jugendaustausch mit Oswiecim nimmt Fahrt auf"

Breisacher Gemeinderatsfraktionen loben Konzept für weitere Treffen zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen

BREISACH/OSWIECIM (gz). Der deutsch-polnische Jugendaustausch zwischen Breisach und Oswiecim, dem früheren Auschwitz, wird intensiviert. Derzeit ist eine Klasse der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule in Oswiecim zu Gast, vom 10. bis zum 17. Mai werden 16 junge Fußballer aus Polen zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt und einigen Begleitpersonen in Breisach erwartet. Vertreter aller Fraktionen des Breisacher Gemeinderates begrüßten in der jüngsten Sitzung des Gremiums diese Entwicklung ...

Hier der ganze Artikel der Badischen Zeitung

BREISACHER GESCHICHTSVEREIN BESUCHT BLAUES HAUS

"BREISACH. Interessierte Mitglieder des Breisacher Geschichtsvereins konnten sich dieser Tage bei einem Besuch im Blauen Haus darüber informieren, in welch vielfältigem Maße das ehemalige jüdische Gemeindehaus Einzelheiten der Breisacher Stadtgeschichte repräsentiert ..."

Badische Zeitung vom 3. Dezember 2005

Breisacher Geschichtsverein
FOTO: FRIEDEL SCHEER

65. JAHRESTAG DER DEPORTATION DER BADISCHEN JUDEN

Tafel

Am 22. Oktober jährt sich die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden zum 65. Mal. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, den 23. Oktober, gegen 11:30 Uhr auf Einladung der Stadt Breisach eine kleine Gedenkfeier statt. Der Ort ist beim Mahnmal unterhalb des Münsters in der Münsterbergstraße. Dort war im September vergangenen Jahres ein Gedenkstein von Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums errichtet worden.

Am Abend wird im Rahmen einer Lesereihe aus dem Werk von Jacob Picard aus Wangen am Bodensee, Dichter des süddeutschen Landjudentums 1883 – 1967, gelesen

20 Uhr Lesung aus dem Werk von Jacob Picard

Hans Helmut Straub, Stadttheater Konstanz
Eintritt: 8 Euro/ermäßigt 6 Euro

Auf Veranlassung des Badischen Oberrats der Israeliten in Karlsruhe unternahm Jacob Picard noch 1937/1938 zwei Lesereisen: Er trug in jüdischen Kulturbünden und Lehrhäusern aus seinem kurz zuvor erschienenen Buch „Der Gezeichnete“ vor, um „den Menschen in der schweren Zeit Bestätigung ihres Eigensten zu geben und ein wenig Trost“.

Der Freundeskreis Jacob Picard im FORUM ALLMENDE e.V. hat eine Lesereihe initiiert, die daran anknüpft und die Picards einzigartiges Werk wieder ins Licht rücken soll. Neben Breisach ist die Lesung zwischen 10. 9. 2005 und 27. 1 2006 in 14 anderen badischen Städten und Gemeinden zu hören. Tafel

FOERDERPREIS 2005 ERHALTEN

Am "Tag des offenen Denkmals" hat der Förderverein Ehemaligisches Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. den Förderpreis 2005 der Denkmalstiftung des Landes Baden-Württemberg erhalten. Damit soll das besondere bürgerschaftliche Engagement geehrt werden, das das vom Abbriss bedrohte ehemalige jüdisches Gemeindehaus gerettet und als "Blaues Haus" zu neuem Leben geführt hat. Das Haus und die Arbeit des Vereins hätten weit über die Region hinaus Beachtung gefunden.

siehe Badische Zeitung vom 12. September 2005


 

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse im Blauen Haus
FOTO: Ari Nahor

BUNDESTAGSPRÄSIDENT BESUCHT BLAUES HAUS

Wolfgang Thierse war am 1. September in Breisach

Nach einem Empfang auf dem Rathaus besuchte Wolfgang Thierse das Blaue Haus.
Dort hatte der Bundestagspräsident um 18:45 Uhr mit der Vorsitzenden des Fördervereins,
Christiane Walesch-Schneller, ein Podiumsgespräch.
Thema: "Die Zukunft der Erinnerung -
Das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin und das Blaue Haus in Breisach".

Alle Mitglieder und Freunde des Blauen Hauses waren eingeladen.

siehe Badische Zeitung vom 3. September 2005

Rede von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse
zur Eröffnung des "Denkmals für die ermordeten Juden Europas" am 10. Mai 2005 in Berlin

 

 

UNSER WEITERES HERBSTPROGRAMM

Sonntag, 4. September 2005: Sechster Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

11 Uhr: Führung mit Günter Boll: Judengarten in Mackenheim/Elsaß
11 – 18 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet 14 Uhr: Bodo Kaiser: Rückkehr in die vergessene Schule (Film) - Ein Schülerprojekt der Erinnerung an die jüdischen Schüler der Lessing Realschule Freiburg (2004)
16 Uhr: Führung Blaues Haus und ehemaliges jüdisches Viertel

 

Samstag, 10. September 2005: Deutsch-Französischer Denkmaltag in Breisach-Neuf Brisach

10 Uhr: Festspiele Breisach Münsterberg, u.a. Verleihung des Förderpreises der Denkmalstiftung Baden-Württemberg an den Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach
14 – 19 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet
16.30 Uhr: Vortrag von Günter Boll: Ein Kind des Dreißigjährigen Krieges: die jüdische Gemeinde Breisach ... [geänderte Zeit !!]

 

 

Sonntag, 11. September 2005: Tag des offenen Denkmals Baden-Württemberg 2005

11 – 18 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet
16 Uhr Führung
18 Uhr Treffen des Stifterkreises: Eine Stiftung für das Blaue Haus

 

Sonntag, 18. September 2005: Deutsch-Französisches Kulturfest

11 - 18 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet. Ausstellung Breisach 1945/1946. Fotografien von Gerald Schwab
16 Uhr: Führung durch das ehemalige jüdische Viertel und das Blaue Haus

 

Samstag, 1. Oktober 2005

20.15 Uhr: Aus dem Herzen Lateinamerikas - Sozialkritische Strömungen in Liedern. Dagmar Dümchen de Linares, Gesang mit Gitarre ... muss leider abgesagt werden !!

 

Sonntag, 2. Oktober 2005

17.30 – 21.30: Die Zukünfte der Erinnerung: An der Veranstaltungsreihe im E-WERK Freiburg „Erinnern aus zweiter Hand – Kultur der Erinnerung?“ beteiligt sich das Blaue Haus mit einer Führung, dem Film von Bodo Kaiser über Ralph Eisemann, und Projektionen von Familienbildern in der ehemaligen Judengasse „in Erinnerung an Familie Berthold Levy“. www.ewerk-freiburg.de

 

Samstag, 22. Oktober 2005: Zum 65. Mal jährt sich die Deportation der Breisacher und aller badischen und saarpfälzischen Juden nach Gurs

 

Sonntag, 23. Oktober 2005

Eine Lesereihe im Gedenken an eine Lesereise
Jacob Picard aus Wangen am Bodensee Dichter des süddeutschen Landjudentums 1883 – 1967

20 Uhr Lesung aus seinem Werk Hans Helmut Straub, Stadttheater Konstanz
Eintritt: 8 Euro/ermäßigt 6 Euro

Auf Veranlassung des Badischen Oberrats der Israeliten in Karlsruhe unternahm Jacob Picard noch 1937/1938 zwei Lesereisen: Er trug in jüdischen Kulturbünden und Lehrhäusern aus seinem kurz zuvor erschienenen Buch „Der Gezeichnete“ vor, um „den Menschen in der schweren Zeit Bestätigung ihres Eigensten zu geben und ein wenig Trost“.

Der Freundeskreis Jacob Picard im FORUM ALLMENDE e.V. hat eine Lesereihe initiiert, die daran anknüpft und die Picards einzigartiges Werk wieder ins Licht rücken soll. Neben Breisach ist die Lesung zwischen 10. 9. 2005 und 27. 1 2006 in 14 anderen badischen Städten und Gemeinden zu hören.

Teilnehmer des Sommerlagers 2005 im Keller des Blauen Hauses
FOTO: Rainer Klotz

"HINWEISE AUF DAS 17. JAHRHUNDERT"
Jugendliche der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste säubern Grabsteine und graben im Keller des Blauen Hauses in Breisach

"BREISACH. Wieder einmal geht im Blauen Haus ein arbeitsreiches Sommerlager der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste zu Ende. 12 Jugendliche aus Polen, Deutschland und den USA haben in tagelanger Arbeit freiwillig einen Kellerraum von aufgeschütteter Erde befreit und den darunter liegenden Pflasterboden freigelegt ... "

Rainer Klotz schreibt in der Badischen Zeitung vom 13. August 2005

"VIELES WIRD HOCHKOMMEN"

Die Räumung des Gaza-Streifens steht unmittelbar bevor. Doch wenn der Frieden endlich kommt, befürchtet der israelische Psychologe Dan Bar-On, wird Israel eine Welle der Selbstdestruktivität erleben.

Interview mit Gaby Sohl in der taz vom 30.7.2005

UTE VOGT ZU BESUCH IM BLAUEN HAUS

"BREISACH (ca). Auf ihrer Tour durch die Freiburger Region besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Ute Vogt, am Montagabend auch das Blaue Haus in Breisach. Hier informierte sich die Politikerin über die ehrenamtliche Arbeit rund um das ehemalige jüdische Gemeindehaus ..."

siehe Badische Zeitung vom 27. Juli 2005


SOMMERLAGER 2005
von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
vom 31. Juli - 14. August in Breisach

Ab 31. Juli ist wieder eine Gruppe Jugendlicher zum Sommerlager der Aktion Sühnezeichen für zwei Wochen in Breisach zu Gast und wird - wie in den letzten zwei Jahren - im Blauen Haus in Breisach arbeiten und uns bei verschiedenen Projekten helfen. Die fünfzehn Jugendlichen kommen aus Frankreich, Polen und Deutschland. Wir möchten sie am Montag, den 1.8.2005, um 20 Uhr im Blauen Haus zu einem Eröffnungsabend "Sommerlager 2005" herzlich begrüssen und dabei miteinander ins Gespräch kommen.

siehe auch den Programmpunkt 'Breisach' bei Aktion Sühnezeichen


Bürgermeister Janusz Marszalek zu Gast im Breisacher Rathaus
FOTO: Petra Littner

"BEZIEHUNG ZU OSWIECIM VERTIEFT"
Bürgermeister Janusz Marszalek zu Gast im Breisacher Rathaus

"BREISACH. Am Montag besuchte der Bürgermeister von Oswiecim, Janusz Marszalek, Breisach. Bei dem Treffen wurden die partnerschaftlichen Beziehungen zu der polnischen Stadt vertieft. Der Beigeordnete der Stadt Breisach, Oliver Rein, begrüßte Marszalek im Rathaus und bekräftigte die Absicht der Stadt, den Jugendaustausch zwischen beiden Kommunen zu fördern ... "

Petra Littner schreibt in der Badischen Zeitung vom 20. Juli 2005

„Geschichte bekommt Gesichter“
BZ-INTERVIEW: Bodo und Niels Kaiser über den Film „Rückkehr in die vergessene Schule“

"Sechzig Jahre lang wurde vergessen und verdrängt, dass die heutige Lessing- Realschule in Freiburg von 1936 bis 38 Zwangsschule für sechzig jüdische Kinder aus dem südbadischen Raum war. 2003 machten sich dann Schüler der Geschichtswerkstatt auf Spurensuche und luden die Überlebenden im Oktober 2004 zu einer Begegnungswoche ein. Unter dem Titel „Rückkehr in die vergessene Schule“ entstand dabei ein bewegender Dokumentarfilm. Marion Klötzer sprach mit dem Freiburger Filmemacher Bodo Kaiser und seinem Sohn Niels ...

Das ganze Interview steht in der Badischen Zeitung vom 17. Juni 2005

Ehemalige jüdische Zwangsschüler in der Lessing-Schule
FOTO: KAISER

"IM ZEICHEN DER VERSÖHNUNG"
Aktion Sühnezeichen: Abiturienten aus Leipzig helfen bei Ausgrabungen im Blauen Haus

"BREISACH. 15 Abiturientinnen und Abiturienten des evangelischen Schulzentrums Leipzig sind derzeit mit Schaufeln und Spitzhacke im Keller im Blauen Haus zugange. Sie helfen im Rahmen der Aktion Sühnezeichen/ Friedensdienste (ASF), den historischen Untergrund freizulegen ..."

Die Lokalredakteurin Agnes Pohrt schreibt weiter in der Badischen Zeitung vom 17. Juni 2005

Abiturienten aus Leipzig im Blauen Haus
FOTO: AGNES POHRT

Schüler im Blauen Haus
FOTO: AGNES POHRT

SCHÜLER ERLEBEN JÜDISCHE GESCHICHTE
Sharyn Jackson, Freiwillige der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste , bietet Schulen Projekte im Blauen Haus an

"BREISACH. Alle zwei Wochen besuchen 18 Schülerinnen und Schüler der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule das Blaue Haus. Gemeinsam mit Sharyn Jackson, die als Freiwillige der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste für ein Jahr in der Gedenk- und Begegnungsstätte arbeitet, widmen sie sich zwei Stunden dem Judentum und der deutsch-jüdischen Geschichte ..."

Die Lokalredakteurin Agnes Pohrt schreibt in der Badischen Zeitung vom 19. März 2005

"EIN ORT DES LEBENS"
Besuch im "Judengarten" im elsässischen Mackenheim

Frank Zimmermann von der Wochenzeitung "Der Sonntag", die in Südbaden im "Badischen Pressehaus" in Freiburg erscheint und an Wochenenden kostenlos verteilt wird, stellt in einem Artikel vom 30. Januar 2005 den jüdischen Friedhof in Mackenheim vor.

BRIEFE AUS DEM BLAUEN HAUS
Sharyn Elise Jackson schreibt "Letters from the Blaues Haus"

Sam Harding, unser erster Freiwilliger von Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste hat uns im August verlassen und Sharyn Jackson aus Kearny, New Jersey, ist seit September 2004 an seiner Stelle hier. Sie hatte die Idee, sich selbst und ihre Eindrücke von der Arbeit im Blauen Haus in einer lockeren Folge von "Briefen" vorzustellen:

SWR IM BLAUEN HAUS
Dreharbeiten für die Fernsehreihe "Fahr mal hin"

"BREISACH (apt).Vor fünf Jahren hatte Regisseur Winfried Lachauer mit dem Fernsehbeitrag "Die Straße der Synagogen im Elsass" in der SWR-Reihe "Fahr mal hin" auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt bereitet Lachauer ebenfalls in dieser Reihe einen neuen Beitrag über Orte und Stationen, wo man sich der jüdischen Geschichte nähern kann, vor - diesmal jedoch in Südbaden: in Breisach, Sulzburg, Emmendingen und Kippenheim ..."

Badische Zeitung vom 8. Jaunar 2005
Badische Zeitung vom 1. März 2005

SWR im Blauen Haus
FOTO: AGNES POHRT

MITGLIEDERVERSAMMLUNG - FILMURAUFFÜHRUNG - NEUJAHRSEMPFANG
Sonntag, 16. Januar, im Blauen Haus

 

  • 16:00 Uhr: Mitgliederversammlung (u.a. Bericht über Planungen 2005)
  • 17:00 Uhr: Uraufführung des Videofilmes von Bodo Kaiser „Das Elternhaus – Ralph Eisemann und das ehemalige jüdische Gemeindehaus in Breisach“
  • 18:00 Uhr: Neujahrsempfang (mit Felicitas Böhler-Lang, Querflöte)

Haaretz

 

The Jerusalem Post Internet Edition

ISRAELISCHE JOURNALISTEN BESUCHTEN BLAUES HAUS

Auf Einladung der Deutschen Zentrale für Tourismus besuchten israelische Journalisten am 23. November 2004 auch das Blaue Haus. Orna Coussin von Haaretz, Tovah Lazaroff von der Jerusalem Post, Ronen Tal von Yedioth Ahronot, David Ben Chimol von Passport und Suzanne Neuman informierten sich über die Arbeit des Fördervereins.

Am 1. Dezember 2004 schreibt Orna Coussin in Haaretz,
am 15. Dezember 2004 Tovah Lazaroff in der Jerusalem Post.

Daraufhin kam noch am 15. Dezember 2004 folgende Reaktion aus Jerusalem.

JUGENDAUSTAUSCH MIT NEW YORK
REDE VON CHRISTIANE WALESCH-SCHNELLER IN DER STEPHEN-WISE-FREE-SYNAGOGE

Anlässlich des Empfangs der Breisacher Schülergruppe in der Stephen Wise Synagoge hat die 1. Vorsitzende des Fördervereins, Frau Dr. Walesch-Schneller, in einer längeren Rede das Blaue Haus und den Förderverein vorgestellt. Von Beginn an sei es ein Ziel des Vereins gewesen, wieder Kontakte zu ehemaligen Breisach Juden und ihren Nachkommen zu knüpfen und sie nach Breisach einzuladen. Ihre Geschichte soll wieder ihren Platz in Breisach erhalten, ihre Namen, Gesichter und ihr Schicksal sollen nicht vergessen werden. Das Blaue Haus soll ein Ort werden, wo das Wissen darüber weitergegeben werden kann. In der Bibliothek des Hauses hätten sich auch die jungen Schüler auf ihre Reise nach New York vorbereitet.

Vollständige Rede

"JUGENDAUSTAUSCH MIT NEW YORK"
---- REISETAGEBUCH

"... Acht Schülerinnen und Schüler der 12. Klassenstufe des Martin-Schongauer-Gymnasiums besuchen zurzeit jüdische Familien in New York. Lena-Sophie Demuth und Olivia Schneller schildern ihre Eindrücke ..."

Austausch mit New York 2004
Foto: Friedel Scheer-Nahor

"JUGENDAUSTAUSCH MIT NEW YORK"

"BREISACH. Nun endlich trägt die Vorbereitungszeit von zwei Jahren, von der Idee bis zu den Planungen im Detail, ihre Früchte: Acht Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 des Martin-Schongauer-Gymnasiums reisen morgen für zwei Wochen nach New York, um in der Stephen-Vise-Gemeinde in Manhattan jüdische Emigranten aus Deutschland und deren Nachkommen kennen zu lernen ..."

Badische Zeitung vom 22. Oktober 2004

Austausch mit New York 2004
Foto: Friedel Scheer-Nahor

"ES GEHT JEDEN ETWAS AN"
BZ-INTERVIEW mit Samuel Harding aus England, der sich ein Jahr im "Blauen Haus" engagierte

"BREISACH. Ein Jahr lang hat der aus England stammende Samuel Harding als Freiwilliger der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) im "Blauen Haus" in Breisach gearbeitet. Nachdem er in Oxford Geschichte studiert hatte, absolvierte der 24-Jährige zuerst ein freiwilliges soziales Jahr in einem Heim für geistig behinderte Menschen bei Reutlingen. Danach bewarb er sich bei der ASF und engagierte sich ab September 2003 im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus, dem "Blauen Haus". Mit Samuel Harding sprach BZ-Mitarbeiterin Christine Aniol ... "

Badische Zeitung vom 27. September 2004

Samuel Harding 2004
Foto: Badische Zeitung

Einweihung der Bibliothek
Foto: Friedel Scheer

ARCHIV UND BIBLIOTHEK IM BLAUEN HAUS EINGEWEIHT

Am 5. September wurden im Rahmen des "Europäischen Tages der Jüdischen Kultur" das Archiv und die Bibliothek des Blauen Hauses eingeweiht. Günter Boll erläuterte an Hand von Dokumenten aus der Familie Theo Günzburgers, was im Archiv gesammelt werden soll. Es ist daran gedacht, zu jeder Breisacher jüdischen Familie Unterlagen zusammenzuführen und in Kopie im Haus aufzubewahren. Die jetzt schon überlassenen Fotos, Briefe, Ausweise und anderen Dokumente stellen eine große Verantwortung und Aufgabe für den Verein dar. Am Nachmittag führte Gerd Müller in die Bibliothek des Blauen Hauses ein. Sie ist inzwischen auf etwa 1000 Bände angewachsen und reicht von Literatur zu grundlegenden Fragen des Judentums über Romane, Philosophie, Geschichte, Antisemitismus, Nationalsozialismus bis zum modernen Israel und dem Nahostkonflikt. Ein besonderes Augenmerk gilt der Region und einer gesonderten Abteilung von Kinder- und Jugendbüchern zu den Themen Judentum, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Konfliktlösung.

DAS BLAUE HAUS IM SEPTEMBER 2004

Es sind wenige Wochen her, seit die Teilnehmer des dritten Sommerlagers der Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste Breisach und das Blaue Haus verlassen haben. Wieder wurde Unglaubliches geleistet: Der erste Keller ist jetzt vollständig von Schutt, Erde und Unrat ausgeräumt, die Kellertür neu gerichtet, Garten und andere Dinge vorangebracht. In Mackenheim sind viele Grabsteine wieder aufgestellt und das Gras gerecht. Was würden wir ohne diesen Einsatz der jungen Leute machen? Und ohne Ihre großzügige Bereitschaft und die der Breisacher Geschäftsleute, uns dabei zu unterstützen? Allen Beteiligten möchten wir daher von Herzen danken.

Wir hoffen, Sie möchten sich alle Veränderungen im Blauen Haus ansehen!

Mehrere Gelegenheiten gibt es dazu in der kommenden Zeit, wozu wir Sie ganz herzlich einladen wollen:

 

5. September 2004: Europäischer Tag der jüdischen Kultur (Ankündigung in der BZ vom 2.9.2004) und (und vom 3.9.2004)
  • ab 11 Uhr: Offenes Haus
  • 14 Uhr: Bibliothek und Archiv werden vorgestellt. In memoriam Martin Bier
  • 18 Uhr: Manès Sperber: „Ich muß mir merken wie ich heiße“ Texte vom Lernen
  • 11 Uhr: Führung mit Günter Boll auf dem Jüdischen Friedhof in Mackenheim/Elsaß

 

12. September 2004: Tag des offenen Denkmals

  • 11-18 Uhr: Offenes Haus
  • 18 – 19.30 Uhr: Diskussion im Verein: Was denken die Mitglieder über den Pflasterkreis „1933“ und den Umgang mit Relikten der NS-Zeit in Breisach?

 

19. September 2004, 19 Uhr: 90 Minuten mit der Klezmergruppe „Kapelje“.

  • Seit 2 Jahren spielen die 6 Freiburger Musiker „Musik, die berührt, pulsierend zwischen Melancholie und Lebensfreude, im Jiddischen verwurzelt , vom Jazz gestreift, dem Orient zugewandt, eigenen Improvisationen Raum gebend.“
    Eintritt: 5.- Euro

 

Bitte merken Sie vor: 22. Oktober 2004 Gedenken an die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden
10. November 2004 Gedenken an den Pogrom und die Zerstörung der Synagoge 1938
23. 11. 2004 Dr. Eckhart John, Freiburg und Heidi Zimmermann, Basel: „Jüdische Musik?“
Musikwissenschaftlicher Vortrag über ihr im Oktober 2004 erscheinendes Buch (Böhlau Verlag Köln)

 


Samuel Harding, unser erster Langzeit-Freiwilliger von Aktion Sühnezeichen/ Friedensdienste, verläßt uns jetzt. Sein Jahr in Breisach ist um. Samuel hat dem Vorstand bei seiner Arbeit geholfen, viele Besucher und Schulklassen im Blauen Haus empfangen und sie mit der Geschichte der Juden und des Dritten Reiches vertraut gemacht. Er hat wertvolles pädagogisches Material erarbeitet, das wir als Grundlage bei unserer Jugendarbeit, ein Schwerpunkt der Arbeit im Blauen Haus, verwenden werden. Ein Höhepunkt und Abschluß seines Jahres hier war die Co-Leitung des Sommerlagers. Wir danken ihm sehr herzlich und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute!

Am 1. September kommt Sharyn Jackson aus New York, die Samuel ablösen wird. Wir sind sehr glücklich über eine neue Freiwillige, über diese „Verstärkung“.

Wir hoffen, dass Sie bis jetzt eine schöne Sommerzeit verbringen konnten, und freuen uns, wenn wir Sie im Blauen Haus bei der einen oder anderen Veranstaltungen begrüßen können. Besonders gespannt sind wir auf die Diskussion mit den Mitgliedern. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie alle Artikel, die zur Auseinandersetzung in Breisach erschienen sind ("DISKUSSION UM "1933" IN STRASSENPFLASTERUNG").

STEIGENDER ANTISEMITISMUS IN FRANKREICH?

Wie uns Manuela Wyler aus Lyon mitteilte, wurde am 9. August der jüdische Friedhof in Gerland, einem Stadtviertel von Lyon, geschändet. Etwa 60 Gräber sind betroffen. (Manuela Wyler hatte während der Geismar-Tagung in Breisach ihr Konzept für das Blaue Haus skizziert). Zuletzt war am 28. Juli der jüdische Friedhof in Saverne, Niederelsass (Zabern), Ziel von Schmierereien.

Wie ernst diese Welle von antisemitischen Untaten zu nehmen ist, wird in Frankreich heftig diskutiert. In letzter Zeit waren auch islamische und christliche Gräber verunstaltet worden. Neu hinzugekommen ist, dass es in nordafrikanischen Einwandererkreisen antisemitische Strömungen gibt, die die Juden Frankreichs zunehmend beunruhigen (s. Taguieff, Pierre-André: La nouvelle judéophobie. Paris 2002). Le Monde hat in seiner online-Version zwei Artikel veröffentlicht, auf die wir hier hinweisen möchten:

Geschändeter Friedhof in Herrlisheim
Pressefoto: Jüdischer Friedhof in Herrlisheim, 30.4.2004

SOMMERLAGER DER AKTION SÜHNEZEICHEN 2004
IN BREISACH UND MACKENHEIM

Pressemitteilung

Am 26. Juli beginnt das dritte Sommerlager von Aktion-Sühnezeichen/ Friedensdienste (ASF) in Breisach. 16 junge Leute aus fünf verschiedenen Ländern werden zwei Wochen im Blauen Haus, dem Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus und auf dem jüdischen Friedhof in Mackenheim (Elsaß) arbeiten.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden auch in diesem Jahr im Evangelischen Gemeindehaus übernachten. Zahlreiche Breisacher Unternehmen und Institutionen unterstützen das Sommerlager. Dafür möchten sich die Organisatoren schon im voraus bedanken.

ASF widmet sich seit 1958 der Versöhnungs- und Friedensarbeit in Ländern, die durch die Naziherrschaft im Zweiten Weltkrieg gelitten haben. In diesem Jahr organisiert ASF insgesamt 26 Sommerlager in neun verschiedenen Ländern. In Breisach wird diese internationale Begegnung vom Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus mitgestaltet. In Mackenheim ist der Projektpartner der im September 2003 gegründete französisch-deutsche Verein Les Amis du Judengarten de Mackenheim.

Drei Teamer leiten die Gruppe: Anka Kulczycka aus Oswiecim/Polen, Sandra Greuel aus Jena und Samuel Harding aus Oxford. Samuel Harding arbeitet seit September 2003 als Freiwilliger von ASF im Blauen Haus.

Neben ihrer praktischen Arbeit werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Sommerlagers sich mit unterschiedlichen Themen, wie zum Beispiel mit der jüdischen Geschichte der Region beschäftigen. Darüberhinaus sind Ausflüge ins Elsaß und den Schwarzwald geplant.

Am Donnerstag, den 5. August findet ein Tag der offenen Tür statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, im Blauen Haus vorbeizuschauen, und die Arbeit des Sommerlagers kennenzulernen. Während der Mittagspause (12-13 Uhr) gibt es Gelegenheit, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen persönlich zu sprechen.

Mehr Information finden Sie unter: Aktion Sühnezeichen

Sommerlager 2004
Sommerlager 2004 - Foto: Christine Aniol

Stimmen und Bilder aus dem Sommerlager

 

 

Sommerlager 2003
Sommerlager 2003 - Foto Mühlbauer
Presseberichte:

 

 

 

 

 

Presseberichte:

 

DISKUSSION UM "1933" IN STRASSENPFLASTERUNG

1933 in Straßenpflasterung

Zum Abschluss der "Jüdischen Woche" 2003 in Breisach äußerten Gäste aus Übersee, Nachkommen von Überlebenden des Holocaust, ihr großes Befremden über die Jahreszahl 1933 mit Kreis in der Pflasterung am Fuß des Langen Weges. Diese Pflasterung war von der Nazi-Verwaltung Breisachs als bewusstes Triumphsymbol zum Ende der Straßenarbeiten im November 1933 angelegt worden. Es wurde gefragt, wie eine Stadt ein solches Symbol der schlimmsten Machtepoche weiterhin dulden könne. Carl Steeg, Teilnehmer der Woche aus New York, bat in einem Brief die Stadtverwaltung, sich mit dem anstößigen und Nachkommen von Opfern schmerzenden Zeichen auseinanderzusetzen.

Ein dreiviertel Jahr später stellte die Stadtverwaltung auf dem Gehweg bei der Jahreszahl eine Tafel auf, die in einem klärenden Text auf den Hintergrund der Pflasterung eingehen sollte. Ende Juni erschien in der Badischen Zeitung ein Artikel über die Forderung von Andreas Meckel aus Freiburg, endlich das Nazi-Symbol zu entfernen. Die öffentliche Diskussion beginnt:

 

GRABMAL VON SIMON GEISMAR GEFUNDEN

Grabstein Simon Geismar
Foto: Jean Claude Spielmann

Der Doppelgrabstein für Jittel bat Jehuda, die am 7.2.1757 in Grussenheim gestorben ist und am selben Tag in Mackenheim bestattet wurde, und für ihren fünf Tage später verstorbenen Mann Simon Geismar, der am 13.2.1757 zu ihrer Linken beigesetzt wurde, ist am 20.6.2004 entdeckt und wieder aufgestellt worden.

Wenn Sie die Schrift lesen wollen, klicken Sie bitte das Bild an.

JÜDISCHER FRIEDHOF VON HERRLISHEIM BEI COLMAR GESCHÄNDET

COLMAR (dpa/AFP). Mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen sind in der Nacht zum Freitag in Herrlisheim südlich von Colmar 127 Gräber eines jüdischen Friedhofs geschändet worden. Die Täter beschmierten eine Stele am Friedhofseingang auf Deutsch mit den Worten "Juden raus" und hinterließen eine Deutschlandfahne mit der Aufschrift "Ein Reich, Elsass, Sieg für den Führer".


Der Förderverein verabscheut die Tat aufs Heftigste. Er nimmt am Donnerstag, den 6. Mai, an einer Mahnfeier um 16:30 auf dem Friedhof teil.

siehe auch:

Geschändeter Friedhof in Herrlisheim
Pressefoto

Lageplan von Herrlisheim

BESUCH IN THERESIENSTADT

Christiane Walesch-Schneller besuchte in den vergangenen Tagen die Gedenkstätte in Terezin. Die ehemalige österreichische Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert war von den Nazis als Konzentrationslager ausgebaut worden. Ca. 140.000 Menschen wurden hierher verbracht, von denen etwa 35.000 an Hunger, Krankheit und unmenschlicher Behandlung im Lager starben. Hans Geismar, Marx Geismar, Babette Kindermann, Siegfried Kindermann, Julia Levy und Max Levy aus Breisach waren darunter. 87.000 Menschen wurden von Theresienstadt in die Vernichtungslager im Osten abtransportiert.

Zur Zeit leistet Rudolf Grimm, der im Blauen Haus in Breisach schon ein Konzert gegeben hat, Freiwilligendienst im Rahmen von Aktion Sühnezeichen für deutsche Studiengruppen. Er führte Frau Walesch-Schneller durch die Gedenkstätte und hat sich angeboten, dies mit allen Besuchern aus Breisach zu tun.

Shoa-Überlebende beim Empfang vor dem Rathaus
Foto Agnes Pohrt

POLNISCHE SHOA-ÜBERLEBENDE IN BREISACH

Auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werkes besuchten 16 Überlebende des Holocaust aus Polen u.a. auch Breisach. Sie waren als jüdische Kinder in christlichen Familien oder in Klöstern aufgenommen worden und hatten ihre jüdischen Identität aufgeben müssen. Erst spät in ihrem Leben erfuhren sie die wahren Zusammenhänge.

Bei ihrem Aufenthalt in Breisach wurden sie von Bürgermeister Vonarb empfangen. Am Abend konnten sie an einem großen Schabbatgottesdient im Blauen Haus und dem anschließenden Essen teilnehmen.

(siehe Badische Zeitung, Breisach, vom 24.4.2004)

MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2004
am 1. und 30. März

Die Jahresmitgliederversammlung 2004 musste auf zwei Abende aufgeteilt werden, da zum Termin am 1. März Kassenbericht und Kassenprüfung noch nicht vorlagen. Deshalb wurden die Vorstandsberichte und Neuwahlen auf den 30. März verlegt. Die Mitgliederversammlung wurde u.a. zu einer lebhaften und fruchtbaren Diskussion über die Perspektiven des Blauen Hauses und die Arbeit des Vorstandes genutzt. Der Wunsch nach einer besseren Einbindung der Mitglieder durch mehrere "Mitgliedertreffen" außerhalb der Jahresversammlung wurde vom Vorstand aufgegriffen.

(Protokoll der Mitgliederversammlung 2004 am 1. März 2004
(siehe Badische Zeitung, Breisach, vom 5.3.2004)

Der zweite Teil der Jahresmitgliederversammlung am 30. März stand ganz im Zeichen des Vorstands- und des Kasssenberichtes. Die umfangreiche Arbeit des gesamten Vorstandes und die Fülle der Geldbewegungen wurden deutlich gemacht. Die unterschiedlichen Vorstellungen über die Arbeit innerhalb des Vorstandes führten letztendlich dazu, dass die 2. Vorsitzende Barbara Motz, der Kassenwart Markus Eschbach und die Schriftführerin Ines Meister nicht mehr für ihr Amt kandidierten. In den neuen Gesamtvorstand wurden gewählt: Dr. Christiane Walesch-Schneller (1. Vorsitzende), Gerd Müller (2. Vorsitzender), Jürgen Lange von Kulessa (Kassierer), Gerhard Dümchen (Beisitzer), Angelika Wicha (Beisitzerin). Zu Kassenprüfern wurden gewählt: Markus Eschbach und Dr. Jacob Loewe. Das Amt des Schriftführers bleibt vorläufig unbesetzt.

BLAUES HAUS IST DENKMAL DES MONATS MÄRZ 2004

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat das ehemalige jüdische Gemeindehaus in Breisach zum "Denkmal des Monats März 2004" im Land erklärt.

(siehe Badische Zeitung, Breisach, vom 24.3.2004)

Ralph Eisemann in der Lessingschule Freiburg
Foto Anja Bohler

RALPH EISEMANN ZU BESUCH

Auf seiner Europareise kam Ralph Eisemann mit seiner Frau für wenige Tage wieder nach Breisach. Da er bei der Einweihung des Blauen Hauses im Juni 2003 nicht dasein konnte, war es für ihn das erste Mal, sein früheres Elternhaus in renoviertem Zustand zu sehen. Es sei auch in seinen Kindheitstagen in einem - allerdings helleren - Blaugrau gestrichen gewesen, erinnerte er sich. Am Dienstag, den 17. Februar, führte er abends durch das Haus; er war sichtlich bewegt. Den Vormittag hatte er in der Freiburger Lessing-Realschule verbracht, wo den Schülern von der Zeit erzählte, als er unter den Nazis mit anderen jüdischen Kindern zwangsweise in die Lessingschule gehen musste.

(siehe Badische Zeitung, Freiburg, vom 18.2.2004 und
Badische Zeitung, Breisach, vom 21.2.2004)

RHEINGEFLÜSTER

Versöhnung

Die New Yorkerin Elaine Wolff ist die Tochter vertriebener Breisacher Juden. Noch vor gut zehn Jahren besuchte sie ganz im Stillen den jüdischen Friedhof in Breisach. Sie wollte keinen Kontakt zu den Bürgern der Stadt. Als Kind war alles Deutsche in ihrer Familie verpönt. Sie buchte nie einen Flug mit Lufthansa, kaufte keine deutschen Produkte und durfte in der Schule nicht Deutsch lernen. Der Kontakt mit Christiane Walesch-Schneller, der Vorsitzenden des Fördervereins ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach, und Besuche im "Blauen Haus" in Breisach haben ihre Sichtweise verändert. Mittlerweile hat sie keine Probleme mehr, nach Deutschland zu reisen und sie kann sich sogar vorstellen, Deutsch zu lernen. Eine kleine Geschichte, die verdeutlicht, warum die Arbeit des Breisacher Fördervereins so wertvoll ist.

Aus: Badische Zeitung, Breisach, vom 31.1.2004 ..... vb/gz

CHRISTIANE WALESCH-SCHNELLER ERHÄLT DEN OBERMAYER AWARD

Christiane Walesch-Schneller, die Vorsitzende des Vereins ehemaliges jüdisches Gemeindehaus Breisach, wird am Dienstag, 27. Januar, in Berlin mit dem "Obermayer German Jewish History Award 2004" geehrt. Damit wird ihr großes ehrenamtliches Engagement gewürdigt, mit dem sie sich seit einigen Jahren dafür einsetzt, dass die Geschichte der Juden in Breisach nicht in Vergessenheit gerät.

siehe:

Christiane Walesch-Schneller erhält den Obermayer-Award
Foto Landesarchiv Berlin

WIEDER JÜDISCHE GOTTESDIENSTE IM BLAUEN HAUS

Seit einiger Zeit trifft sich in unregelmäßigen Abständen eine Gruppe von Jüdinnen und Juden im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus in Breisach ('Blaues Haus'), um dort Gottesdienst zu feiern. Eine Familie aus der Ukraine, die seit Beginn des Jahres 2003 als 'Kontigentflüchtlinge' in Breisach wohnt, hatte während der Einweihungswoche des 'Blauen Hauses' im Juni 2003 den Anstoß dazu gegeben. Abraham Rajber aus Breisach und Rivka Holländer von der Israelitschen Gemeinde Freiburg helfen bei Organisation und Ablauf der Feiern, die nach orthodoxem Ritus abgehalten werden. Der Förderverein begrüßt und freut sich außerordentlich, dass wieder jüdisches Leben in Breisach aufkeimt, und stellt den Raum für den Gottesdient zur Verfügung. (Informationen bei Rivka Hollaender unter Telefon 07641/43828)

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 14.01.2004))

 

Christiane Walesch-Schneller beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Rau
Foto Bundespräsidialamt 2004

CHRISTIANE WALESCH-SCHNELLER BEIM NEUJAHRSEMPFANG VON BUNDESPRÄSIDENT JOHANNES RAU

(siehe Pressemitteilung von Dr. Christiane Walesch-Schneller über den Empfang in Berlin))

Breisach/Berlin: Zum Neujahrsempfang von Bundespräsident Rau in Berlin war auch die Breisacherin Christiane Walesch-Schneller eingeladen

Beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Johannes Rau in Berlin war auch Christiane Walesch-Schneller, die Vorsitzende des Breisacher Fördervereins ehemaliges jüdisches Gemeindehaus, dabei. Mit der Einladung sollten vor allem ihre Verdienste um die Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses gewürdigt werden. Außerdem fördere sie das Verständnis zwischen den Kulturen, hieß es.

Regio-Ticker vom Mittwoch, 7. Januar 2004

Auschwitz
Foto AFP

"EHRENGRABSTEIN" VON JOSEF SCHILLINGER ENTFERNT

Durch einen Artikel vom 23. Oktober 2003 der Badischen Zeitung auf der Dritten Seite wurde einer größeren Öffentlichkeit bekannt, dass die Stadtverwaltung Breisach den Grabstein von Josef Schillinger, der in einem "Ehrengrab" für Soldaten auf dem Oberrimsinger Friedhof liegt, enfernen ließ. Schillinger war für über 1 Jahr ein berüchtigter Aufseher in Auschwitz-Birkenau und in dieser Zeit unmittelbar am Holocaust beteiligt. Was im Dorf, das seit 1975 Ortsteil von Breisach ist, zumindest allen Älteren bekannt war, wusste in der Region fast niemand. Und fast niemand nahm Anstoß an diesem "Ehrengrab". Als Andreas Meckel, der sich schon seit langem mit dem Dritten Reich und Auschwitz beschäftigt, davon erfuhr, trat er an den Bürgermeister heran und erreichte schließlich, 60 Jahre nach dem unrühmlichen Ende von Josef Schillinger in Auschwitz, die Entfernung des Grabsteines.

Siehe auch:

Barbara und Fred Kort 2000
Foto Heidelore Goldammer 2000

FRED KORT GESTORBEN

Am 6. September verstarb unerwartet Dr. h.c. Fred Kort; er war 80 Jahre alt.

Als zehnjähriger wurde 'Manfred' Kort von seinen Eltern zu Kantor Michael Eisemann nach Breisach geschickt, um sich bei ihm auf seine Bar Mizwa, die Feier seiner Religionsmündigkeit, vorzubereiten. 1938 wurde er mit seiner Familie, die aus Polen stammte, aus Deutschland ausgewiesen.

Bei der Einweihung des Synagogenplatzes in Breisach im Jahr 1998 hat er mit bewegenden Worten geschildert, wie er nach mehreren Konzentrationslagern im Osten schließlich als einer von neun(!) das Vernichtungslager Treblinka überlebt hat. Fred Kort, der seit 1947 in den Vereinigten Staaten lebte, wurde ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er war Mitbegründer des Holocaust Museums in Washington. Die Arbeit des Fördervereins in Breisach hat er mit Spenden tatkräftig unterstützt.

Siehe auch:

SOMMERLAGER DER AKTION SÜHNEZEICHEN 2003
IN BREISACH UND MACKENHEIM

Junge Menschen aus vielen Ländern Osteuropas und aus Deutschland arbeiten im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus in Breisach und auf dem alten jüdischen Friedhof in Mackenheim.

Bilder und 'Tagebuch'

Sommerlager 2003
Foto Mühlbauer
Presseberichte:

Pressekonferenz am 10.6.2003

Pressekonferenz am 10.6.2003

Pressekonferenz zur 'Jüdischen Woche'

Am 10. Juni wurden die örtlichen und regionalen Medien über die 'Jüdische Woche' informiert, die vom Förderverein zur Einweihung des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses vom 19. bis 26. Juni veranstaltet wird. Auftakt und Höhepunkt der Woche wird am Freitag, den 20. Juni, 11:00 Uhr, die Einweihung unter Anwesenheit des Regierungspräsidenten v. Ungern-Sternberg sein. Auf der Pressekonferenz wurde auf die Geschichte und Bedeutung des Hauses hingewiesen, die Rettung in der letzten Minute vor Abriss, bzw. Umbau, und Sanierung und Erhalt für die Öffentlichkeit. Das zukünftige Konzept als Dokumentations- und Begegnungsstätte, als Lernort der Geschichte wurde erläutert und die darin eingeschlossene lebendige Beziehung zu den Familien der überlebenden Juden aus Breisach.

Der Einladung zur Pressekonferenz waren gefolgt: Badische Zeitung, Südkurier, Radio Regenbogen, Südwestfunk

Presseberichte:

Medienecho

Anlässlich der Vorstellung des "Projektes Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach" durch die 1. Vorsitzende, Dr. Walesch-Schneller, im März diesen Jahres in New York ist in der deutsch-jüdischen Zeitschrif "Aufbau" ein Artikel über die Arbeit des Fördervereins erschienen.

In der Ausgabe 53, 3. Quartal 2003, des Infobriefes der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft wird der Förderverein vorgestellt und auf das neue Buch "Zone 30" des Vereins hingewiesen. In der gleichen Ausgabe wird der Sieger des Internet-Wettbewerbes genannt, den die ELS-Stiftung "Verbrannte und verbannte Dichter" ausgeschrieben hatte: Den 1. Preis erhielt die Lessing-Realschule Freiburg, deren 10b mit ihrer Lehrerin Rosita Dienst-Demuth dem Schicksal der ehemaligen jüdischen Klassen an ihrer Realschule nachging und die Ergebnisse der Recherchen in eigenen Webseiten darstellte.

Das Gerüst am Haus ist weg !!

Haus

Moses Rosenkranz ist gestorben

Moses Rosenkranz, der am 20. Juni 1904 in der Bukowina geboren wurde, ist in diesen Tagen in Lenzkirch im Schwarzwald gestorben. Er hat dort die letzten Jahrzehnte seines Lebens verbracht.

In der Reihe "Literarischer Sonntagnachmittag" veranstaltet die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und die Katholische Akademie Freiburg ein Literarisches Portrait: Matthias Huff stellt Moses Rosenkranz vor , eine kurze Einführung hält Ruben Frankenstein.
Sonntag, 15. Juni 2003, 17:00 Uhr
Katholische Akademie, Freiburg
Wintererstr. 1

(siehe Nachruf in der Badischen Zeitung vom 22. Mai 2003)

Sommerlager der Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste 2003 wieder in Breisach

Wie schon im vergangenen Jahr führt "Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste" ein Sommerlager für junge Menschen aus ganz Europa in Breisach durch. Vom 24. August bis 9. September werden letzte Renovierungsarbeiten im Haus erledigt, der Garten angelegt und außerdem der jüdische Friedhof in Mackenheim im Elsass gepflegt, auf dem in früheren Jahrhunderten auch Breisacher Juden beerdigt wurden.

(siehe offizielle Projektbeschreibung)

Zone 30 - Rückkehr aus dem Exil

Josef Arie Kornweitz
Christiane Walesch-Schneller
Günter Boll

Freiburg: modo Verl., 2003. - 123 S.
ISBN: 3-922675-93-X

Rechtzeitig vor der "Jüdischen Woche" ist ein neues Buch des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach erschienen. Es enthält Fotografien von Josef Kornweitz, Texte von Günter Boll, Claude Vigée, Christiane Walesch-Schneller, Primo Levi und ein Vorwort von Freddy Raphael.

Am 24. Mai wurde das Buch im Radbrunnen in Breisach der Öffentlichkeit vor zahlreichen Gästen vorgestellt.

(siehe auch Bericht im Rebland-Kurier vom 14.5.2003
und in der Badischen Zeitung vom 22.5.2003)

Tafel

Jüdische Kontingentflüchtlinge seit kurzem in Breisach

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat im Altbau des Internats der Gewerbeschule Breisach seit kurzem Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion untergebracht. Der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach begrüßt hiermit die neuen Mitbürger in Breisach und wünscht ihnen einen guten Start in Breisach.

(siehe auch Bericht in der Badischen Zeitung vom 24.3.2003)

Tafel

Ausstellung zum 60. Jahrestag der
Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942

Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden 1933-1945

Eine Ausstellung des Hauses der Wannsee-Konferenz (Berlin)
in der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach,
Zum Kaiserstuhl 1

Eröffnung am 12. März 2003, 10:30 Uhr

(siehe Interview in der Badischen Zeitung vom 11.3.2003
und Bericht in der Badischen Zeitung vom 15.3.2003)

Breisach, a German Village Rediscovers Its Jewish Past

Stephen Wise Free Synagogue
30 West 68th Street
New York, New York, 10023
Sunday, March 9, 2003
12 Noon - 3 PM

The program will present the extraordinary efforts of today's non-Jewish community in Breisach to recreate the spirit of its former Jewish community ...

Mit dieser Ankündigung und diesen Worten beginnt die Einladung zu einer Veranstaltung in der Stephen-Wise-Free-Synagoge in Manhatten, New York, auf der die Arbeit des Fördervereins vorgestellt werden soll. Wenn die politische und militärische Lage es erlauben, wird die Vorsitzende des Vereins, Dr. Walesch-Schneller, in der Synagoge sprechen und das Haus, seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darlegen dürfen. Dies ist ein bewegendes und ermutigendes Zeichen der inzwischen entstandenen Beziehung zu den früheren Bürgern Breisachs und des Vertrauens, das gewonnen werden konnte.

"MIT ALTEN MENSCHEN ÜBER DEN NATIONALSOZIALISMUS SPRECHEN"

Unter diesem Namen lief seit Herbst 2000 ein Projekt mit Studierenden der Katholischen Fachhochschule in Freiburg. Ausgangspunkt war die 'Woche der Begegnung' im Jahr 2000 in Breisach und so die einmalige Gelegenheit, die heute noch lebenden jüdischen und christlichen Menschen zu ihren jeweiligen Erfahrungen der Nazizeit in Breisach zu befragen. Interviews wurden abgehalten, wissenschaftlich begleitet und in einer ersten Dokumentation, die den Lebenskreis 'Schule' behandelt, veröffentlicht; auch eine Tagung fand statt. Jürgen Sehrig von der Katholischen Fachhochschule stellte nun in der Badischen Zeitung die Teildokumentation 'Schule' vor.

REALSCHÜLER SÄUBERN DACHZIEGEL

Schüler der Klasse 10a der Breisacher Realschule säuberten zweieinhalb Stunden alte Ziegel, die künftig das Dach des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses bedecken werden. Die Jugendlichen hatten sich nach einem Gespräch mit polnischen Zeitzeugen über die Folgen des Nationalsozialismus freiwillig für die Aufgabe gemeldet.

Die Schüler haben auf den Internetseiten ihrer Schule dazu eine Extraseite gestaltet und berichten engagiert und begeistert von der Aktion.

Ziegel

Sommerlager

Bilder und Tagebuch

Bericht in der Badischen Zeitung vom 26.7.2002
Bericht in der Badischen Zeitung vom 1.8.2002
Bericht Südkurier vom 2.8.2002

SOMMERLAGER DER AKTION SÜHNEZEICHEN 2002 IN BREISACH

Aktion Sühnezeichen veranstaltet in diesem Jahr vom 20.7. bis 3.8. ein Sommerlager in Breisach. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach und der Firma Domiziel wird die Lagergruppe die Renovierungsarbeiten im Gemeindehaus unterstützen und den Garten für die notwendige Neugestaltung vorbereiten. Ein reiches Kulturangebot führt in die jüdische Geschichte am Oberrhein ein und macht mit der Landschaft der Region bekannt.

(siehe die diesjährigen Sommerlagerprojekte der Aktion Sühnezeichen)
(voir les projets du souvenir et mémoriaux de l'action reconciliation services pour la paix)

MITGLIEDER DES FÖRDERVEREINS HELFEN BEI DER RENOVIERUNG

Sechs Vereinsmitglieder halfen am Samstag, den 4. Mai, unter Leitung von Herrn Hojenski von der Firma Domiziel die Renovierungsarbeiten voranzubringen. In einem mehrstündigen Einsatz wurden einfache Arbeiten ausgeführt, wie alte Farbanstriche entfernen, Türrahmen abschleifen usw. Die Aktion soll an den kommenden Wochenenden fortgeführt werden. Interessenten können sich unter den Rufnummeren 07667-80834 und 07667-1891 informieren und anmelden. Der Verein kann jede Hilfe gebrauchen.

(siehe Bericht in der Badischen Zeitung vom 10.5.2002)

LANDKREIS UNTERSTÜTZT BREISACHER FÖRDERVEREIN

Der Schul- und Kulturausschuss des Kreistages hat einstimmig beschlossen, die Restaurierung des ehemaligen jüdischen Gemeindehauses in Breisach mit einem Zuschuss von 12500.- Euro zu unterstützen. Damit soll die "verdienstvolle" Arbeit des Fördervereins gewürdigt und die Gesamtfinanzierung gesichert werden.

(siehe den Bericht in der Badischen Zeitung vom 07.3.2002)

"BREISACH GESTERN UND HEUTE"
AUFFÜHRUNG EINES FILMS VON ELAINE WOLFF-WURMSER UND GARY BRON

Elaine Wolff-Wurmser und Gary Bron sind wieder zu Besuch in Breisach. Sie waren schon 1998 und 2000 da und haben einen Videofilm aus dem ersten Jahr mitgebracht, der u.a. einen Blick auf die Vorgeschichte der Vereinsgründung ermöglicht. Er dürfte für alle, die dabei waren, besonders für die Freunde und Mitglieder des Fördervereins von großem Interesse sein.

Montag, den 4. Februar, 19:00 Uhr im Martin-Schongauer-Gymnasium

(siehe den Bericht in der Badischen Zeitung vom 22.2.2002)

GÜNTER BOLL IN BERLIN GEEHRT

Am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, wurden im Abgeordnetenhaus in Berlin in einem Festakt sechs Deutsche mit dem 'German Jewish History Award' ausgezeichnet, darunter Günter Boll, Gründungsmitglied und 'wissenschaftlicher Berater' unseres Fördervereins. Wir gratulieren ihm an dieser Stelle ganz herzlich zu dieser Ehrung.

(siehe die offizielle Mitteilung auf der Internetseite des Abgeordnetenhauses in Berlin)
(siehe Artikel in der New York Times vom 28.1.2002)

Renovierung

DIE RENOVIERUNG HAT BEGONNEN

Die Renovierung hat begonnen! Zunächst nur im großen Versammlungsraum, der ehemaligen 'Judenschul', unten links. Arbeiter der Firma DOMIZIEL haben Tapeten und schadhaften Putz entfernt und eine Trennwand herausgenommen. In einigen Wochen soll der Raum fertig sein. Der Verein freut sich schon auf die erste Veranstaltung im 'neuen' Raum!

(siehe den Bericht in der Badischen Zeitung vom 24.1.2002)

Hans Blum

HANS BLUM IM 'AUFBAU'

In einem Artikel vom 8. November 2001 der in New York auf deutsch erscheinenden jüdischen Zeitschrift 'Aufbau' wird über die Leidenschaft für Stammbäume von Hans Blum berichtet. Hans Blum wurde 1919 in Breisach geboren, war zuletzt im Oktober 2000 anlässlich der 'Woche der Begegnung' in Breisach und ist Verfasser des Buches 'Juden in Breisach.

SCHÜLER ARBEITEN
IM JÜDISCHEN GEMEINDEHAUS

Im Rahmen
einer Projektwoche
haben Schüler
des Martin-Schongauer-
Gymnasiums
mit Vorarbeiten
zur Sanierung
des ehemaligen
jüdischen
Gemeindehauses
begonnen.
1. Arbeitstag (s. Bericht
in der Badischen Zeitung
vom 26.10.2001
).

ELLEN MENDEL ZU BESUCH IN BREISACH

Ellen Mendel, Teilnehmerin der 'Woche der Begegnung' im Oktober 2000 aus New York, war für einige Tage in Breisach. Am Freitagabend (20. Juli) leitete sie ein Workshop, das den Wirkungen jener Woche nachgehen sollte. Im Anschluss daran zeigte Bodo Kaiser seinen inzwischen fast fertigen Film über die Begegnungstage.
(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 24.7.2001 ).

SCHÜLERGRUPPE DES MARTIN-SCHONGAUER-GYMNASIUMS ERHÄLT PREIS

Die sieben Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit ihrer Lehrerin Dagmar Casetou dem Leben von Hans Jürgen Maier nachgegangen sind und sein Schicksal erforscht hatten, sind mit einem Preis ausgezeichnet worden. Die Ergebnisse ihrer wochenlangen Arbeit waren im Herbst 2000 anlässlich der 'Woche der Begegnung' in Breisach in der Aula des Gymnasiums vorgestellt worden
(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 6.7.2001 [Ausgabe Ettenheim] und vom 10.7.2001 [Ausgabe Breisach] ).

LEON WURMSER ANFANG JUNI IN BREISACH

Der bekannte Psychoanlytiker Leon Wurmser, Professor für Psychiatrie und Psychoanalyse an der University of West Virginia, besichtigte anlässlich eines Vortrages an der Katholischen Akademie in Freiburg das ehemalige jüdische Gemeindehaus und den Friedhof in Breisach. Er zeigte sich von der Arbeit des Fördervereins tief beeindruckt.
(s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 21.6.2001).

HOLOCAUSTFORSCHER RAUL HILBERG AM 18. MÄRZ IN BREISACH

Am 18. März 2001 sprach Raul Hilberg im Stadtmuseum von Breisach vor der Alemannia Judaica, die ihn als Hauptredner zu ihrer Jahresversammlung eingeladen hatte. Sein Thema war: Integration des Wissens um die Judenvernichtung in die Gedenk- und Erinnerungsarbeit (s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 20.3.2001). Raul Hilberg wurde in Österreich geboren, emigrierte als Jugendlicher in die Vereinigten Staaten und gilt als einer der fundiertesten Kenner des Holocaust. Schon am Tag zuvor, d.h. am 17.3., war er Gastredner bei der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, die im Audimax der Universität Freiburg tagte (s. Bericht in der Badischen Zeitung vom 20.3.2001).

MAPPOT-AUSSTELLUNG IN CELLE
22. Februar bis 20 Mai 2001 in der Synagoge

Fotos von Thorawickelbändern (Mappot) aus Deutschland, Böhmen und dem Elsass sind zur Zeit in der alten Synagoge in Celle zu sehen. Ein Teil der Originale stammt aus Mackenheim (Elsass) und wurde von Günter Boll vor der versehentlichen Vernichtung bewahrt. Die Ausstellung wurde schon in verschiedenen Großstädten Deutschlands gezeigt


Die englische Version unserer Webseiten ist da !!

Dank der Mitarbeit von Michael Stern und Thomas Koch-Doetsch können wir nun endlich auch die schon lange gewünschte englische Version unserer Seiten anbieten. Wir bitten um Nachsicht, wenn einige Texte noch nicht übersetzt sind oder sich kleine Fehler eingeschlichen haben. Bitte benachrichtigen Sie uns. Vielen Dank.


STIMMEN DER GÄSTE
ein Artikel von Leopold Glaser

In einem Rückblick auf das Jahr 2000 bezeichnet Leopold Glaser den Besuch der füheren jüdischen Bürger Breisachs in ihrer alten Heimatstadt als geistigen und politischen Höhepunkt des vergangenen Jahres und als denkwürdiges Geschenk für die Stadt (s. Badische Zeitung vom 15.1.2001)


STUDIENREISE NACH AUSCHWITZ
vom 2. bis 8. Juni 2001

Der 'Verein für die Zukunft lernen e.V.' und der 'Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. laden zu einer Fahrt nach Auschwitz im kommenden Jahr ein.


JÜDISCHES LEBEN IN EICHSTETTEN
Zweiter Band der Eichstetter Ortschronik erschienen

Die Historikerin Christina Weiblen hat die Forschungsergebnisse zur jüdischen Geschichte Eichstettens im 19. und 20. Jahrhundert vorgestellt, die sie zusammen mit Ulrich Baumann (s. auch 'Zerstörte Nachbarschaften', Diss. 1998) erarbeitet hat. Sie sind Teil des zweiten Bandes der Eichstetter Ortschronik (s. Badische Zeitung vom 6.12.2000)


WOCHE DER BEGEGNUNG
vom 19. bis 26. Oktober 2000
in BREISACH

Fotos von Sylvia Pabst (Badische Zeitung)

Berichte der Badischen Zeitung:

Bericht vom 1. Februar in den 'Canadian jewish news' (Internet Ausgabe)

Anlässlich des 60. Jahrestags der Deportation der badischen Juden nach Gurs und somit des brutalen Endes auch der jüdischen Gemeinde in Breisach veranstaltete der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Breisach am Rhein eine Gedenkwoche, die mit einem Konzert im Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus am Freitag, 20.10.2000 um 20:30 Uhr eröffnet wurde und am Mittwoch, 25.10.2000 um 20:30 mit einer Abschiedsfeier ebenfalls im Ehemaligen Jüdischen Gemeindehaus endete.

Wiedersehen, erinnern, festhalten - so könnte das Motto dieser Tage der Begegnung mit Breisacher Überlebenden des Holocaust und ihren Angeghörigen lauten, die auf Einladung der Stadt zu uns gekommen sind.

 


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